Ein Wochenende im Wallis

Das Osterwochenende nutzten wir für einen Ausflug in eine südlichere und damit wärmere Gegend, wo auch schönes Wetter angesagt war. Unser Ziel war die nahe Schweiz. Da wir aber keine Lust auf stundenlange Staus vor dem Sankt Gotthard hatten, fuhren wir ins Wallis. Mein Partner wollte mir den Ort zeigen, wo er früher immer Ski fuhr und im Gegenzug hatte ich das Gleiche mit Zermatt vor, das ihm bisher unbekannt war.

Die Fahrt verlief entspannt, erst kurz vor dem Genfersee wurde die Autobahn voller. Deswegen verliessen wir sie und fuhren durch die landschaftlich sehr schönen Rebberge bis  nach Conthey, wo unsere Unterkunft für 2 Nächte war.

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Conthey ist ein ruhiges Dorf unterhalb der Weinberge kurz vor Sion (Sitten) im französischsprachigen Teil des Wallis.

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Burg von Sion

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Wir brachten nach einer überaus freundlichen Begrüssung durch den Chef des Hauses – übrigens ein Schwabe – unser Gepäck aufs Zimmer und fuhren gleich weiter nach Veysonnaz, bekannt durch sein grossen Skigebiet 4 Vallées. Es ist zugleich das grösste Skigebiet der Schweiz. Zuerst ging es aber hoch nach Thyon auf fast 2100 Meter, wo wir draussen in der Sonne  sitzend erstmal einen Kaffee genossen und den wenigen Skifahrern zuschauten, die noch auf der Piste waren. Ansonsten war nur eine Hotelanlage zu sehen, unpersönlich, halt nur für die Touristen erstellt. Wieder weiter unten in Veysonnaz (1350m) liefen wir ein Stück durch den Ort, aber auch hier in dem Gebiet um die Bergbahnen nur Hotels und Ferienwohnungen, von den die meisten schon geschlossen war. Aber kurz vor der Rückkehr zum Auto entdeckte ich weiter unten doch noch ein Stück ursprüngliches Dorf. Das gefiel mir schon viel besser.

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Wieder unten im Tal machten wir erstmal einen ausgiebigen Spaziergang mit Jana, sie sollte ja auch auf ihre Kosten kommen und nicht nur an der Leine laufen müssen. Danach wurde es Zeit fürs Abendessen. Unserem einfachen, aber sehr sauberen Hotel waren 2 Restaurants angegliedert: eine Pizzeria im Untergeschoss und ein Restaurant eine Etage höher, wo morgens auch das Frühstück serviert wurde. Wir entschieden uns für die Pizzeria, dort war aber auch die Karte des Restaurants gültig. Die Pizza war echt lecker und die Preise für Schweizer Verhältnisse überraschend niedrig im unteren Bereich. Dazu das sehr freundliche Personal, da hatten wir echt Glück bei der Auswahl der Unterkunft gehabt.

Morgens war natürlich erstmal das Laufen mit Jana angesagt. Wir hatten Glück, gegenüber dem Hotel verlief ein Bach, an dessen Ufer sie frei laufen und springen konnte.

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Nach dem ausreichenden Frühstück fuhren wir ins deutschsprachige Oberwallis Richtung Zermatt. Ich war vor über 30 Jahren das letzte Mal dort und hatte das autofreie Zermatt und das Dorf Täsch, wo man in den Zug umsteigen muss, als wunderschöne Dörfer in Erinnerung mit den typischen Holzhäusern und den Lagerhäuschen auf Stelzen mit einer waagerechten Steinplatte dazwischen gegen die Mäuse. Die Dörfer auf dem Weg durch das Tal entsprachen noch dem Bild, aber schon in Täsch war das Bild ein ganz anderes geworden. Hotels, Ferienwohnungen und nur noch vereinzelt die Originalhäuser dazwischen, aus dem Bahnhof war das Matterhorn Terminal geworden. Ich hatte meinem Partner immer vorgeschwärmt von dem wunderschönen idyllischen Täsch, das ich vor Jahren besucht hatte. Davon war fast nichts übrig geblieben und ich war so enttäuscht, dass ich nicht einmal fotografieren wollte dort. Zum Glück hatte ich es in jungen Jahren sehen dürfen und so werde ich es in Erinnerung behalten.

