Cavalaire sur Mer

Von der Halbinsel Giens fuhren wir die Küstenstrasse weiter Richtung Saint Tropez und erreichten nach kurzer Zeit den Ort Cavalaire sur Mer. Dort hatte noch ein Campingplatz offen, der „Camping de la baie“ ….dazu später mehr.

Dieser Ort war noch voller Leben, bot zahlreiche noch offene Restaurants und viele Läden zum Bummeln, aber alles relativ teuer. Aber irgendwie fehlte der Charme, das ist jedoch mein persönlicher Eindruck. In den 3 Tagen unseres Aufenthalts suchte ich vergeblich irgendwelche verträumte Ecken oder besondere Plätze.

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Das Schönste waren die Spaziergänge mit Jana am frühen Morgen kurz vor dem Sonnenaufgang am noch menschenleeren grossen Sandstrand. Die Ruhe dort und die besondere Stimmung des erwachenden Tages waren einfach herrlich.

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so langsam geht die Sonne auf..

 

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Der Strand neben dem Hafen war zumindest am Morgen auch der einzigste Ort an dem Jana sich austoben konnte. Sonst fand sich in der ganzen näheren und weiteren Umgebung des Campingplatzes keine Grünfläche dafür, nicht einmal ein Spazierweg ausserhalb der befahrenen Strassen. Bis ans  Meer waren es ca. 500 Meter und das mitten durch den Ort. Für Hundebesitzer also nicht so ideal.

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Am späten Nachmittag spazierten wir dann immer zusammen an den Strand. Dort bot sich ein total gegensätzliches Bild wie morgens. Die zahlreichen Restaurants am Hafen waren voll besetzt, am Sandstrand lagen die Sonnenhungrigen und es wurde noch eifrig gebadet. An einem kleinen Stück Strand zwischen Hafenmauer und im Sand liegenden Booten war Platz, damit Jana zumindest ein bisschen ins Wasser konnte. Ansonsten herrschte Hundeverbot bis abends 21.00 Uhr. Anschliessend bummelten wir entlang der Yachten durch den Hafen und beendeten den Ausflug in einem der Lokale bei einem Eis oder auch mal ein Bier, je nach Lust und Laune.

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Nach 3 Nächten entschlossen wir uns – hauptsächlich wegen den ungünstigen Bedingungen mit einem jungen Hund – wieder ein Stück an der Küste zurück zu fahren, das aber schon mit Blick auf den Heimweg. Uns blieben nur noch 2 Nächte, dann mussten wir wieder Richtung Norden. 

 

Der Campingplatz “ de la baie“ liegt zentrumsnah im Ort, ca. 500 Meter vom Yachthafen und Sandstrand entfernt.

Er wiess sogar 4 Sterne auf, wohl vor allem wegen dem beheizten Schwimmbad, das auch bei unserem Besuch Anfang November noch in Betrieb war.

Dafür hatte alles andere wie das Restaurant, der Laden und der Bäcker schon geschlossen. Wollte man frische Baquette oder Croissants zum Frühstück musste man in den Ort laufen.

Auch die sanitären Anlagen waren nicht mehr alle offen, die Sauberkeit liess aber zu wünschen übrig.

Was mir negativ auffiel war das unfreundliche Personal. Es machte einen gestressten Eindruck, obwohl der Platz höchstens zur Hälfte belegt war. Uns wurde bei der Anreise sogar ein Platz zugewiesen der schon belegt war.

Die Stellplätze war ausreichend gross, leider für diese Jahreszeit zu schattig, was aber im Hochsommer sicher ein Vorteil ist. Jetzt im Spätherbst hatten wir ca. 2 – 3 Stunden Sonne pro Tag. Mit dem Schatten kam dann auch die Kühle.

Ausser den Stellplätzen gab es noch zahlreiche Mobilheime.

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Pro Nacht zahlten wir 19,– Euro Komplettpreis. WIFI hätte man auch hier bezahlen müssen, aber wie gesagt, im Urlaub brauche ich das nicht.

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Halbinsel Giens, Côte d‘ Azur

Die Halbinsel Giens liegt zwischen Toulon und Saint-Tropez am westlichen Ende der Côte d‘ Azur. Auf dem Weg nach dem gleichnamigen Ort Giens im äussersten Süden der Halbinsel durchquerten wir zuerst Hyères und fuhren dann entlang einer grossen Lagune. Dort in der ehemaligen Salinenanlage waren sogar einige Flamingos zu sehen. 

Der Empfang auf dem noch offenen Campingplatz “ La Tour Fondue“ war sehr freundlich (Bilder und Kurzbeschreibung zum Platz stelle ich an den Schluss dieses Berichtes).

Unser erster Weg nach dem Abstellen des Wohnmobiles führte natürlich runter ans Meer.

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Als erstes fielen die vielen Taucher auf, die unten am kleinen Hafen unterwegs waren. Anscheinend hat die Unterwasserwelt von Giens einiges zu bieten. Neben vielen Fischarten sind dort auch einige Wracks zu entdecken.

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Auch Ausflugsschiffe und Wassertaxis zu den nahen Iles d’Or (goldenen Inseln) lagen abfahrbereit vor Anker. Die autofreie Insel Porquerolles ist die grösste Insel dieser Gruppe und kann nach nur 20-minütiger Fahrt erreicht werden.

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Sonnenuntergang

Auf einem dem Hafen vorgelagerten Felsen liegt die Festungsanlage La Tour Fondue aus den Jahr 1634.

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Von dort aus hatten wir einen schönen Blick hinüber zur Insel Porquerolles und auf andere Festungen der Iles d‘ Or.

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Nach einem Rundgang trieb uns der Hunger zurück zum Wohnmobil. Jetzt wussten wir, dass es beim Hafen neben vielen Ferienwohnungen auch 2 Restaurants, einen Obst- und Gemüsehändler und eine Bäckerei mit einem kleinen Sortiment an Lebensmitteln gab.

Am nächsten Morgen war ich schon vor Sonnenaufgang mit Jana unten am Wasser und genoss die wunderschöne Stimmung dort.

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Mit der höher steigenden Sonne kamen dann auch die ersten Taucher und fuhren im Konvoi hinaus aufs Meer.

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Im Taucherclub herrschte rege Betriebsamkeit und es wurden immer voller dort. Das war der Zeitpunkt für mich, um fürs Frühstück zurück auf den Platz zu kehren, nicht ohne vorher frische Croissants und Baquette geholt zu haben.

Gegen Mittag suchten wir eine kleine Sandbucht neben dem Hafen auf, damit Jana ein bisschen umhertollen und auch schwimmen konnte. Wir liefen auch ein Stück auf dem Küstenpfad.

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Leider war er sehr eng und ungesichert. Teilweise ging es direkt neben dem Weg steil hinab und man konnte bei „Gegenverkehr“ kaum ausweichen. Das war uns mit einem jungen Hund zu gefährlich. So hielten wir uns noch eine Weile in der Sandbucht auf und gingen dann wieder zurück. Jana war vom ungewohnten Schwimmen sehr müde und schlief erstmal.

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Gegen Abend erkundete ich die andere Richtung, aber dort ging es nach einer kurzen Strecke mit steilen Stufen hinunter an Wasser und dann weiter über die Felsen. Auch das war nicht geeignet für einen erst 5 Monate alten Hund, der zudem ja noch keine Treppen gehen sollte. Wäre Jana erwachsen wäre das kein Problem und sicher ein sehr schöner Ausflug gewesen. So betrachtete ich von meinem Standort aus die Felsenküste mit ihren kleinen Sandbuchten.

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Nach einem Aufenthalt von 2 Nächten fuhren wir ein kurzes Stück der Küste entlang Richtung Osten. Der Campingplatz wollte am nächsten Tag schliessen und wir hatten im Führer nicht weit entfernt noch einen weiteren offenen Platz gefunden. Aber wir waren sicher nicht zum letzten Mal auf dieser Halbinsel. Dort konnte man wirklich im Spätherbst noch schöne angenehm warme Tage verbringen.

 

Der Campingplatz „La Tour Fondue“ist ein ruhiger Platz am Meer, von den meisten Stellplätzen, die alle grosszügig und meist schattig angelegt sind, sieht man es allerdings nicht. Zu Fuss ist man in 5 Minuten am kleinen Hafen, zu den kleinen Buchten sind es 300 Meter, zu einem breiten Sandstrand 2 – 3 Kilometer. Der Platz war noch sehr gut belegt, aber er war auch einer der wenigen, der überhaupt noch offen hatte.

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Die Betreiber waren sehr freundlich und hilfsbereit, sprachen auch gut deutsch. Das Restaurant hatte schon geschlossen, aber der kleine Laden war am Vormittag von 8 bis 12 Uhr noch offen und bot frische und sehr leckere Backwaren.

Die sanitären Anlagen waren nicht nach Männer und Frauen getrennt, aber sehr sauber. Schon morgens um 7.00 Uhr wurde das erste Mal geputzt.

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Wir zahlten mit der ACSI Karte pro Nacht 17,– Euro Komplettpreis mit Strom. WIFI hätte man bezahlen müssen, aber wir verzichteten darauf.

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..der Sonne entgegen

Nachdem wir im Sommer nur eine kurze Tour mit dem Wohnmobil unternommen hatten und ich irgendwie Heimweh nach dem Meer hatte, entschlossen wir uns Ende Oktober meine einwöchigen Herbstferien für einen Urlaub im Süden zu nutzen. Den Wetterprognosen nach entschieden wir uns für Südfrankreich.

