Amsterdam

Auf dem Weg Richtung Norden machten wir einen Abstecher nach Amsterdam. Es war lange her, dass ich mal dort war und auf dieser Reise bot es sich an. Amsterdam ist die Hauptstadt und mit 851.223 Einwohnern die einwohnerstärkste Stadt der Niederlande.

Anfang August ist sicher nicht die beste Zeit diese Stadt zu besuchen. Überall Menschenmassen und eine Hektik, die ich so nicht in Erinnerung hatte. 

Schon die Suche nach einem Campingplatz war sehr schwierig, nirgends mehr Platz. Deshalb stellten wir unser Programm um und verzichteten darauf in der Stadt zu übernachten. Einen Parkplatz für unser Wohnmobil fanden wir relativ mühelos im Norden Amsterdams, sogar kostenlos und ganz in der Nähe der ehemaligen NDSM Schiffswerft.

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Dieses Areal auf einer Insel im Ij (ehemaliger Meeresarm) mit seinen grossen Hallen bietet heute vielen Künstlern Platz. Es finden auch regelmässig Ausstellungen und Festivals statt.

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Die ganze Anlage war schon sehr beeindruckend. Von dort aus konnten wir, ebenfalls kostenlos, mit der Fähre hinüber zum Hauptbahnhof fahren.

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Fahrräder, Motorroller und vor allem viele Menschen drängten sich auf der Fähre zusammen, umfallen konnte man nicht ;-). Es war eine tolle Leistung von Jana, der jungen Hündin, dass sie das alles relativ gelassen hinnahm. Nach dem Aussteigen hinter dem Bahnhof empfing uns das gewohnte Bild von unzähligen Fahrrädern und vor dem Bahnhof herrschte dichtes Gedränge.

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Überall klingelte und hupte es. Wir bahnten uns einen Weg durch die Menschen Richtung Grachten.

 

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Auch dort war es ziemlich überlaufen.

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Deshalb bogen wir einfach mal in kleinere Gässchen ab und fanden dort ruhigere und beschauliche Orte.

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Später am Nachmittag setzten wir uns in ein Strassenkaffee, stärkten uns und beobachteten das Treiben in der nun wieder volleren Umgebung.

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Danach ging es zurück auf die Fähre und damit hinüber zu unserem Fahrzeug.

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Nach all dem Trubel suchten wir die Ruhe und einen Übernachtungsplatz. Den fanden wir nördlich von Amsterdam auf einem Stellplatz direkt hinterm Deich am Ijsselmeer.

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Redu, ein Dorf voller Bücher

Auf dem Weg an die Nordsee im vergangenen Sommer machten wir ca. 120 Kilometer vor Brüssel in einem kleinen Dorf in den Ardennen (südliches Belgien) einen ersten Stopp zum Übernachten. Mehr aus Zufall waren wir auf einen kleinen Stellplatz ausserhalb des Ortes Redu gestossen. Eigentlich wollten wir noch ein Stück weiter fahren Richtung Brüssel, aber beim Stöbern im Stellplatzführer fand ich noch einen früheren Platz als den, den wir ursprünglich anfahren wollten. Wir dachten anschauen kann man ihn sich ja mal, er lag ja am Weg. Und das sollte sich als die beste Entscheidung herausstellen.

Wir verliessen die Autobahn E411 (Ausfahrt 24) und erreichten nach ca. 3 Kilometern den Ortsrand von Redu. Dort lag der Stellplatz auf der linken Seite, direkt neben einer kleinen Gärtnerei.

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2 Wohnmobile und ein Auto mit Wohnwagen standen schon dort, aber es war noch Platz genug. Wir fuhren an die hintere Begrenzung und hatten eine schöne Sicht auf einen Pferdeunterstand mit Weide und kleinere Gärtchen.

Der Platz war absolut ruhig, auch nachts. Am nächsten Morgen beim Aufstehen standen insgesamt 10 Wohnmobile dort, aber auch dann war er nicht voll belegt. Es war ein einfacher Platz, der ausser Müllentsorgung nichts bot, aber zum Übernachten auf dem Weg in den Süden oder Norden ideal. Man sollte sich unbedingt auch genug Zeit nehmen, um den Ort anzusehen ! Es lohnt sich !