Vor der Zugfahrt machten wir noch einen Spaziergang wegen Jana aus dem Ort hinaus und dort entdeckten wir die Fuxstein Kapelle im inneren eines Felsblocks.

In Zermatt empfing uns die laute Bahnhofstrasse mit ihren zahlreichen Schmuck- und Uhrenläden.

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Wir entschieden uns dann für die menschenleeren Nebengässchen und fanden das „alte“ Zermatt. Das hob meine Stimmung merklich 🙂 

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Wir liefen durch das ganze Dorf, bis wir dann das Matterhorn sahen. Es war schon ein beeindruckender Anblick.

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Auf dem Rückweg liefen wir am Bach entlang und kamen so in die alte Hinterdorfstrasse, wo wir einige unter Denkmalschutz stehende alte Häuschen entdeckten.

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Dann ging es mit dem Zug wieder zurück nach Täsch, von dort aus runter ins Tal und auf der anderen Seite wieder hoch nach Crans Montana. Schon auf dem Weg nach oben sah man Hochhäuser mitten in den Bergen, Flachbauten aus Beton neben Holzhäusern, schön ist anders. Auch dieser Anblick verführte mich nicht zum fotografieren.

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Blick von Crans Montana ins Tal

Abends sprachen wir dann mit dem Hotelbesitzer darüber. Er sagte, dass man Crans Montana auch das Manhattan vom Wallis nennt. Wir sassen noch eine Weile mit ihm zusammen und er bot an, sollten wir mal wieder kommen und ihm vorher Bescheid geben, er uns dann die schönsten Orte im Wallis zusammenstellen würde. Eine Panoramakarte schenkte er uns schonmal im voraus.

Am nächsten Morgen ging es dann auf Nebenstrecken quer durch die Schweiz wieder heimwärts.

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Die letzten winterlichen Tage

Den Urlaub Anfang März verbrachten wir nach den positiven Erfahrungen vor 3 Jahren wieder im Tannheimer Tal und dort in Grän in einem familiär geführten und sehr gemütlichen kleinen Hotel. Der Empfang war genau so herzlich wie beim ersten Besuch und wir verbrachten eine erholsame Woche dort.

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Ausserdem konnten wir dort noch ein wenig Schneeluft schnuppern, nachdem bei uns daheim so gut wie kein Schnee gefallen war den ganzen Winter.

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Die meiste Zeit schien die Sonne, aber auch wenn es mal schneite, war das Laufen sehr entspannend. Lange Wanderungen waren dieses Mal nicht drin. Jana war erst 9 Monate alt und da wäre die Belastung der Gelenke zu gross gewesen. Aber auch gemütliche Spaziergänge tun Körper und Seele gut.

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Am Tag vor der Abreise kehrte der Frühling ein und langsam setzte sich das Grün durch.

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Die Aufnahmen wurden alle in der Nähe des Hotels gemacht.

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Winterliche Spaziergänge am Wasser

Bei dieser im Moment herrschenden Kälte bis teilweise minus 10 Grad bleiben viele lieber daheim im Warmen. Vielleicht würde ich das ohne Hund auch so machen, aber ich muss ehrlich sagen, da würde ich viel Schönes verpassen !

Meine Spaziergänge verlaufen meistens am Wasser, egal ob auf dem Damm des Oberrheines oder an einem der kleinen Kanäle oder Weiher der Rheinauen. Alles liegt zum Glück nur wenige Minuten zu Fuss von daheim entfernt.

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auf dem Damm des Oberrheins (Grand Canal d’Alsace)

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Besonders am Morgen, wenn es kaum hell ist herrscht eine einzigartige Stimmung am Wasser. Das sind immer ganz besondere Momente für mich und ich geniesse jeden einzelnen. Besser kann ein Tag doch nicht anfangen.

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Was mir dieses Jahr besonders an den kleinen Kanälen auffällt ist, dass die sonst eher unsichtbaren Bisamratten sich in grosser Zahl auf dem Weg aufhalten und erst, wenn man kurz vor ihnen ist, ins Wasser verschwinden. Ich habe das in den vergangenen Jahren noch nie beobachtet. Vielleicht ist ja die schon langanhaltende Kälte der Grund und sie verlassen das Wasser um sich „aufzuwärmen“ – aber das ist nur Überlegung von mir. 

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Einige Bisams bleiben aber auch einfach liegen. Darunter befand sich einmal ein sehr grosses Exemplar und ich war echt froh, dass Jana, meine junge Hündin, einen respektvollen Bogen darum  herum nahm. Es wurden anscheinend schon Hunde gebissen.

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Die beiden letzten Fotos entstand vergangenen Sonntag Nachmittag an einem kleinen Naturweiher in der Nähe der Schleuse. Dort habe ich sogar zwei weisse Bisams entdeckt, aber die verschwanden leider unter Wasser bevor ich ein Foto davon machen konnte. Dafür konnte ich ein Bisam auf dem Eis festhalten 🙂

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Jahreswechsel

Wünsche all meinen Lesern einen guten Rutsch in ein gesundes und hoffentlich friedliches Neues Jahr !

Herzlichen Dank für Euer Interesse an meinen Berichten, egal ob hier bei Träumerleswelt oder auf meinem Hundeblog „Seelengefährten“ 

Lese und betrachte auch immer mit grossem Interesse Eure Beiträge und Bilder !

Freuen wir uns auf das Kommende und einen interessanten Austausch 🙂

Mit herzlichen Grüssen

 

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der letzte Tag des Jahres am kleinen Kanal paralell zum Oberrhein

 

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Regensberg

In der Vorweihnachtszeit machten wir eine kleine Ausfahrt in die nahe Schweiz. Schon des Öfteren hatten wir auf einem Hügel nahe Zürich Regensberg gesehen und uns vorgenommen es einmal zu besuchen. An diesem Sonntag setzten wir diesen Plan endlich in die Tat um.

Das Städtchen und das Schloss wurden zwischen 1200 und 1250 von den Regensberger Freiherren auf einem Ausläufer des Schweizer Jura gebaut. Es war der Sitz ihrer Herrschaft. Schon Anfang 1300 musste alles an die Habsburger verkauft werden, die verpfändeten es 100 Jahre später an die Stadt Zürich. 1417 kam es entgültig in den Besitz von Zürich und wurde zum Sitz eines Landvogtes.  1803 wurde Regensberg Bezirkshauptort, verlor diese Funktion aber 70 Jahre später wieder.

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1540 zerstörte ein Grossbrand dieses Städtchen und alle Häuser mussten von Grund auf neu errichtet werden. Es hat sich aber seinen mittelalterlichen Charakter bis heute bewahrt.

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Wir liefen durch diesen wirklich sehr schönen Ort, man fühlte sich fast wie in einer anderen Zeit. Durch einen Torbogen gelangten wir in den oberen Teil des Städtchens.

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Alles strahlte Ruhe und Gemütlichkeit aus. Denke aber, dass in der wärmeren Jahreszeit sicher sehr viele Besucher hier sind. Aber jetzt im Winter konnten wir alles in Ruhe ansehen.

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Blick vom Burghof auf das Oberdorf

 

 

 

 

 

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…zurück in den Herbst…

Für den Heimweg wählten wir eine andere Route wie auf der Fahrt in den Urlaub. Diese führte uns über Marseille – > Avignon und Valence. Für die Strecke nach Hause hatten wir 2 Tage eingeplant. So konnten wir entspannt die Mautstrecken ausser acht lassen und die unterschiedlichen Landschaften geniessen. Es lag viel Schönes am Weg zum Entdecken, aber leider fing nach dem Wochenende die Arbeit wieder an. Aber in absehbarer Zeit bin ich nicht mehr auf feste Ferienzeiten angewiesen und dann könnte man frei und ungebunden das alles nachholen.

Am Morgen waren wir bei 23 Grad und Sonne gestartet, aber je mehr wir Richtung Norden fuhren,  um so kälter und grauer wurde es. Man konnte den Temperaturen förmlich beim sinken zusehen :-).

In Valence hatten wir ungefähr die Hälfte der Gesamtstrecke geschafft und wir schauten uns nach einem Stellplatz für die Nacht um. Ca. 5 Kilometer von Valence entfernt fanden wir in Cornas, einem kleinen Weindorf am rechten Rhône Ufer einen kostenlosen Parkplatz, der auch für Wohnmobile zugänglich war, sogar mit der Möglichkeit zum Entsorgen. Von den 5 Plätzen waren schon 2 belegt, eine halbe Stunde später war er voll. 

 

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Ansicht vom Parkplatz aus

Cornas ist ein ansprechendes Dorf am Osthang des Zentralmassivs. Vom Parkplatz aus kommt man direkt in die Weinberge. Das nutzten wir für einen Spaziergang. Leider wurde es schnell dunkel und deshalb verliessen wir die Reben und liefen noch eine kleine Runde durch den Ort, auch um zu schauen was es für Einkaufsmöglichkeiten für das Abendessen gibt. Wir fanden einen Bäcker mit einer kleinen Auswahl an Lebensmitteln und eine Apotheke, nur 5 Minuten vom Stellplatz entfernt. Käse hatten wir noch, dazu holten wir ein frisches Baquette und eine Flasche Côte du Rhône. Der Wein war zwar recht teuer, aber für den letzten Abend der Reise gönnten wir ihn uns und ich muss sagen er schmeckte sehr gut – Rotwein, Baquette und französischen Käse, so lässt es sich leben :-). Später habe ich nachgelesen, dass im Weingebiet um Cornas nur die Syrah-Rebe angebaut wird.

In der Nacht wurde ich wach, weil es angefangen hatte zu regnen. Ausserdem kamen noch 2 Wohnmobile an, die sich vorne quer bei der Entsorgung hinstellten.

Am nächsten Morgen bei meiner Frührunde mit Jana war es für kurze Zeit trocken. Wir liefen erst durchs Grüne und anschliessend wollte ich mir das Dorf etwas näher ansehen. Es dämmerte erst und deshalb sind die Bilder etwas grieselig. Aber um einen Eindruck von Cornas zu bekommen denke ich reichen sie aus :-).

Cornas ist optisch zwar nicht mit den Weindörfern im Elsass zu vergleichen, aber für mich persönlich hat der Ort mehr Charme wie die Orte an der Côte d‘ Azur, die wir im Urlaub gesehen hatten. Wenn man mit offenen Augen durch die Gassen läuft, kann man schöne Winkel entdecken.

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Auf dem Rückweg holte ich beim Bäcker noch Croissants fürs Frühstück. Zurück auf dem Platz schaute aus dem benachbarten Wohnmobil ein Junge mit grossen Augen auf meine Tüte mit dem Gebäck. Seine Eltern sassen etwas gelangweilt am Tisch, oder vielleicht auch hungrig ;-). Ich dachte noch bei mir, dass der Junge sicher auch was vom Bäcker möchte und wirklich ging die Türe des Fahrzeuges auf und die Mutter fragte mich, woher ich die Backwaren hätte. Nachdem ich ihr den Weg erklärt hatte lief sie mit Sohn und Rucksack los.

Nach dem Frühstück nahmen wir den letzten Teil des Heimweges in Angriff. Es hatte wieder begonnen zu regnen.

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oberhalb von Cornas – eine Festung ? habe dazu leider keine Infos gefunden

 

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Stellplatz Cornas – Abreise

 

 

 

 

 

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Strand bei Le Lavandou

Auf der Weiterfahrt, bzw. Rückfahrt Richtung Westen an der Küste entlang hielten wir Ausschau nach einem Stellplatz in der Nähe des Wassers, wo wir die letzten beiden Tage und Nächte noch bleiben konnten.

Bei Le Lavandou wurden wir fündig. Links der Strasse ein grosser Sandstrand und rechts davon ein Hinweisschild auf einen Stellplatz ( Parking Cavalière Plage) mit Ent- und Versorgung und einigen Plätzen mit Strom. Das ganze für stolze 20,– Euro pro Nacht mit Strom. So ganz überzeugt waren wir nicht. Deshalb fuhren wir noch ein Stück weiter. Im Führer war ein schöner Platz vor einem Pinienwald direkt am Meer angegeben. Dieser Stellplatz lag wirklich sehr idyllisch, vom Wohnmobil aus hätte man direkt ins Meer können, aber leider hatte er einen Tag vorher wegen Instandhaltungsarbeiten geschlossen. Normalerweise wäre er das ganze Jahr offen. Schade ! Länger suchen wollten wir nicht, dafür waren die Urlaubstage zu kurz. Deswegen fuhren wir nach dem Einkaufen die wenigen Kilometer nach Le Lavandou zurück.

Der Stellplatz dort war auf 3 Ebenen terrassenförmig angelegt und bot ausreichend Platz. Ich erfuhr, dass der Betreiber am Abend zum Kassieren käme.

Natürlich gingen wir gleich an den Strand und der war trotz der Mittagshitze erstaunlich leer. Gut für uns, so konnte Jana umherspringen und schwimmen und das nutzte sie auch ausgiebig.

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Später schlenderten wir durch den kleinen Ort (das Zentrum war nur 200 Meter vom Platz entfernt)….

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….und den Abend bis zum Sonnenuntergang verbrachten wir dann wieder am Wasser.

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Schön, dass der Stellplatz gleich auf der anderen Strassenseite war, so konnte man mehrmals am Tag ganz nach Lust und Laune ans Wasser. Im Gegensatz zu den ersten beiden Orten war das Meer sehr bewegt. Jana machte die erste Bekanntschaft mit Wellen. Aber nach dem ersten Schreck wurde sie sehr gelassen dabei 🙂

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Oberhalb des Stellplatzes war ein kleiner Korkeichenwald, dort konnte man schön mit Jana spazieren laufen und sie auch von der Leine lassen. Unter den Bäumen lagen zahlreiche Eicheln, aber mindestens doppelt so grosse wie die in unseren Wäldern und mit ganz besonderen Hütchen. Ich sammelte einen Beutel voll für meine Enkelin als Mitbringsel aus dem Urlaub und die war dann auch ganz begeistert davon, hat viele wunderschöne Dinge damit gebastelt.

In der Dunkelheit kam dann ein Herr zum Abkassieren und er war noch nicht lange weg, da kamen 5 Wohnmobile zum Übernachten an. Diese nutzen den Strom, blieben den ganzen nächsten Tag, um den Strand und das Meer zu geniessen und verschwanden am Abend bevor der Kassierer kam wieder, aber erst nachdem sie noch entsorgt hatten und das alles kostenlos. Wir hätten da ein schlechtes Gewissen.

Natürlich ging ich auch dort frühmorgens ans Meer, die Sonnenaufgänge wollte ich mir nicht entgehen lassen. Das direkte Auftauchen der Sonne sah man leider nicht, aber wie sie die Landschaft langsam anstrahlte das schon.

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Am letzten Morgen machte ich vor der Heimreise mit Jana noch einen langen Strandspaziergang vor dem Frühstück.

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Es waren schöne Tage, die noch einen Hauch von Sommer spüren liessen.

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Cavalaire sur Mer

Von der Halbinsel Giens fuhren wir die Küstenstrasse weiter Richtung Saint Tropez und erreichten nach kurzer Zeit den Ort Cavalaire sur Mer. Dort hatte noch ein Campingplatz offen, der „Camping de la baie“ ….dazu später mehr.

Dieser Ort war noch voller Leben, bot zahlreiche noch offene Restaurants und viele Läden zum Bummeln, aber alles relativ teuer. Aber irgendwie fehlte der Charme, das ist jedoch mein persönlicher Eindruck. In den 3 Tagen unseres Aufenthalts suchte ich vergeblich irgendwelche verträumte Ecken oder besondere Plätze.

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Das Schönste waren die Spaziergänge mit Jana am frühen Morgen kurz vor dem Sonnenaufgang am noch menschenleeren grossen Sandstrand. Die Ruhe dort und die besondere Stimmung des erwachenden Tages waren einfach herrlich.

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so langsam geht die Sonne auf..

 

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Der Strand neben dem Hafen war zumindest am Morgen auch der einzigste Ort an dem Jana sich austoben konnte. Sonst fand sich in der ganzen näheren und weiteren Umgebung des Campingplatzes keine Grünfläche dafür, nicht einmal ein Spazierweg ausserhalb der befahrenen Strassen. Bis ans  Meer waren es ca. 500 Meter und das mitten durch den Ort. Für Hundebesitzer also nicht so ideal.

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Am späten Nachmittag spazierten wir dann immer zusammen an den Strand. Dort bot sich ein total gegensätzliches Bild wie morgens. Die zahlreichen Restaurants am Hafen waren voll besetzt, am Sandstrand lagen die Sonnenhungrigen und es wurde noch eifrig gebadet. An einem kleinen Stück Strand zwischen Hafenmauer und im Sand liegenden Booten war Platz, damit Jana zumindest ein bisschen ins Wasser konnte. Ansonsten herrschte Hundeverbot bis abends 21.00 Uhr. Anschliessend bummelten wir entlang der Yachten durch den Hafen und beendeten den Ausflug in einem der Lokale bei einem Eis oder auch mal ein Bier, je nach Lust und Laune.

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Nach 3 Nächten entschlossen wir uns – hauptsächlich wegen den ungünstigen Bedingungen mit einem jungen Hund – wieder ein Stück an der Küste zurück zu fahren, das aber schon mit Blick auf den Heimweg. Uns blieben nur noch 2 Nächte, dann mussten wir wieder Richtung Norden. 

 

Der Campingplatz “ de la baie“ liegt zentrumsnah im Ort, ca. 500 Meter vom Yachthafen und Sandstrand entfernt.

Er wiess sogar 4 Sterne auf, wohl vor allem wegen dem beheizten Schwimmbad, das auch bei unserem Besuch Anfang November noch in Betrieb war.

Dafür hatte alles andere wie das Restaurant, der Laden und der Bäcker schon geschlossen. Wollte man frische Baquette oder Croissants zum Frühstück musste man in den Ort laufen.

Auch die sanitären Anlagen waren nicht mehr alle offen, die Sauberkeit liess aber zu wünschen übrig.

Was mir negativ auffiel war das unfreundliche Personal. Es machte einen gestressten Eindruck, obwohl der Platz höchstens zur Hälfte belegt war. Uns wurde bei der Anreise sogar ein Platz zugewiesen der schon belegt war.

Die Stellplätze war ausreichend gross, leider für diese Jahreszeit zu schattig, was aber im Hochsommer sicher ein Vorteil ist. Jetzt im Spätherbst hatten wir ca. 2 – 3 Stunden Sonne pro Tag. Mit dem Schatten kam dann auch die Kühle.

Ausser den Stellplätzen gab es noch zahlreiche Mobilheime.

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Pro Nacht zahlten wir 19,– Euro Komplettpreis. WIFI hätte man auch hier bezahlen müssen, aber wie gesagt, im Urlaub brauche ich das nicht.

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Halbinsel Giens, Côte d‘ Azur

Die Halbinsel Giens liegt zwischen Toulon und Saint-Tropez am westlichen Ende der Côte d‘ Azur. Auf dem Weg nach dem gleichnamigen Ort Giens im äussersten Süden der Halbinsel durchquerten wir zuerst Hyères und fuhren dann entlang einer grossen Lagune. Dort in der ehemaligen Salinenanlage waren sogar einige Flamingos zu sehen. 

Der Empfang auf dem noch offenen Campingplatz “ La Tour Fondue“ war sehr freundlich (Bilder und Kurzbeschreibung zum Platz stelle ich an den Schluss dieses Berichtes).

Unser erster Weg nach dem Abstellen des Wohnmobiles führte natürlich runter ans Meer.

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Als erstes fielen die vielen Taucher auf, die unten am kleinen Hafen unterwegs waren. Anscheinend hat die Unterwasserwelt von Giens einiges zu bieten. Neben vielen Fischarten sind dort auch einige Wracks zu entdecken.

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Auch Ausflugsschiffe und Wassertaxis zu den nahen Iles d’Or (goldenen Inseln) lagen abfahrbereit vor Anker. Die autofreie Insel Porquerolles ist die grösste Insel dieser Gruppe und kann nach nur 20-minütiger Fahrt erreicht werden.

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Sonnenuntergang

Auf einem dem Hafen vorgelagerten Felsen liegt die Festungsanlage La Tour Fondue aus den Jahr 1634.

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Von dort aus hatten wir einen schönen Blick hinüber zur Insel Porquerolles und auf andere Festungen der Iles d‘ Or.

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Nach einem Rundgang trieb uns der Hunger zurück zum Wohnmobil. Jetzt wussten wir, dass es beim Hafen neben vielen Ferienwohnungen auch 2 Restaurants, einen Obst- und Gemüsehändler und eine Bäckerei mit einem kleinen Sortiment an Lebensmitteln gab.

Am nächsten Morgen war ich schon vor Sonnenaufgang mit Jana unten am Wasser und genoss die wunderschöne Stimmung dort.

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Mit der höher steigenden Sonne kamen dann auch die ersten Taucher und fuhren im Konvoi hinaus aufs Meer.

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Im Taucherclub herrschte rege Betriebsamkeit und es wurden immer voller dort. Das war der Zeitpunkt für mich, um fürs Frühstück zurück auf den Platz zu kehren, nicht ohne vorher frische Croissants und Baquette geholt zu haben.

Gegen Mittag suchten wir eine kleine Sandbucht neben dem Hafen auf, damit Jana ein bisschen umhertollen und auch schwimmen konnte. Wir liefen auch ein Stück auf dem Küstenpfad.

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Leider war er sehr eng und ungesichert. Teilweise ging es direkt neben dem Weg steil hinab und man konnte bei „Gegenverkehr“ kaum ausweichen. Das war uns mit einem jungen Hund zu gefährlich. So hielten wir uns noch eine Weile in der Sandbucht auf und gingen dann wieder zurück. Jana war vom ungewohnten Schwimmen sehr müde und schlief erstmal.

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Gegen Abend erkundete ich die andere Richtung, aber dort ging es nach einer kurzen Strecke mit steilen Stufen hinunter an Wasser und dann weiter über die Felsen. Auch das war nicht geeignet für einen erst 5 Monate alten Hund, der zudem ja noch keine Treppen gehen sollte. Wäre Jana erwachsen wäre das kein Problem und sicher ein sehr schöner Ausflug gewesen. So betrachtete ich von meinem Standort aus die Felsenküste mit ihren kleinen Sandbuchten.

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Nach einem Aufenthalt von 2 Nächten fuhren wir ein kurzes Stück der Küste entlang Richtung Osten. Der Campingplatz wollte am nächsten Tag schliessen und wir hatten im Führer nicht weit entfernt noch einen weiteren offenen Platz gefunden. Aber wir waren sicher nicht zum letzten Mal auf dieser Halbinsel. Dort konnte man wirklich im Spätherbst noch schöne angenehm warme Tage verbringen.

 

Der Campingplatz „La Tour Fondue“ist ein ruhiger Platz am Meer, von den meisten Stellplätzen, die alle grosszügig und meist schattig angelegt sind, sieht man es allerdings nicht. Zu Fuss ist man in 5 Minuten am kleinen Hafen, zu den kleinen Buchten sind es 300 Meter, zu einem breiten Sandstrand 2 – 3 Kilometer. Der Platz war noch sehr gut belegt, aber er war auch einer der wenigen, der überhaupt noch offen hatte.

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Die Betreiber waren sehr freundlich und hilfsbereit, sprachen auch gut deutsch. Das Restaurant hatte schon geschlossen, aber der kleine Laden war am Vormittag von 8 bis 12 Uhr noch offen und bot frische und sehr leckere Backwaren.

Die sanitären Anlagen waren nicht nach Männer und Frauen getrennt, aber sehr sauber. Schon morgens um 7.00 Uhr wurde das erste Mal geputzt.

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Wir zahlten mit der ACSI Karte pro Nacht 17,– Euro Komplettpreis mit Strom. WIFI hätte man bezahlen müssen, aber wir verzichteten darauf.

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..der Sonne entgegen

Nachdem wir im Sommer nur eine kurze Tour mit dem Wohnmobil unternommen hatten und ich irgendwie Heimweh nach dem Meer hatte, entschlossen wir uns Ende Oktober meine einwöchigen Herbstferien für einen Urlaub im Süden zu nutzen. Den Wetterprognosen nach entschieden wir uns für Südfrankreich.

Für den Weg nahmen wir uns wie immer 2 Tage Zeit, da wir Mautstrecken vermeiden. Es macht einfach mehr Spass und man sieht Orte und Landschaften, die man sonst weitläufig umfahren würde. Den Übernachtungsort auf der Runterfahrt kannten wir auch schon von unserer letztjährigen Herbstfahrt in die Provence…Aix les Baines. Wir standen sogar wieder auf dem gleichen kostenlosen Parkplatz, ausserhalb eines Campingplatzes. Der einzige Unterschied war, dass dieses Mal noch weitere 4 Wohnmobile dort übernachteten. