Insel Skye – Nordosten

Wir fuhren im Norden der Insel Skye nicht jede Stichstrasse ab, sondern folgten der gut ausgebauten Strasse, die uns erst durch eine sehr schöne Landschaft mit blühendem Ginster, Wald und Weiden und dann entlang der Meeresbucht Loch Snizort führte. 

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Je nördlicher wir kamen, umso einsamer wurde die Gegend. Die Strasse war auch wieder recht schmal geworden und führte auf der Höhe um die Halbinsel Trotternish herum.

Die Schafe sahen ganz anders aus als die bisher gesehenen. Diese Rasse gefiel mir fast noch besser.

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Es war zwar noch früh am Nachmittag, aber es war wieder sehr warm und wir wollten die Füsse hochlegen und entspannen für den Rest des Tages. Am fast nordöstlichsten Punkt der Insel entdeckten wir wenige hundert Meter abseits der Route an einem kleinen Strässchen beim Port Gobhlaig einen Picknickplatz neben einem Parkplatz. Dort wollten wir bis zum nächsten Morgen bleiben.

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Im Laufe des Nachmittags kamen nur 2 PKW mit Wanderern, ansonsten waren wir ganz alleine. Nur ein kleiner Vogel kam immer wieder vorbei.

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Die Aussicht über die Bucht war sehr malerisch. Auch Jana schien sie zu gefallen.

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Der Ort bot sich auch für schöne ruhige Spaziergänge durch die Umgebung an, nur die vielen Häschen sorgten bei Jana für etwas Aufregung. Aber ich liess sie an der langen Leine und da waren die Kleinen sicher.

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Am nächsten Morgen fuhren wir nach einem ausgiebigen Frühstück zurück auf die Hauptroute und dort immer an der Küste lang Richtung Süden.

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Blick auf die Strasse Richtung Süden vom Übernachtungsplatz aus

Die Strasse führte an einer imposanten Gebirgslandschaft vorbei, wo man sicher schön wandern könnte.

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Nach kurzer Fahrt bogen wir beim Ort Staffin links zur Küste ab, die Felsformationen dort verlockten einfach dazu.

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Diese Idee hatten nicht nur wir, das dort unten schon stehende Wohnmobil, in dem die Bewohner so langsam erwachten und die Jalousien hochzogen, zeigte uns, dass auch dort ein guter Übernachtungsplatz gewesen wäre.

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Wir liefen am Pier nach vorne zur Wasserkante und hielten Ausschau nach jagenden Robben, die auf einer Infotafel beschrieben waren, aber dieses Mal hatten wir kein Glück. Es war ausser Möwen und Wellen nichts zu sehen. 

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Diese zwei Lämmer entdeckte ich ganz in der Nähe in den Felsen. Erst befürchtete ich, dass sie sich verirrt hätten, aber dann sah ich das Mutterschaft auf einer versteckten, aber nahen Grasfläche. Das beruhigte mich.

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Insel Skye – Westen und Nordwesten

Dieses Mal wollten wir auch eine der Hebriden Inseln erkunden.  Wir entschieden uns für die größte Insel der Inneren Hebriden, nämlich Skye. 

Von Loch Carron herkommend unternahmen wir einen kurzen Abstecher zum Eilean-Donan-Castle….

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…bevor wir entlang des Meeresarmes Loch Alsh nach Kyle of Lochalsh fuhren, um dort über die Brücke nach Kyleakin auf Skye zu fahren.

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Seit 1995 wird die frühere Fähre durch die Skye Bridge ersetzt, die, wenn man von Norden her kommt, eine schnelle Verbindung auf die Insel ist.

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Blick von der Brücke aus

In Broadford, der Inselhauptstadt, füllten wir erstmal unsere Vorräte auf, bevor wir erst der östlichen Küstenstrasse nach Norden und dann dem Abzweig nach Carbost folgten. Dort wollten wir die Talisker Distillery besichtigen. 

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Bis zur nächsten Führung war noch 1 Stunde Zeit und die nutzten wir für einen Spaziergang am kleinen Hafen von Carbost.

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Meeresbucht Loch Harport

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In der Talisker Distillery wird Single Malt Scotch Whisky mit kräftigem Torf-Aroma gebrannt. Die ganze Anlage der ältesten Distillerie auf Skye war viel kleiner wie die, die wir damals in Dufftown besichtigt hatten, aber nicht weniger interessant.

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Nach der 45-minütigen Führung konnten wir zwei unterschiedlich alte Whisky probieren. Gekauft haben wir keinen, die Erfahrung hatte uns gelehrt, dass er hier bei uns daheim  günstiger angeboten wird wie am Herstellungsort.

So langsam wurde es wieder Zeit einen Platz zum Übernachten ausfindig zu machen. Wir fuhren das Stück bis zur westlichen Küstenstrasse zurück und dort Richtung Norden. Unterhalb von Dun Beag, einem kleinen ehemaligen Fort, konnten wir auf einem Picknickplatz einen entspannten Abend und eine ruhige Nacht verbringen.

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Am nächsten Morgen fuhren wir recht früh weiter. Es ging durch eine reizvolle Landschaft vorbei am Loch Bracadale.

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Geplant war ein Abstecher zum Neist Point. Auf einer schmalen Strasse ging es hoch zum Kap am westlichsten Punkt von Skye. Waren wir bis dahin fast alleine auf der Strasse unterwegs, überraschte uns oben eine grosse Anzahl von Wohnmobilen. Sicher hatte der eine oder andere dort auch übernachtet. 

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Dort oben wehte ein sehr starker Wind. Von der Kante aus (unteres Bild) hätte man den Leuchtturm an der Spitze der Landzunge unten sehen können, aber ich verzichtete unter den gegebenen Bedingungen auf  dieses Wagnis. Es war so schon schwierig genug sich aufrecht zu halten.

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Auf der Stichstrasse zurück legten wir noch zwei Fotostopps ein.

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Blick auf Loch Dunvegan von Westen

Unser nächstes Ziel war der Korallenstrand bei Claigan am Loch Dunvegan. Auch dorthin führte eine Stichstrasse.

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Blick von Osten auf Loch Dunvegan

Wir fanden gerade noch einen freien Parkplatz. Der Fussweg führte über eine Kuhweide bis hin zu dem schneeweissen Strand. Er bestand nicht aus Sandkörnern, sondern sah aus wie Korallenbruch. Hatte so ein Naturphänomen noch nie gesehen, war echt beeindruckend.

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Auf dem Rückweg zum Fahrzeug gab es noch eine Schreckminute. In ca. 20 Meter Entfernung vom Weg standen ein paar Kühe mit ihren Kälbern ruhig beieinander. Plötzlich nahm uns eine Kuh ins Visier und kam herübergerannt. Ich hielt Jana ganz kurz an der Leine und blieb stehen. Die Kuh lief hinter uns durch, blieb in der Nähe stehen und beobachtete uns. Zum Glück waren es nur noch wenige Meter bis zum Gatter. Augen zu und durch. Mir war gar nicht wohl dabei gewesen und im Hinblick darauf, dass man jetzt öfter über Todesfälle auf der Weide im Allgäu oder der Schweiz liest, weiss ich nicht, ob ich bei einer Wanderung in den Bergen je wieder unbelastet über eine Weide laufen könnte.

Auf der Fahrt zurück zur Hauptstrasse hatten wir Blick auf Dunvegan Castle, eines der letzten ständig bewohnten Clan-Stammsitze. 

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Leider ist die Bildqualität aufgrund der Mittagssonne ziemlich schlecht. Dafür bekam ich aber beim Fotografieren angenehme Gesellschaft 😉

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Applecross – zum zweiten

Vor 5 Jahren hatten wir auf unserer ersten Schottlandreise Applecross schon einmal besucht, aber damals bei Dauerregen, dichtem Nebel auf der An- und Rückfahrt über den Rinderpass und Hochwasser im Ort. Deswegen wollte ich noch einmal bei schönem Wetter dorthin, hatten wir doch damals ausser der nur schemenhaft erkennbaren Strasse nichts gesehen von der Umgebung. 

Von unserem wirklich ruhigen und schönen Übernachtungsplatz am Loch Maree fuhren wir nach dem Frühstück nach Kinlochewe. Bevor wir in der Ortsmitte dem Wegweiser nach Applecross folgten, füllten wir unseren Wassertank auf.

Bis Torridon und danach bis kurz hinter Shieldaig war die Strasse gut ausgebaut und bot entlang des Loch Torridon beeindruckende Ausblicke.

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Danach wurde es sehr eng, aber mit unserem Kastenwagen gut befahrbar. Unser Navi zeigte keine Strasse mehr an, aber wir hatten auch kein Ziel, sondern nur die Karte aktiviert. Abseits der grossen Strassen schaue ich lieber auf die Landkarte, sonst wird man an manchem sehenswerten Ort vorbei geführt.

 

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Die Küstenstrasse lag mal unten in Wassernähe, dann wieder hoch oben und bot wunderschöne Ausblicke und interessante Begegnungen. 

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So umrundeten wir die Halbinsel und sahen überraschend sogar noch Rotwild im Sand.

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Applecross war bis anfangs des 20. Jahrhunderts nur mit Booten erreichbar. Später wurde die als eine der schwierigsten und steilsten bekannte Strasse über den Bealach-na-Bà-Pass (Rinderpass) angelegt, die quer über die Halbinsel führt. Auf ihr ist das Befahren mit Wohnwagen verboten. Erst seit Ende des 20. Jahrhunderts gibt es mit dem Weg über den wir dieses Mal kamen eine zweite Verbindungsstrasse.

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Applecross Bucht mit Denkmal zur Eröffnung der 2. Verbindungsstrasse

Bei Applecross angekommen bot sich noch eine Überraschung. Ein Rudel Hirsche hielt sich am Strand auf und ignorierte die Schaulustigen, die sich mit Fotoapparaten heranpirschten. Wir hatten einen guten Blick vom Parkplatz der Heritage. Dort hatten wir bei unserem ersten Besuch damals schon übernachtet und wollten das auch dieses Mal.

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Abends liefen wir in die Siedlung vor. Wir wollten im Pub zu Abend essen, ich natürlich Haggis, das Nationalgericht der Schotten. Es war wieder total lecker. Mein Partner hielt sich lieber an die bekannten Fish and Chips.

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Als wir zu unserem Fahrzeug zurück kamen, standen 2 weitere Fahrzeuge zum Übernachten dort. Am Strand hatten junge Leute Zelte aufgebaut.

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Wir genossen die Abendstimmung und die schöne Sicht hinüber auf die Inseln Raasay und Skye.

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Der morgendliche Hundespaziergang wurde von 2 Junghirschen beobachtet. Jana war natürlich an der Leine, aber die beiden interessierten sie auch nicht.

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Friedhof bei der Heritage

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Blick von unserem Schlafplatz zur Siedlung

Wir verliessen Applecross Richtung Lochcarron und fuhren dafür über den Rinderpass. War sehr gespannt, was wir vor 5 Jahren alles an Ausblicken verpasst hatten.

Es boten sich grandiose Aussichten von der Passstrasse aus, die Morgenstimmung tauchte alles in ein ganz besonderes Licht.

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Blick hinunter zum Loch Carron

Vielleicht war es gut, dass wir damals nicht wussten, welche steilen Abhänge sich hinter dem Nebel  verborgen hatten. Uns wäre gar nicht wohl gewesen dabei.

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entlang des Wassers….

Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir entlang der Atlantikküste Richtung Süden. Weit wollten wir an diesem Tag nicht fahren, sondern spätestens nach dem Mittag einen Platz zum Bleiben ansteuern.

Den ersten Fotostopp legten wir am Loch Assynt bei der Ruine Ardvreck Castle ein. Sie bot so ein richtiges Postkartenmotiv.

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Nördlich von Ullapool verliessen wir die Hauptstrasse und bogen Richtung Rhue auf eine kleine Strasse ab. Wir waren einfach neugierig. Vielleicht könnte man dort ja einen Spaziergang mit Jana machen. Wegen der freilaufenden Schafe wurde es aber nur eine kleine Runde an der Leine. Die Weide war nur zum Meer hin abgetrennt.

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Wir beobachteten noch die Einfahrt der Fähre in die Bucht Loch Broom, mit Ziel der Hafen von Ullapool, bevor wir wieder zur Route zurückkehrten.  Der kleine Abstecher hatte sich auf alle Fälle gelohnt.

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Die Gelegenheit zu ausgedehntem Laufen mit Jana ergab sich kurz darauf in einem Flusstal.

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Auf der Weiterfahrt folgten wir am Loch Maree einem Wegweiser zu einem Picknickareal. Eine enge Strasse führte direkt hinunter ans Wasser und dort gab es mehrere durch Grünstreifen abgetrennte Parkfelder. Wir hatten von unserem Stellplatz aus einen wunderschönen Blick auf den See.

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Loch Maree ist ein Süsswassersee, der in der Eiszeit durch Gletscher entstand und gleichzeitig der viertgrösste See Schottlands.

Dort blieben wir den Rest des Tages und auch über Nacht. Ausser uns standen nur noch 2 einheimische Wohnmobile dort, gegen Abend kamen noch 3 Fahrzeuge dazu. Aber es war genug Platz für alle. Auch eine Polizeistreife fuhr mal durch, grüsste aber nur freundlich und kehrte wieder um.

Jana genoss es am Wasser zu sein, das war für sie ein Stück Freiheit.

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Der Norden Schottlands

Am frühen Nachmittag erreichten wir den Damm über die grosse Bucht Kyle of Tongue und überquerten ihn Richtung Westen. Schon von den Bergen oberhalb Tongues hatten wir einen schönen Blick darauf.

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So langsam schauten wir nach einem Platz zum Bleiben und Übernachten. Direkt nach der Dammüberquerung gab es einen schönen grossen Parkplatz. Aber darauf und auf der Strasse waren einige Schafe mit ihren Jungen. Ohne Hund wäre das kein Problem gewesen, aber so genossen wir nur die Sicht auf die Bucht und fuhren dann weiter.

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Blick auf den Damm vom Parkplatz aus

Der Weg führte uns um die Bucht Loch Eriboll herum nach Balnakeil, das liegt ca. 1 Kilometer nordwestlich von Durness Richtung Küste. Auf der Strecke dorthin waren wir an einigen schönen Stellplätzen vorbei gekommen, aber alle waren überfüllt. Nach der einsamen Fahrt durch die Highlands war dies das krasse Gegenteil.

Auf einem Schotterplatz gegenüber der denkmalgeschützten Ruine der Kirche von Balnakeil fanden wir gerade noch einen Parkplatz. Also fiel auch dieser Ort als Tagesendziel aus, aber wir machten wenigstens einen kleinen Spaziergang.

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Ich entdeckte dort sogar noch ein kleines Stückchen Strand, wo keine Menschen waren und Jana ins Wasser konnte.

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Nach dieser Pause fuhren wir zurück nach Durness und von dort aus weiter Richtung Süden. Wenige Kilometer nach dem Ort sahen wir am Abzweig zur Fähre zum Cape Wrath einen schön gelegenen Picknickplatz, auf dem nur 2 Campingbuse standen. Sogar einen Imbissstand gab es dort und ich fragte vorsichtshalber nach, ob Übernachten erlaubt sei. Kein Problem meinte die junge Frau hinter der Theke.

Es war ein ruhiger Platz mit Blick auf die kleine Fähre und eine Farm mit einer grossen Schafherde in einem eingezäunten Gelände und mehreren Border Collies.

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Gehege mit Border Collie-Familie

Dort wollten wir bleiben. Einige Schafe hatten sich selbständig gemacht und ein Mutterschaf stand mit ihrem Kleinen am Strand unten.

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Der Farmer startete sein Quad, einen Border Collie zwischen den Beinen und fuhr zu den Ausreisern. Der Hund erledigte seine Aufgabe mit Bravour, er trieb die Schafe zum nächsten Gattertor, das der Farmer inzwischen geöffnet hatte. Das war sehr interessant zu beobachten.

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Leider war es dann mit der Ruhe vorbei. Es kam ein PKW mit Wohnwagen, sie fuhren auf die Wiese neben uns, holten 3 Hunde raus und pflockten sie hinter dem Wagen an. Danach koppelten sie das Auto ab und fuhren davon. Erst nach über einer Stunde kamen sie zurück. Die Hunde hatten die ganze Zeit über gebellt, sobald sich jemand auf dem Picknickplatz bewegte oder Radfahrer vorbeifuhren. Als die Besitzer zurück kamen freuten sich die Hunde sehr, aber keiner der beiden kümmerte sich um sie oder begrüsste sie. Dann packten sie noch ein Stromaggregat aus, das sie mit lautem Getöse zum Laufen brachten. 

Das wollten wir uns nicht antun. Wir packten also zusammen und fuhren weiter. Es ging durch eine endlose Moorlandschaft.

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Bei Rhiconich folgten wir einem Wegweiser zum Loch Clash und konnten herrliche Ausblicke geniessen.

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Pier am Loch Clash

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Am Pier Loch Clash gab es einen offiziellen Stellplatz mit Ver- und Entsorgung. Ein Hinweisschild wies darauf hin, dass nicht mehr als 5 Wohnmobile dort stehen sollten und diese standen bereits da. Also hiess es für uns weiter suchen. Aber wir wurden mit folgender traumhaften Abendstimmung reichlich entschädigt.

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Jetzt wurde es aber wirklich Zeit einen Übernachtungsplatz zu finden, der Tag war schon lang. Wir fuhren die Stichstrasse zurück und dann weiter auf der Hauptroute zur Westküste.

Dort fanden wir noch in der Höhe einen Aussichtspunkt mit Picknickplatz. Ausser uns übernachtete nur noch ein weiteres Wohnmobil. Man hatte eine schöne Aussicht auf ‚Lochlannach‘. Das ist gälisch, was es genau bedeutet weiss ich nicht, es stand zumindest so auf einer Hinweistafel. Es ist die Bucht oberhalb von Kylesku.

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Beim Abendessen schauten wir aus dem Fenster und entdeckten einen äsenden Hirsch in unmittelbarer Nähe. Das Foto wurde durch die Scheibe gemacht, deswegen die schlechte Qualität. Später sahen wir ihn direkt neben der Strasse. Er liess sich auch durch vorbeifahrende Autos nicht stören, hob höchstens mal kurz den Kopf und frass dann weiter.

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Am nächsten Morgen sah ich beim Spaziergang mit Jana dann auch eine Hirschkuh. Auch sie war die Ruhe selbst, obwohl sie uns gesehen hatte. Die Tiere sind anscheinend an Menschen und Fahrzeuge gewöhnt und zeigen keine Angst. Das war eine schöne neue Erfahrung.

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Morgenstimmung vor der Abfahrt

 

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…weiter durch die Highlands

Weiter ging es durch die stillen und einsamen Highlands.

Loch Naver kam in Sicht. Der See lag idyllisch eingebettet in der hügeligen Landschaft.

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Auch dort waren wir ganz alleine unterwegs, nur vereinzelte Mauerreste zeugten davon, dass hier vor langer Zeit mal Menschen gewohnt hatten.

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Am westlichen Ende von Loch Naver lag der kleine Weiler Altnaharra, bekannt durch sein seit 1820 bestehendes Hotel, das bei Anglern, Jägern und Bergsteigern beliebt sein soll. Uns zog es weiter Richtung Norden.

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Es wurde Zeit mit Jana einen längeren Spaziergang zu machen und wir suchten eine Gelegenheit dazu. Diese fanden wir ganz in der Nähe von Loch Logal.

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Am See selber gab es leider keine Wege, aber bei einem leerstehenden Haus war ein wunderschönes Plätzchen zum Rasten und Laufen.

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Dort hätte man sicher sehr gut übernachten können, aber wir wollten noch bis zur Nordküste fahren.

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links Loch Craggie – rechts Ende des Loch Logal

Die Tage vergingen wie im Fluge und die Hälfte des Urlaubs war schon vorbei. Es lag aber noch viel Schönes vor uns.

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Durch die Einsamkeit der Highlands

Hinter Lairg begann die Einsamkeit. Wir fuhren durch eine traumhafte Landschaft in Richtung Tongue, das an der Nordküste Schottlands liegt und begegneten über Stunden nur sehr selten einem anderen Fahrzeug. 

Lasse am besten einfach mal die Bilder sprechen:

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Um den kleinen Weiler Crask herum grasten ein paar Schafe.

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Crask besteht nur aus 2 Gebäuden, einer Farm und dem Crask Inn, das sicher eines der abgelegensten Pubs ist. Wäre nicht erst Vormittag gewesen, hätten wir dort sicher eine Rast eingelegt. Es machte einen sehr einladenden und freundlichen Eindruck.

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An den Schafen konnte ich einfach nicht vorbei fahren ohne ein paar Bilder zu machen. Die ganze Atmosphäre dort strahlte eine wohltuende Ruhe und Gelassenheit aus.

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Lairg – Blickpunkte abseits der Strasse

Der letzte grössere Ort auf der Strecke vor der endlosen Weite und Einsamkeit der nördlichen Highlands, war Lairg am südöstlichen Ende von Loch Shin.

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Diese Gegend musste Ende des 18. Jahrhunderts als erste unter der Vertreibung der Bevölkerung, den sogenannten Highland Clearances, leiden, weil der Duke of Sutherland Platz für Schafe schaffen wollte. Teils mit grosser Gewalt wurden Dörfer zerstört, die Menschen zur Auswanderung gezwungen oder an die Küste umgesiedelt, um die Schafzucht flächendeckend einzuführen. Das ist nur eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse, bei denen nur in der Grafschaft Sutherland mehr als 15000 Menschen vertrieben wurden.       Erst ab 1919 ging es mit Lairg wieder aufwärts und 1924 wurde es der erste Ort der Highlands, der durch einen Dieselgenerator mit Strom versorgt wurde.

Auf dem Loch Shin fiel mir am Ortsrand von Lairg auf einer Miniinsel ein kleines Häuschen auf. Neugierig geworden, suchte ich auf der Tafel am Ufer nach Hinweisen darüber.

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Der Legende nach wurde 1824  am Loch Shin dieses Haus vom Wilderer Jock Broon errichtet, der Land von einem Laird geschenkt bekommen hatte, um zu lernen wie man Whisky destilliert. Er starb kurz darauf bei einem Jagdunfall. Vor ca. 20 Jahren wurde Broons Haus ihm zu Gedenken als Schwimmkörper gebaut und mit dem Boot auf die kleine Insel gebracht.

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Ganz in der Nähe, auf der anderen Seite der Strasse, entdeckte ich diese holzgeschnitzte Tafel. Sie stand an einem eingezäunten Gelände, das man aber durch Öffnen eines Tores betreten konnte.

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Dort hatte man für ältere und behinderte Menschen einen Weg hinauf zur Kirche angelegt, der weniger steil, dafür aber etwas länger war. Am Wegrand gab es viele Ruhebänke und verschiedene geschnitzte Tiere.

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Finde das eine wunderbare Idee ! Eine Oase zum Ausruhen und durch den geschlossenen Bereich könnte man auch die Kinder diese frei erkunden lassen und müsste keine Angst haben, dass sie auf die Strasse laufen. Die Tore unten am Parkplatz und oben an der Kirche haben einen kindersicheren Verschluss.

Es lohnt sich wirklich dort einen Halt einzulegen und sich ein wenig Zeit zu nehmen für die Blickpunkte am Wegesrand.

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Wir verlassen die Ostküste

Um weiter Richtung Norden fahren zu können, mussten wir erstmal die Halbinsel wieder verlassen und dazu fuhren wir auf der westlichen Küstenstrasse zurück bis zu einer Brücke über den  Cromarty Firth.

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Nach der Überquerung bogen wir sofort nach rechts ab und folgten der Küstenstrasse Richtung Norden bis nach Tain am Dornoch Firth. Dort hielten wir uns westwärts.

Wir hatten die Küste verlassen und wollten durchs Landesinnere in den nordwestlichen Teil Schottlands fahren. Vor einer Brücke über dem Zusammenfluss des Dornoch Firth und des Kyle of Sutherland beim Dorf Bonar Bridge entdeckten wir einen grossen Picknickplatz.

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Dort wollten wir bleiben und auch übernachten. Ein Wohnmobil hatte sich im Hintergrund des Platzes schon häuslich eingerichtet. Wir blieben im vorderen Teil, wo mehrere Parkbuchten angelegt waren. Sogar ein Toilettenhäuschen gab es dort.

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Von der Brücke aus hatte man einen schönen Blick über den Kyle….

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….und über den Dornoch Firth.

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Nach einer ruhigen, aber mit 0 Grad sehr kalten Nacht setzten wir am nächsten Morgen unsere Fahrt fort.

Vorbei am Carbisdale Castle, wo während des 2. Weltkrieges der norwegische König und der Kronprinz im Exil lebten und das danach bis 2011 als Jugendherberge genutzt wurde, machten wir einen Abstecher zu den Falls of Shin.

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Die Falls of Shin sind Stromschnellen und Wasserfälle im River Shin, dem Abfluss vom Loch Shin.

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Dort sollte man Lachse springen sehen, die zu ihren Brutstätten gelangen wollten. Wir liefen zu den Aussichtsplattformen hinunter und schauten gespannt auf das tosende Wasser. Aber leider konnten wir keine Lachse entdecken, obwohl wir längere Zeit dort standen.

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Laut Hinweistafel wären die Lachse im Oktober und November am aktivsten. Schade, aber es hatte sich landschaftlich trotzdem gelohnt dort Halt zu machen.

 

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Von Inverness bis Cromarty

Kurz vor Inverness zogen Wolken auf und es begann zu regnen. Das war das erste Mal, seitdem wir von daheim gestartet waren und wir konnten uns wirklich nicht beklagen.

Inverness ist die Hauptstadt der schottischen Highlands und hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Das Culloden Schlachtfeld, auf dem die Schotten 1746 die letzte Schlacht gegen die Engländer verloren, ist ganz in der Nähe. Schottland wurde damals seine nationale Selbstbestimmung entzogen und die Highland Clans zerschlagen.

Leider wurden 1960 im Zuge der ‚Modernisierung‘ viele alte Gebäude abgerissen und durch Betonbauten ersetzt. 

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im Hintergrund Inverness Castle

Wir fanden einen Parkplatz direkt am Ufer der Ness, die in Inverness in den Moray Firth (Meeresbucht der Nordsee) mündet. Von dort aus erkundeten wir das Zentrum der Stadt.

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Danach ging es weiter zum Loch Ness. Muss ehrlich sagen, dass ich mir mehr davon erwartet hatte. Vielleicht wirkte es auch durch den ausdauernden Nieselregen etwas trostlos.

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Auf alle Fälle war es viel zu touristisch, überall Souvenirstände und Essbuden, Parkplätze voller Omnibusse. Das machte keinen Spass und so änderten wir unseren Plan. Wir bogen vom Loch Ness ab, um auf der nicht weit entfernten Halbinsel zwischen Cromarty – und Moray Firth nach einem Übernachtungsplatz zu suchen.

Entlang der Ostküste  gab es einige offizielle Stellplätze am Moray Firth, die aber voll belegt waren. Wir fuhren weiter bis ans Ende der Halbinsel und dort fanden wir am Ortsausgang von Cromarty direkt am Wasser einen kostenlosen Freisteherplatz auf einer Wiese.

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das Foto wurde am nächsten Tag bei Sonnenschein aufgenommen 😉 –  der Blickwinkel täuscht, es war genug Platz für 4 – 5 Wohnmobile

Zwar war der Wendeplatz des Buses in der Nähe, aber das störte überhaupt nicht. Inzwischen war zum Regen noch stürmischer Wind aufgekommen. Das hielt mich aber nicht von einem Spaziergang ab, ausserdem musste Jana sowieso raus. Wir mussten uns ganz schön gegen den Wind stemmen, aber es war trotzdem ok.

Am nächsten Morgen nach dem Erwachen schien wieder die Sonne bei strahlend blauem Himmel. Ausser den schneebedeckten Bergen im Hintergrund erinnerte nichts an das schlechte Wetter vom Vortag.

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Vor der Weiterfahrt erkundeten wir noch den wirklich schönen Ort. 

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