Abends nach der Ankunft erkundeten wir den kleinen Ort, der einen sehr einladenden und ansprechenden Eindruck machte.

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Überrascht entdeckten wir nach wenigen Metern schon das erste Antiquariat etwas versteckt in einer alten Scheune. Je weiter wir liefen, um so mehr Bücherläden fanden wir.

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Auch in den Seitengässchen gab es einige davon. Das hat mich sehr beeindruckt, so entdeckten wir per Zufall ein Kleinod von Dorf, das ganz sicher einen oder mehrere Besuche wert ist !

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Die kleinen Restaurants waren sehr einladend. Der Andenkenladen am anderen Ende des Dorfes schloss leider schon, der Abend war ja auch schon fortgeschritten. Dort hätte man neben Büchern auch Himbeeren in vielerlei Art kaufen können, frisch oder als Marmelade. Sogar ein Bier mit Himbeernote wurde angeboten, aber das konnte man auch in den Restaurants bekommen.

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Am nächsten Morgen lief ich schon sehr früh mit meinem Hund durch den Ort und schaute mir nochmal alles in Ruhe an. Die wenigen Menschen, die schon unterwegs waren, lachten freundlich als sie uns sahen und die Bäckerin in der kleinen, aber feinen Boulangerie begrüsste uns sogar auf deutsch. Keine Ahnung warum, vielleicht hatte sie mich mit Jana sprechen hören.

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Ich entdeckte auch noch interessante Kunsthandwerksboutiquen, die ich am Abend zuvor wohl übersehen hatte vor lauter Bücher 😉

Habe mich dann informiert über Redu und erfahren, dass dieser Ort in den 70er Jahren fast entvölkert war. Ein Journalist hatte dann die Idee genau dort ein Bücherdorf nach dem Vorbild eines walisischen Dorfes aufzubauen und dafür die leerstehenden Scheunen, Ställe und Werkstätten für das Anbieten von Secondhand-Bücher zu nutzen. 1984 begann damit der Aufschwung des Dorfes. Waren es anfangs nur einige Tausend, die die Bücherausstellungen besuchten, so sind es heute Zehntausende von Besuchern pro Jahr in einem Dorf, das nur ca. 400 Einwohner zählt. Mehr als 20 Antiquariate und Buchhandlungen bieten eine grosse Auswahl an Büchern hauptsächlich in französischer Sprache, aber auch in englisch und deutsch. Jeder Laden hat sein eigenes Spezialgebiet, es lohnt sich also allen Läden einen Besuch abzustatten. Übers Osterwochenende findet jedes Jahr das Fest des Buches statt und am 1. Samstag im August eine Büchernacht. Zu diesen Anlässen werden auf den Bürgersteigen und Scheunen zahlreiche zusätzliche Bücherregale aufgestellt.

Redu ist inzwischen weltberühmt als Bücherdorf, bin echt froh, dass ich es durch Zufall jetzt kennenlernen durfte !

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Jahreswechsel

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Wünsche allen meinen  Lesern ganz herzlich einen guten Rutsch in ein gesundes Neues Jahr mit viel Zeit für die schönen Dinge des Leben !

 

Leider hatte ich in den letzten Monaten kaum Zeit und Gelegenheit, um in diesem Blog und bei „Seelengefährten“ zu schreiben. Aber das soll sich nun wieder ändern 🙂

 

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Der Rheinfall, mal von der anderen Seite

Auf der Heimfahrt vom Appenzellerland kamen wir nach dem Untersee auch am Rheinfall von Schaffhausen vorbei, dieses Mal rechtsufrig auf der Neuhauser Seite. Natürlich nutzten wir das spätsommerliche Wetter zu einem Spaziergang dorthin (ein Tipp: anstatt die teuren ausgeschilderten Parkplätze zu nutzen, findet man im Ort einen günstigen Parkplatz und ist nach wenigen Minuten zu Fuss oben am Wasserfall. Es gibt sogar einen Lift, der zu den Bahngleisen führt und dann weiter bis nach ganz unten, bzw. zurück nach oben).

Wir machten uns zu Fuss auf den Weg, Jana brauchte ja auch ein bisschen Auslauf. Vorbei an der Abzweigung zum Schloss Laufen am linken Ufer, das über eine Brücke zu erreichen wäre, erreichten wir die erste Aussichtsplattform.

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Der Anblick des tosenden Wasser ist doch immer wieder was Beeindruckendes. Man könnte stundenlang zusehen. Auf alle Fälle ist es total entspannend…zumindest wirkt es auf mich so.

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Blick hinunter zur Anlegestelle der Boote

 

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Schloss Laufen auf der Züricher Seite des Rheinfalles

Der Weg führte noch weiter und sogar, was von der Terrasse oben nicht ersichtlich war, bis ganz nach unten.

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Von dort aus konnten wir den Wasserfall gut von unten sehen, aber ich muss sagen von oben ist er sehr viel eindrücklicher.

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Aussichtskanzel

 

Im Jahr 2012 waren wir auch am Rheinfall, damals aber am linksseitigen Ufer bei Laufen. Im unten stehendem Bericht dazu habe ich ein paar Daten zu diesem, zu den 3 grössten Wasserfällen Europas zählenden, Rheinfall:

https://traeumerleswelt.wordpress.com/2012/12/28/der-rheinfall-bei-schaffhausen-2/

 

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Gottlieben am Seerhein

Wegen des schönen sonnigen Wetters am Sonntag wählten wir für den Heimweg  eine Route übers Land ohne Autobahn. Der Bodensee war nicht weit und der Untersee lag in unserer Richtung. Dort wollte mir mein Partner den kleinen historischen Ort Gottlieben zeigen, der am Vormittag sicher noch nicht so überlaufen war.

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Gottlieben liegt am Seerhein, der kurzen Wasserstrasse zwischen Untersee und Bodensee und ist mit ca. 300 Einwohnern eine der kleinsten Gemeinden in der Schweiz. Das Dorf ist manchen vielleicht auch bekannt durch Udo Jürgens, der dort lebte und starb.

P1000806_Bildgröße ändernDas sehr malerische Dorf mit herrschaftlichen Riegelbauten wirkte wie ausgestorben und wir konnten in Ruhe alles anschauen.

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Gottlieben liegt an der Schifffahrtslinie und ist auch dadurch ein sehr beliebtes Tourismusziel, vor allem im Sommer.

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Auch unten am See trafen wir nur vereinzelte Spaziergänger an.

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Aber schon zur Mittagszeit füllte sich das Dorf, für uns der richtige Zeitpunkt um weiterzufahren.

 

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Almabtrieb im Appenzell

Mehr durch Zufall war ich in der Zeitung auf einen Hinweis gestossen, dass Mitte September in Urnäsch, Kanton Appenzell , vormittags der Almabtrieb am Tag des Bauernmarktes stattfinden würde. Das interessierte mich sehr und so fuhren wir am Samstag Morgen frühzeitig los. Nach einer 2-stündigen Fahrt begegnete uns kurz vor dem Ziel schon die erste Gruppe. Die Fahrbahn wurde von der Polizei abgesperrt und so konnten wir in Ruhe aussteigen und zusehen.

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Gleich darauf ging es weiter Richtung Urnäsch…

 

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Blick auf den Säntis

 

…. wo wir ausserhalb des Ortes parkieren konnten und nach einem kurzen Fussweg ins Zentrum des Ortes kamen.

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Urnäsch

Jana durfte natürlich mit. Zum einen ist sie völlig problemlos und zum anderen wäre das Ganze auch eine neue Erfahrung für sie. Die Hauptstrasse war gesäumt von vielen Zuschauern. Es war im Moment aber keine Almabtriebsgruppe in Sicht und so schauten wir uns erstmal ein bisschen in Urnäsch um.

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Auf den Markt wollten wir nach der nächsten Gruppe. Nach ca. einer halben Stunde kamen sie und kurz darauf die nächsten.

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Die Anordnung war immer gleich. Zuerst kam der Sennenbub….

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…..danach die Ziegen und hinter ihnen ein oder zwei Mädchen.

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Es folgte als wichtigster Teil jeder Alpfahrt ein Senn in Festtracht mit drei Schellenkühen, die die grössten Schellen des Zuges trugen.

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Diese sind klanglich aufeinander abgestimmt und gelten als Instrument, das anscheinend einzigartig auf der Welt von den drei Kühen gespielt wird. Die 4 Sennen, die dahinter in einer Reihe liefen, mussten nichts tun als zu dieser Melodie zu singen.

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Hinter ihnen kamen die restlichen Kühe und Kälber, zum Teil ohne Schellen oder die Schellen waren mit Heu ausgestopft.

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Es folgte der Stier, der von einem jungen Mann mit grossem Kraftaufwand geführt wurde und ein Pferdewagen mit den Gerätschaften darauf. 

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Den Schluss bildete der Besitzer der Herde im braunen Gewand mit Hütehund, im Appenzell natürlich ein Appenzeller Sennenhund.

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Was mir positiv auffiel war, dass die meisten Kühe ihre Hörner noch hatten.

Die Alpauffahrt ab Ende Mai findet nach dem gleichen Muster statt. Im Appenzell wird das Brauchtum noch hochgehalten.

In einer Pause liefen wir erstmal über den Markt, der inzwischen sehr voll war. An manchen Orten war fast kein Durchkommen. Wir kauften Alpkäse und mischten uns danach noch kurz unter die Zuschauer, bevor wir wieder zum Auto zurück liefen. Wir wollten nämlich noch hoch zur Schwägalp am Fusse des Säntis.

Auf dem Weg dorthin begegneten uns noch einige Sennengruppen und es war noch viel schöner ihnen ausserhalb des Ortes zu begegnen, es war einfach natürlicher. Was störte waren ein paar ungeduldige Autofahrer, die einfach nach vorne drängten.

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Oben auf der Schwägalp machten wir noch einen kleinen Spaziergang.

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Leider war der Säntis inzwischen vom Nebel eingehüllt, aber ein paar Touristengruppen fuhren trotzdem mit der Bahn nach oben.

 

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Nach einem Besuch in der Schaukäserei fuhren wir wieder runter ins Tal. Heimfahren wollten wir erst am nächsten Tag, je nach Wetter direkt oder gemütlich mit kleinen Umwegen.

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Schleusenfahrt…..

…..von Weil am Rhein nach Rheinfelden (CH).

Wir in der Familie schenken uns statt matierellen Dingen gerne Zeit. Zeit, um etwas gemeinsam zu unternehmen, woran alle Freude haben.

Dieses Jahr war dies u. a. eine Schleusenfahrt auf dem Rhein. Auf dieser Fahrt rheinaufwärts wurden zwei Flusskraftwerke passiert.

Das Schiff, die MS Christoph Merian, hatte über Nacht direkt am Dreiländereck geankert. Von dort aus fuhr es an die  Anlegestelle in Weil am Rhein (D), wo wir uns an einem Samstag Morgen mit meiner ältesten Tochter, ihrem Mann und Enkelin trafen. Mein Partner und ich hatten in Huningue (F) parkiert und waren über die Fussgängerbrücke über den Rhein hinüber nach Deutschland gelaufen.

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Blick von der Fussgängerbrücke auf das Dreiländereck F D CH, dahinter der Rheinhafen

Das Wetter war vielversprechend. Die Wolken sollten sich lt. Wetterbericht im Laufe des Tages noch auflösen.

Für mich persönlich war es die zweite Schleusenfahrt, die erste lag aber schon viele Jahre zurück. Für die anderen war es eine Première.  Dadurch, dass wir schon an der 2. Anlegestelle einsteigen konnten, hatten wir noch freie Platzwahl und entschieden uns für die Sitzplätze vorne im Bug unter freiem Himmel. Das war auch für Jana, unsere Hündin ideal.

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Anlegestelle Weil am Rhein

Wir fuhren vorbei an Huningue (F),

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der Flussmündung der Wiese am gegenüberliegenden Ufer (CH),

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….und erreichten nach dem Industriegebiet die Altstadt von Basel.

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Grossbasler Seite

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Kaserne in Kleinbasel

Basel wird durch den Rhein in Gross- und Kleinbasel geteilt. Die Grossbasler schauen gerne auf das ‚mindere Basel‘ herab – zu Unrecht, denn auch Kleinbasel hat wunderschöne idyllische Ecken und Gässchen.

Die nächste Anlegestelle war die Schifflände in Basel an der Mittleren Rheinbrücke, an der die meisten Passagiere einstiegen.

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Und weiter ging es. Die Stadt vom Fluss aus zu sehen, bot zum Teil ganz besondere Perspektiven.

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Das höchste Hochhaus der Schweiz, erbaut von einem Chemiekonzern

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Und schon erreichten wir Basel-Landschaft…

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Mündung der Birs bei Birsfelden

..mit dem ersten Flusskraftwerk samt Schleuse von Birsfelden (CH).

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Während der Einfahrt in die Schleuse strömten die Menschen alle nach vorne, zum Teil recht rücksichtslos. Es war schwierig so ein vernünftiges Foto machen zu können. Aber kaum fuhr das Schiff wieder hinaus aus der Kammer verflüchtigten sich die Leute wieder. Die meisten sassen im Restaurant.

Wir genossen die Ruhe und das schöne Wetter. Es war recht warm geworden in der Zwischenzeit.

Weiter ging es vorbei an Grenzach (D)…

P1000617_Bildgröße ändern….und am Hafen von Birsfelden.

Und schon erreichten wir die zweite Schleuse bei Augst.

Auch hier das gleiche Spiel, alles drängte nach vorne bei der Einfahrt und zog sich hinterher wieder in den inneren Teil des Schiffes zurück 😉

Jana nahm das ganze sehr entspannt. Bei der ersten Schleuse hatte sie noch interessiert durch die Reling geschaut, bei der Zweiten blieb sie entspannt liegen.

Langsam ging es weiter Richtung Rheinfelden..

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Anlegestelle im Schweizer Rheinfelden

Nach 3 1/2 Stunden Fahrt flussaufwärts waren wir an unserem Ziel angekommen. 

 

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Blick hinüber ins deutsche Rheinfelden

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Vor der Heimfahrt mit dem, am Vortag im deutschen Rheinfelden abgestellten, Auto bummelten wir noch gemütlich durch die schönen Gässchen.

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länderverbindende (Fussgänger) Brücke vom Schweizer- ins Deutsch- Rheinfelden

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Blick zurück ans Schweizer Ufer

Es hat allen sehr gut gefallen. Das schönste Kompliment bekam ich aber von meinem Schwiegersohn: “Er hätte es sich nicht so schön vorgestellt, es war eine Schifffahrt zum Entspannen und Träumen“

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Oberammergau

Auf dem Heimweg von unserem einwöchigen Urlaub in Bayern machten wir einen Zwischenhalt in Oberammergau. Wir erreichten es kurze Zeit nach unserer Abfahrt vom Riegsee. Ich hatte diesen schönen Ort vor Jahrzehnten schonmal besucht und wollte gerne diese Erinnerungen auffrischen und ihn gleichzeitig auch meinem Partner zeigen. Und da Oberammergau praktisch auf der Route heimwärts lag, bot sich das ja an.

Oberammergau gehört zu Oberbayern und liegt im direkt am Fluss Ammer. Bekannt ist es durch die Passionsspiele, die alle 10 Jahre stattfinden und die Kunsthandwerker, Hergottsschnitzer genannt. In meiner Erinnerung waren vor allem die mit barocken Malereien (Lüftlmalerei) verzierten Häuser geblieben.

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Bei strahlendem Sonnenschein liefen wir durch den noch erstaunlich ruhigen Ort. Die Touristen würden wohl erst nach dem Mittag ankommen und so konnten wir die späten Vormittagsstunden nutzen und alles in Ruhe ansehen.

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Nach einem Besuch in einem Strassencafe, wo wir noch eine Weile gemütlich sassen und die Umgebung auf uns wirken liessen, machten wir uns dann entgültig auf dem Weg zurück nach Hause.

 

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Riegsee

Auf der Weiterfahrt ging es Richtung München. Dort in der Nähe liegt der Ort Dachau. Auf Wunsch meines Partners machten wir dort Station. Inzwischen hatte es angefangen zu regnen und ich musste unwillkürlich denken – das richtige Wetter für so einen Ort. Der Besuch dort war sehr eindrücklich und die Betroffenheit über das Gesehene hielt noch Tage an.

Nun wollte ich wieder irgendwo ans Wasser, um das alles verarbeiten zu können. Am Wasser kann man einfach die Seele baumeln lassen. Da wir nur noch 2 Nächte zur Verfügung hatten fuhren wir wieder Richtung Bodensee, damit der Heimweg dann nicht allzu lang wurde.

Am Staffelsee im oberbayrischen Voralpenland war wieder Hundeverbot auf dem Campingplatz. Deshalb fuhren wir noch ein kurzes Stück weiter an den Riegsee. Er zählt zu den wärmeren Seen von Oberbayern, in denen von Mai bis Oktober bei 18 bis 25 Grad Wassertemperatur gebadet werden kann. Mit einer Grösse von nur 3,3 Kilometer Länge und 0,6 Kilometer Breite war er überschaubar.

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Am Nordufer des Riegsee fanden wir einen Campingplatz, der noch einen freien Stellplatz hatte für 2 Nächte. Der Ausblick über den See war grandios. Man sah im Hintergrund die Bergkette vom Estergebirge über das Wettersteingebirge mit Zugspitze bis hin zu den Ammergauer Bergen.

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Auf Nachfrage nach einem schönen Spaziergang wurde uns ein ca. 9 Kilometer langer Rundweg um den See vorgeschlagen. Er führte auch über den Campingplatz. Am nächsten Tag nahmen wir ihn nach dem Frühstück in Angriff und zwar gegen den Uhrzeigersinn. Ich muss sagen, wir waren sehr enttäuscht. Der Weg führte grösstenteils über eine asphaltierte Fahrstrasse ohne den geringsten Blick auf den See, dazu zu 90% entlang von Stacheldrahtzäunen, ich hatte also kaum Gelegenheit Jana mal frei springen zu lassen. Ausserdem war er sehr schlecht ausgeschildert. Manchmal musste man mehr raten wo es denn weiter ging. Ich denke im Uhrzeigersinn zu laufen wären die wenigen Hinweise besser zu finden.

Hier die schönsten Eindrücke von diesem durch die geteerten Strassen für die Füsse doch anstrengenden Spaziergang:

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Camping Brugger, Hofheim am Riegsee

Auf diesem Campingplatz war die ACSI Karte trotz Nebensaison nicht gültig. Wir mussten pro Nacht 33,30 Euro bezahlen und wollte man warm duschen, kostete das jeweils  50 Cent extra. Die Dame am Empfang war etwas burschikos, aber freundlich. Wir konnten zwischen den beiden noch freien Stellplätzen wählen. Wir entschieden uns für den Platz, von dem aus man einen kleinen Ausschnitt des Sees sah.

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Die Parzellen waren ausreichend gross und von einer Hecke umgeben. Die ganze Anlage machte einen sauberen und modernen Eindruck.

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Es gab eine Liegewiese mit Badestrand (der Hundebadeplatz war ca. 300 Meter entfernt von der Anlage).

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Im Restaurant am Platzrand assen wir an einem Abend. Es war reichlich und gut, die Preise angemessen. Der Pächter, ein Ungar, war sehr freundlich und zuvorkommend.

Ca. 100 Meter vom Campingplatz entfernt befand sich  ein Kiosk. Dort konnte man ohne Bestellung frische Brötchen und Kuchen kaufen, ebenfalls eine gute Auswahl an Lebensmitteln. Sogar Fleisch und Wurst vom Dorfmetzger wurde angeboten.

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Salzburg

Von unserem Campingplatz am Tachingersee (Berchtesgadener Land) waren es nur 24 Kilometer bis nach Salzburg. Da lag es nahe einen Tagesausflug dorthin zu machen. Der Morgen war sonnig und es schien ein sehr warmer Tag zu werden. Deswegen brachen wir gleich nach dem Frühstück auf. Der kurze Weg dorthin führte uns über die Brücke zwischen Tachinger- und Wagingersee, danach durch eine schöne Landschaft und schon waren wir dort. Wieder einmal waren wir froh, dass wir ein kompaktes Wohnmobil fahren und so fanden wir in Altstadtnähe auf dem Parkplatz einer Brauerei gleich einen Parkplatz.

Salzburg ist die Landeshauptstadt des österreichischen Bundeslandes Salzburg. Sie gilt als die viertgrösste Stadt von Österreich. Salzburg wurde im Jahre 696 Bischofssitz (davor war es eine römische Stadt). Vor allem bekannt ist Salzburg als Mozartstadt, der bekannte Komponist wurde 1756 dort geboren, er zählt übrigens zu meinen Lieblingskomponisten.

Nach kurzer Orientierung fanden wir in der Nähe des Parkplatzes ein kleines Gässchen, das hinunter an die Salzach führte. Von dort aus hatten wir gleich einen wunderschönen Blick auf das Altstadtpanorama mit dem Wahrzeichen der Stadt, die Festung Hohensalzburg. Sie stammt aus dem 11. Jahrhundert und zählt zu den grössten mittelalterlichen Burganlagen.

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Wir folgtem dem Flusslauf und kamen nach wenigen Minuten in die historische Altstadt (sie ist seit 1996 Weltkulturerbe der UNESCO).

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Wir liessen uns einfach treiben und folgten mal dem einen und dann dem anderen kleinen Gässchen.

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Salzburger Dom

 

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Es war Feiertag und die viele der Besucher trugen Tracht, auch schon die kleinen Kinder. Das passte so richtig zu der Atmosphäre dort.

Jana lief meist entspannt neben uns, nur wenn Wasser ins Spiel kam wurde sie aufgeregt. Aber eine kleine Abkühlung von dem heissen Pflaster war ja auch in Ordnung.

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Als wir auf dem Residenzplatz die Fiaker stehen sahen, wurde es ihr doch etwas unheimlich vor den für sie riesigen Pferden. Ein kleines Knurren in Richtung der Kutschen und dann war für sie die Welt wieder in Ordnung.

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Residenzplatz

 

 

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Residenzbrunnen

 

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Domquartier

 

 

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Blick vom Domquartier Richtung Residenzplatz

 

Am späten Mittag suchten wir uns einen schattigen Platz in einem Biergarten. Mir war aber nicht nach Mittagessen, sondern ich wollte viel lieber mal eine echt Salzburger Nockerl probieren. Es war eine Premiere für mich. Die Nockerl war lecker, aber nicht so umwerfend, dass ich sie wieder einmal bestellen müsste. Dafür gibt es noch viel zu viele andere Gerichte, die ich bei einem ev. nächsten Besuch mal probieren möchte.

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Die sehr nette Bedienung schaute immer mal wieder zu Jana hin, die an meinem Stuhl lag und alles interessiert beobachtete. Sie kam dann an unseren Tisch und fragte, ob sie Jana Hähnchenfleisch, das übrig geblieben war, bringen dürfte. Ich hatte nichts dagegen, sagte nur, dass aber keine Knochen dabei sein dürften. Sie kam dann mit einem grosssen Teller voll ausgelöstem weissen Hähnchenbrustfleisch. Das war ein Festessen für Jana und ich bedankte mich herzlich dafür.

Nach dieser Pause besuchten wir noch das Geburtshaus von Mozart,  zumindest von aussen.

Das Geburtshaus von hinten….

 

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…und von vorne

 

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Danach liefen wir wieder zum Fluss und am anderen Ufer zurück Richtung Parkplatz.

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Am späten Nachmittag waren wir wieder auf dem Campingplatz und konnten die Füsse hoch legen, natürlich erst, nachdem Jana sich auf der Wiese und im Wasser austoben konnte. Schliesslich war es auch ihr Urlaub 😉

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