Für den Weg nahmen wir uns wie immer 2 Tage Zeit, da wir Mautstrecken vermeiden. Es macht einfach mehr Spass und man sieht Orte und Landschaften, die man sonst weitläufig umfahren würde. Den Übernachtungsort auf der Runterfahrt kannten wir auch schon von unserer letztjährigen Herbstfahrt in die Provence…Aix les Baines. Wir standen sogar wieder auf dem gleichen kostenlosen Parkplatz, ausserhalb eines Campingplatzes. Der einzige Unterschied war, dass dieses Mal noch weitere 4 Wohnmobile dort übernachteten. Zwischen uns und dem See lag nur eine Grünfläche. Das war ideal für den Abendspaziergang mit unserer kleinen Hündin Jana vor dem Dunkelwerden (Eindrücke vom See sind im unten stehenden Link).

https://traeumerleswelt.wordpress.com/2015/11/09/lac-du-bourget-versteckt-im-nebel/

Nach einer ruhigen Nacht und einem schönen Morgenspaziergang entlang des Sees – dieses Jahr ohne Nebel – bis zum nahe liegenden kleinen Hafen ging es weiter Richtung Süden. Über Chambéry und Grenoble fuhren wir auf einer sehr gut ausgebauten Strasse entlang des landschaftlich wunderschönen Drôme Gebietes Richtung Sisteron. An dieser Strecke fielen mir zahlreiche schöne Plätze, teilweise direkt am Fluss auf, die sich auch sehr gut zum freien Übernachten mit dem Wohnmobil eignen würden. Schöne Wanderungen oder Spaziergänge wären dort auch möglich.

In Sisteron machten wir einen Fotostopp, den wir auch für eine kleine Gassirunde mit Jana nutzten.

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Weiter ging es über Les Mées…..

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Blick zurück

…und Vinon sur Verdon. Wir fuhren durch Olivenhaine und es war richtig warm geworden. Den Morgenspaziergang in Aix les Baines hatte ich wegen den sehr kühlen Temperaturen noch mit einer dicken Jacke gemacht, diese brauchten wir jetzt nicht mehr.

Hinter Brignoles war es nicht mehr weit bis zu unserem Ziel Giens, einem Ort auf der Halbinsel bei Hyères.

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Lac Souterrain de Saint-Léonard

Während unseres Kurzurlaubes in der Schweiz besuchten wir im Wallis den grössten natürlichen unterirdischen See Europas. Er liegt in St. Léonard im französisch-sprachigen Teil zwischen Sion und Serre.

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Saint Léonard

 

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Blick vom Eingangsbereich der Höhle

 

Die Grotte war den Bewohnern von St. Léonard schon lange bekannt, aber erst 1943 wurde sie vom Höhlenforscher Jean-Jacques Pittard erforscht. Damals reichte der Wasserspiegel bis fast an die Decke. Durch ein starkes Erdbeben 1946 entstanden Risse in der Höhlenwand, durch die ein Teil des Wassers abfloss und der Wasserspiegel des Sees sank. Dadurch konnte die Höhle 1949 für Besucher zugänglich gemacht werden. Es werden geführte Bootsfahrten angeboten.

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Ausstellungsraum nach der Kasse

 

Wir waren am frühen Vormittag bei der Höhle und konnten schon nach einer kurzen Wartezeit an der zweiten Bootstour des Tages teilnehmen. Die Gebühr von 10,– CHF pro Person fand ich angemessen. Der Führer, ein junger Mann, der das in der Freizeit als Ferienjob macht, erklärte alles sehr kompetent in 3 verschiedenen Sprachen.

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Der See misst 300 Meter Länge und 20 Meter Breite, an der breitesten Stelle ist er 29 Meter breit. Die Gesamtfläche beträgt 6000 Quadratmeter. Die Temperatur in der Grotte beträgt Sommer und Winter 15 Grad, die Wassertemperatur konstant 11 Grad. Mit ausgesetzten Forellen wird die Qualität des Wasser überprüft. Die Fische schienen sich sehr wohl zu fühlen, man konnte sie im glasklaren Wasser munter umherschwimmen sehen.

Die Höhlenwände weisen verschiedene Gesteinsarten wie Gips, schiefer und Marmor auf, der Boden des Sees besteht aus eisenhaltigem Lehm.

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Bei starkem Regen fliesst Wasser durch verschiedene Kamine in Form von Wasserfällen in den See. Durch die Risse fliesst es aber auch wieder ab, so dass die Wasserhöhe des Sees konstant bleibt.

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Die an der Höhlendecke sichtbaren Gebirgsanker stammen von aufwendigen Sanierungen, die nach der Ablösung eines 2 Tonnen schweren Felsblocks von der Decke im Winter 2000 nötig waren, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. Nach 3 Jahren konnte die Höhle 2003 wieder für Besucher geöffnet werden. All das erzählte uns der Bootsführer.

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Am hinteren Ende des Sees ist die Grotte saalmässig erweitert. Neben einem Holzfass befindet sich eine kleine Statue der Heiligen Barbara auf dem über dem Wasserspiegel liegenden Fels.

Wegen der sehr guten Akkustik dort finden zu bestimmten Zeiten Höhlenkonzerte statt. Das muss ein ganz besonderes Erlebnis sein.

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Auf der rechten Seite des Seeendes entdeckten wir herabgestürtzte Felsbrocken. Dahinter befinden sich weitere kleine Höhlen, aber alle über dem Wasserspiegel im trockenen Fels. Sie wurden 1956 entdeckt, sind aber für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Das Boot fuhr den gleichen Weg wieder zurück zur Anlegestelle und dann ging es über die Eisentreppe wieder hinauf ans Tageslicht.

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Es war ein sehr interessanter halbstündiger Ausflug in die Unterwelt, der auch für Durchfahrende zu empfehlen ist. Die Höhle ist von Mitte März bis Anfang November täglich zwischen 9.00 und 17.00 Uhr geöffnet.

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Kurzurlaub in den Schweizer Bergen

Eigentlich wollten wir dieses Jahr in den Sommerferien die ganze Zeit daheim bleiben, weil die kleine Hündin Jana, unser neues Familienmitglied, kurz vorher bei uns eingezogen war. Aber die Eingewöhnung klappte so gut, dass wir anfangs der dritten Woche zu einer kleinen Tour mit dem Wohnmobil durch die Schweiz starteten. Geplant waren 4 Tage.

Wegen der ewigen Staus am Sankt Gotthard fuhren wir über Bern und Gstaad ins Wallis, natürlich mit mehreren Pausen. In der Nähe von Saint Léonard (das liegt im französischsprachigen Teil des Wallis zwischen Sion und Siders) suchten wir uns einen Platz zum Übernachten. Wir fanden kurz vor dem Ort den Campingplatz Valcentre.

Nach einem kurzen Blick darauf entschlossen wir uns eine Nacht zu bleiben. Ausschlaggebend war auch die überaus herzliche Begrüssung des Besitzers. Der ältere Herr war gleichzeitig noch der „Küchenchef“ des kleinen Restaurants, wie er uns mit einem Augenzwinkern erklärte. Der Preis von 28,– CHF incl. Strom war angesichts der sehr einfachen und altertümlichen, aber sauberen sanitären Anlage angemessen.

Die Anlage war grosszügig und gepflegt, den Platz konnten wir frei wählen.

Am Abend blieb die Camperküche kalt und wir besuchten das Restaurant auf dem Platz. Mir fiel auf, dass auch viele Gäste von ausserhalb es besuchten, einige aber nur für einen Apéro. Das Essen wurde frisch zubereitet und schmeckte sehr gut, die Preise waren für Schweizer Verhältnisse günstig. Den Herrn von der Anmeldung sah man dann auch wirklich ganz in weiss in der Küche werkeln.

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Restaurant

 

Am nächsten Morgen fuhren wir dann erstmal nach Saint Léonard hinein. Dort wollten wir den grössten natürlichen unterirdischen See von Europa besuchen. Über den See berichte ich aber in einem separaten Bericht.

Für Wohnmobilfahrer interessant entdeckten wir wenige Meter vor dem Eingang zur Höhle einen Stellplatz mit Wasser- und Stromanschluss für jedes Parkfeld, auch Ver- und Entsorgung ist möglich. Unter Bäumen findet man Picknicktische, dahinter ist noch ein grösserer Parkplatz auf Naturbelag ohne Strom- und Wasseranschlüsse. Die Gebühr von 10,– CHF pro Nacht kann man in der nahe liegenden Bar bezahlen.

Nach dem Höhlenbesuch ging die Fahrt weiter durch das Rhônetal Richtung Nufenen Pass. Das Wetter war sonnig und sehr warm. Die Strassen waren relativ leer, auch über den Nufenen sah man kaum Fahrzeuge, obwohl es ja Ferienzeit war.

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Kurz nach der Passhöhe  (2478 m.ü.M.) machten wir eine Pause, auch damit Jana sich ein bisschen austoben konnte. Auf die Begegnung mit einer jungen Ziege reagierte sie allerdings sehr zurückhaltend und als diese auf sie zulief, zog sie es vor sich hinter meinem Rücken zu verstecken.

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In Airolo (Tessin) angekommen fuhren wir auf der Landstrasse ein Stück Richtung Süden bis nach Biasca und von dort über den Lukmanierpass (1915 m.ü.M.).

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Auch dort nahmen wir uns Zeit für einen Spaziergang. Der Lukmanierpass ist die Kantonsgrenze zwischen Tessin und Graubünden.

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Am späten Nachmittag kamen wir in Disentis an und dort kannte mein Partner den grossen Parkplatz an der Talstation der Bergbahn. Es waren keinerlei Verbotsschilder zu sehen und so beschlossen wir dort zu übernachten.

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Es war sehr heiss und nach einem kleinen Rundgang suchten wir gerne den Schatten, den das Wohnmobil warf, auf. Um den asphaltierten Platz herum waren Grasflächen und so kam auch Jana auf ihre Kosten. Abends kamen dann noch 3 Wohnmobile aus einem südeuropäischen Land und stellten sich direkt neben uns, obwohl der Platz wirklich riesig ist und sonst alles frei war. Was dann kam, habe ich so noch nie erlebt. Zuerst beobachteten wir wie eine der Frauen mit einer Schüssel über den Platz lief und den Inhalt auf die Grasfläche entleerte. Das hiess für uns, Jana muss an der langen Leine bleiben, den Labradore fressen alles was rumliegt. Danach kam einer der Männer und pinkelte wenige Meter hinter unserem Wohnmobil ins Gras. Dass die Kinder alle bis nach Mitternacht um die Fahrzeuge herumtobten, erwähne ich nur am Rande. Aber dass am Morgen plötzlich alle Kinder im Gras hockten und dieses als Toilette benutzen und das dazu wieder nahe bei uns, dafür fehlt mir das Verständnis. Alle Wohnmobile waren sehr gross und mit einer Toilette ausgestattet. Eigentlich sind diese auch zum Benutzen gedacht.

Wir verliessen diesen Ort dann recht zügig und fuhren bei noch sonnigem Wetter über den Oberalp Pass (2044 m.ü.M.).

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Auf der Passhöhe überraschte mich ein Leuchtturm. An den konnte ich mich gar nicht mehr erinnern, war ich doch vor Jahren in meiner Motorradzeit sicher schon über diesen Pass gefahren.

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Nach kurzem Aufenthalt, es war kühl und windig geworden, ging die Fahrt wieder abwärts über Andermatt, das schon im Kanton Uri liegt.

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Malerisch zogen Wolken über den Ort.

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die Postkutsche fährt von Andermatt über den Sankt Gotthard Pass nach Airolo

 

Diese verdichteten sich aber leider auf dem Weg hinunter ins Tal und in Altdorf setzte leichter Sprühregen ein. Trotzdem beschlossen wir wie vorgesehen über den Klausenpass (1948 m.ü.M.) auf den Urnerboden weiter zu fahren. Die Fahrt verlief teilweise im dichten Nebel.

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Auf der Passhöhe lichtete er sich kurz und so konnten wir einen kurzen Spaziergang vor allem Jana zuliebe machen.

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Danach ging es weiter zum Urnerboden, wo wir eigentlich den restlichen Tag verbringen und noch eine Nacht bleiben wollten.

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Aber der Regen hielt sich hartnäckig und so war das mit einem jungen Hund keine Option. Er wollte ja auch mal springen und toben und dafür ist es im Wohnmobil zu eng. Also beschlossen wir nach einem Besuch in der Käserei, natürlich mit Einkauf von Alpkäse und Sennenbutter und einer kleinen Runde zu Fuss die Urlaubsfahrt einen Tag früher zu beenden und heim zu fahren.

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Es waren schöne erholsame Tage und die kleine Jana hatte keinerlei Probleme mit dem Leben im und ums Wohnmobil. Echt toll ! 🙂

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ein Besuch auf dem Jungfraujoch

Schon länger hatten wir eine Bahnfahrt zum Jungfraujoch geplant, es fehlte nur noch das passende Wetter. Da aber bald Jana, unser zukünftiges vierbeiniges Familienmitglied, einzieht konnten wir da nicht mehr so wählerisch sein. Wir wählten vor wenigen Wochen den Sonntag für diesen Ausflug. Zum einen war da zwar wechselhaftes, aber grösstenteils trockendes Wetter angesagt und zum anderen waren wir am Samstag den ganzen Tag nach einem Unwetter in der Nacht mit dem Trockenlegen unseres Kellers samt Garage beschäftigt.

Wir fuhren nach Interlaken. Dort ging es bei Sonnenschein mit der Wengernalpbahn über Lauterbrunnen zur Kleinen Scheidegg.

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Dies ist auf 2061 Metern Höhe die Talstation der Jungfraubahn. Leider fing dort der Nebel an. Nun trennten uns nur noch 9,34 Kilometer vom Jungfraujoch. Auf diesen letzten Kilometern hoch zum Joch hält die Bahn normalerweise an drei Stationen die im Berg liegen, dem Eigergletscher (2330 m), der Eigerwand (2864m) und dem Eismeer (3158m). Die Station Eigergletscher war leider geschlossen, die an der Eigerwand zwar offen, aber ausser dichtem Nebel oder niedrigen Wolken sah man dort nichts.

Erst am Eismeer hatten wir Glück. Die Sonne kam zeitweise durch und zeigte uns sehr beeindruckende Ausblicke. 

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Nach insgesamt ca. 2 Stunden Fahrzeit von Interlaken aus erreichten wir auf dem Jungfraujoch den „Top of Europe“ wie der höchstgelegene Bahnhof (3454m) von Europa auch genannt wird. Ich hatte mich allerdings schon beim Einsteigen in die Bahn in Interlaken gefragt, ob wir wirklich noch in Europa sind. Die Europäer konnte man an einer Hand abzählen, die absolute Mehrheit war aus Asien ;-). Die Temperatur oben betrug 3 Grad, mit einer Jacke war das kein Problem. Die Touristen waren sehr unterschiedlich gekleidet, einige vermummten sich so, dass nur noch die Augen zu sehen waren, andere wagten sich in kurzen Hosen hinaus.

Die Jungfrau (4158m) liegt neben Eiger (3970m) und Mönch (4107m) in den Berner Alpen, das Jungfraujoch befindet sich mit 3466 Metern im Verbindungsgrat zwischen Mönch und Jungfrau. Dort ist auch die Kantonsgrenze zwischen Bern und Wallis. Das Joch wurde 1912 durch die Jungfraubahn erschlossen.

Ich war vor 20 Jahren schon einmal auf dem Jungfraujoch. Damals war es noch ursprünglicher und hatte einen Hauch von Abenteuer, was mir viel besser gefiel. Dieses Mal kam es sehr kommerziell rüber mit den vielen Shops, wo es angefangen von der Schokolade bis zu teuren Uhren alles zu kaufen gab. Aber ich denke die meisten Touristen wünschen das so.

Nach dem Aussteigen liessen wir die Andenkenläden links liegen und folgten den „Tour“ Schildern, die auf einem Rundgang zu den markanten Punkten am Joch führten. Vorbei an einer Kinoleinwand kamen wir zu einem Lift, der in 27 Sekunden hoch zum Sphinx-Observatorium, dem Wahrzeichen des Jungfraujochs, gefahren wäre. Aber mein Partner hatte gesundheitliche Bedenken und ich verzichtete wegen der schlechten Sicht draussen dann auch darauf. Das Wintersportvergnügen im Sommer auf dem Aletschgletscher liessen wir auch aus. Der nächste Punkt war der Erlebnisrundgang „alpine Sensation“.

Auf einem Rollband fuhr man an Bildern aus der Vergangenheit des Tourismus in der Jungfrauregion und des Bau’s der Jungfraubahn vorbei (beim Draufklicken werden die Bilder gross)

Danach folgte der Eispalast. Diesen kannte ich noch von meinem früheren Besuch, alles andere war neu hinzu gekommen. 1934 hatten zwei Bergführer begonnen eine gewaltige Halle aus dem Eis zu schneiden. Heute hat der Eispalast eine Grösse von über 1000 Quadratmetern, an einigen Stellen bewegt er sich um bis zu 15 Zentimetern pro Jahr. Der Weg führte direkt übers Eis, war aber erstaunlicherweise kaum rutschig.

Wunderschöne aus Eis geschnitzte Skulpturen verschiedener Tierarten waren in der Halle zu bewundern.

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Wegen der Wärmeabstrahlung der Besucher wird der Eispalast auf minus 3 Grad gekühlt, Wände und Boden müssen ständig nachgearbeitet werden.

Den Abschluss der Tour bildet das Gletscherplateau. Dieses liegt unterhalb der Jungfrau am Rand des Aletschgletschers. Der Aletschgletscher ist mit 22 Kilometer Länge der grösste und längste Gletscher der Alpen und gehört schon zum Kanton Wallis.

Auf dem Plateau waren wegen des unbeständigen Wetters nicht allzu viele Menschen. Das Laufen erwies sich auf dieser Höhe als gar nicht so einfach, irgendwie waren die Knie wie Gummi :-). Wir hatten Glück , die Wolken verschoben sich manchmal und boten vereinzelte eindrucksvolle Ausblicke:

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Aletschgletscher

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Blick auf die Sphinx

Nach einer Weile gingen wir wieder hinein ins Berghaus und liefen die vielen Stufen nach unten zum Ausgangspunkt. Wir kamen an vollbesetzten Restaurants vorbei und natürlich am höchsten Uhrengeschäft der Welt und dem höchstgelegenen Schokoladenshop von Europa 😉

Zurück fuhren wir wieder über die Kleine Scheidegg und von dort hinunter nach Grindelwald, wo wir noch einen kurzen Spaziergang machten bis zur Abfahrt des Zuges nach Interlaken.

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Nachstehend noch ein Plakatbild vom Berner Oberland

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Fahrt über den Sankt Gotthard Pass

Auf dem Heimweg aus dem Tessin war bei Bellizona auf der Autobahn schon eine Wartezeit von 90 Minuten vor dem Gotthard Tunnel angeschrieben. Das wollten wir uns nicht antun und beschlossen über den Pass zu fahren. Bei Biasca verliessen wir die Autobahn und fuhren auf der Landstrasse nach Airolo und dort Richtung Sankt Gotthard Pass.

Mein Partner überraschte mich damit, dass wir nicht die ’normale Autostrasse‘ fuhren, sondern die Tremola nahmen. Die Tremola ist die alte unter Denkmalschutz stehende Passstrasse. Seit 1977 geht der Verkehr über die neue Passstrasse, aber wenn man Zeit hat kann ich die Tremola als Alternative nur empfehlen. Für mich persönlich war es das erste Mal und ich war sehr beeindruckt ! Früher fuhren die Postkutschen über die engen Serpentinen hinauf zum Gotthardpass. Den Naturbelag hatte man zwischen 1937 und 1941 durch Granitsteine ersetzt (Kopfsteinpflaster).

Hier ein paar Eindrücke von der Fahrt hinauf zur Passhöhe:

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Blick auf die ’neue‘ Passstrasse mit ihren Galerien – im unteren Teil des Bildes erkennt man auf der rechten Seite die Serpentinen der Tremola

 

 

Blick zurück – beim Draufklicken werden die Bilder gross

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kurz vor der Passhöhe

 

das linke Bild zeigt die Passhöhe

Und dann hatten wir die Passhöhe erreicht. Der See war grösstenteils noch zugefroren.

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Wir machten eine kurze Kaffeepause und liefen ein kleines Stück. Dabei kamen wir an der Militärküche vorbei und schauten auch kurz in die Kapelle hinein. Es war sehr windig, aber die Sonne wärmte doch ein wenig.

 

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altes Bild an einer Fassade

Dann wurde es Zeit an die Weiterfahrt zu denken. Wir wollten nämlich noch einen Stop an der Teufelsbrücke kurz nach Andermatt einlegen. Auch das war für mich eine Prémiere, bisher waren wir immer daran vorbei gefahren.

Der Sage nach hatten die Urner im 13. Jahrhundert vergeblich versucht eine Brücke über die Reuss zu bauen. Sie konnten die Schöllenenschlucht einfach nicht überwinden. Da rief ein Urner „Do sell der Tyfel e Brigg bue“ (da soll der Teufel doch selber eine Brücke bauen). Der Teufel kam und versprach eine Brücke zu bauen, wenn die erste Seele, die darüber ginge ihm gehören würde. Die Urner waren einverstanden und schickten eine Ziege über die fertige Brücke. Der Teufel wurde wütend, konnte die Brücke aber nicht mehr zerstören, weil eine alte Frau ein Kreuz in den Stein geritzt hatte. Soweit die Erzählung, seither heisst die Brücke Teufelsbrücke.

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Schöllenenschlucht – direkt am Felsen führt der Fussweg entlang in Richtung Göschenen

Nahe der Teufelsbrücke befindet sich bei einem kleinen Gasthaus der Franzosenplatz, der an die Schlacht zwischen Franzosen und Russen im Jahr 1799  an der Teufelsbrücke erinnert und 200 Jahre später 1999 zu Ehren der gefallenen Franzosen eingeweiht wurde.

Wenige Meter weiter errichtete Russland 1898 für seine Gefallenen ein Denkmal in Form eines in den Fels gemeisselten Kreuzes. Dieses Denkmal gehört Russland, deswegen weht dort die russische Fahne (leider wegen dem plötzlichen Nebel auf dem Foto unten schlecht zu erkennen, beim Draufklicken wird’s besser).

Inzwischen war Nebel herein gezogen und es wurde empfindlich kalt. Auch hatte Regen eingesetzt. Aber wir liessen uns vom Wetter nicht davon abhalten ein Stück der Schöllenenschlucht zu erkunden.

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Ein Teil des Weges führte durch einen unterirdischen Gang im Felsen.

Das war sehr spannend und wir wurden, nachdem wir wieder draussen waren, mit wunderschönen Ausblicken überrascht. Die Atmosphäre erschien durch den Nebel fast mystisch und irgendwie unwirklich. Auf alle Fälle war es eine gute Entscheidung gewesen an der Teufelsbrücke noch einen Halt einzulegen.

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Verzascatal

Schon lange war es mein Wunsch mal wieder das Verzascatal im Schweizer Kanton Tessin zu besuchen, aber irgendwie hatte es nie geklappt. Zwei Versuche in verschiedenen Sommern scheiterten daran, dass sich kilometerlange Autoschlangen schon am Anfang des Tales gestaut hatten.

Letztes Wochenende starteten wir kurz entschlossen einen neuen Versuch. Wir waren schon am späten Vormittag im Tessin und das Wetter war wechselhaft, also gute Voraussichten, dass nicht allzu viele Touristen den gleichen Weg nehmen wollten.

Das Verzascatal ist ein wildes und ursprüngliches Tal. Es liegt nördlich des Lago Maggiore. Der Fluss Verzasca entspringt oberhalb des Dorfes Sonogno (das gleichzeitig der Endpunkt der Fahrstrecke ist, man muss also den gleichen Weg wieder zurück fahren). Am Talausgang wird der Fluss gestaut und bildet den Lago di Vogorno, bevor er in der Magadinoebene nahe des Ticino in den Lago Maggiore mündet.

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Wir fuhren über Bellizona nach Gordolo, wo oberhalb des Ortes das Tal beginnt. Als erstes fiel uns die riesige Staumauer ins Auge, aber je höher wir kamen, um so weniger störte sie das Gesamtbild. Vom Stausee selber konnte ich leider keine Fotos machen, weil gerade dann der Himmel seine Schleusen geöffnet hatte. So schön kam er mir gar nicht vor, was vielleicht aber auch an dem grau in grau des Wetters lag.

Dann kam endlich der eigentliche Fluss in Sicht, gleichzeitig liess der Regen nach und hörte kurz darauf sogar ganz auf. Und plötzlich kam die Sonne raus. In Lavertezzo hielten wir auf einem der zahlreichen Parkplätze an, um uns die römische Doppelbrücke Ponte dei Salti näher anzusehen. Genau so hatte ich sie in Erinnerung.

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Weiter ging es durch die idyllischen Dörfer mit den typischen Verzascahäusern, auch Rustici genannt.

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Diese wurden aus grauem Stein erbaut und die Dächer mit schweren Steinplatten gedeckt. Eine Besonderheit ist auch die aus Platzgründen aussen angebrachte Treppe ins Obergeschoss, zumindest bei den alten nicht renovierten Häusern.

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Am Ende des Tales parkierten wir ausserhalb von Sonogno auf dem grossen Parkplatz, das Dorf selber ist autofrei. Es gibt hier auch einen schönen Stellplatz für Wohnmobile mit Toiletten, Ver- und Entsorgung (habe Hinweisschilder auf andere Stellplätze aber auch unterwegs in anderen Dörfern gesehen).

Von hier aus könnte man schöne Wanderungen in alle Richtungen machen, aber da wir am gleichen Tag wieder nach Hause fahren mussten beschränkten wir uns auf eine Erkundung des wirklich sehenswerten Dorfes Sonogno.

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Wir hatten Glück, es waren erst wenige Menschen unterwegs und so konnte man die Eindrücke so richtig geniessen. Das Dorf ist sehr idyllisch, einfach nur schön. Und so viel hatte sich in all den Jahren gar nicht verändert.

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Sehr gut gefielen mir auch die typischen Pergolas im Tessinger Stil mit den Sitzgruppen aus Stein.

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Ich erinnerte mich an ein Grotto hinter dem Dorf, schön am Waldrand gelegen.

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P1150459_Bildgröße ändernZiegen am Berghang auf dem Weg zum Grotto

Und wirklich, das gab es noch. Es war Mittagessenszeit und also nichts wie hinein 🙂 Es war inzwischen modernisiert worden, aber der rustikale Charakter war erhalten geblieben. Im Ofen brannte ein Holzfeuer und es war sehr gemütlich. Wir waren die ersten Gäste, aber so nach und nach füllte es sich. Inzwischen hatte draussen auch wieder der Regen eingesetzt. Natürlich bestellte ich eine Tessiner Polenta mit warmem Käse. Man hätte auch Rinderbraten dazu haben können, aber Käse aus der Gegend war mir lieber. Mein Partner liess sich eine Bergkäseplatte schmecken. Dazu gab es zumindest für mich als Beifahrerin einen Becher Rotwein serviert im typischen Geschirr.

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Man hätte ewig dort sitzen bleiben können, alle waren sehr freundlich und zugänglich. Auf Nachfrage wurde mir gesagt, dass das Grotto immer von Anfang Mai bis Ende Oktober geöffnet hat. Juli und August sei es immer sehr voll, die anderen Monate entspannter und angenehmer für die Gäste. Das Grotto hatte für Schweizer Verhältnisse sehr angenehme Preise, es ist also in jeder Hinsicht empfehlenswert ! Gäste des Grotto dürfen sogar auf Nachfrage mit dem Auto bis zum Parkplatz nebenan fahren.

P1150466_Bildgröße ändernvor dem Grotto – leider bei Regen

Auf dem Rückweg schien wieder die Sonne und so gab es noch die eine oder andere Gelegenheit um Fotos zu machen.

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Wanderung durchs Pennickental

Auch dieses Jahr besuchte ich wieder meine Thüringer Freunde.  Das Wetter war optimal. Nach den vielen Regentagen daheim im Südwesten wurde ich drei Tage von der Sonne verwöhnt und es wurde sogar bis 30 Grad heiss.

Bei diesem Wetter ist es am schönsten draussen in der Natur und beim Wandern kann man entspannen und das Zusammensein geniessen. Der Weg führte uns von Jena-Lobeda hoch zur Kernberghorizontalen, der wir eine Weile folgten, bevor wir in Richtung Fürstenbrunnen abbogen.

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Der Fürstenbrunnen ist das Quellgebiet des Pennickenbachs und liegt am Fuss der Johannisberge.

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Nach einem kurzen Aufenthalt dort folgten wir dem Bach durch das Pennickental. 

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Am Wegrand fanden wir einige Orchideenarten….

…aber auch die Ausblicke in die Sumpfgebiete entlang des Weges gefielen mir sehr gut. 

Es war überhaupt eine sehr angenehme Wanderung, die wir in Wöllnitz in der Talschenke in äusserst guter Stimmung gemütlich ausklingen liessen.  

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ein Nachmittag in Colmar…

Colmar liegt an der elsässischen Weinstrasse und ist als Hauptstadt des Départements Haut-Rhin die drittgrösste Stadt im Elsass.

Colmar war für uns ins Elsass gezogene auch der Ort, in dem man erstmal auf die Préfecture musste, um die Fahrzeuge umzumelden und den Führerschein in einen französischen umzutauschen. Dabei sah man natürlich von der Schönheit der Altstadt so gut wie nichts und nach der langen Warterei auf dem Amt fehlte hinterher auch irgendwie die Lust dazu.

Das ist jetzt aber schon viele Jahre her und wir waren seither schon einige Male zum Bummeln in Colmar. So auch diese Woche an einem sonnigen Nachmittag. Das Wetter lockte nicht nur uns, sondern auch sehr viele Touristen in die Stadt.

Colmar hat nicht nur eine wunderschöne Altstadt, sondern auch das daran anschliessende ‚Petite Venise‘ (Kleinvenedig) ist sehr idyllisch und gefällt mir sehr gut.

Hier ein paar Eindrücke von Petite Venise….

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..und wie überall im Elsass der wunderschöne Blumenschmuck

 

Marché couverture (Markthalle)

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……und der übrigen Altstadt

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Colmar ist eine sehr liebenswerte Stadt und ganz sicher mehr wie nur einen Besuch wert!

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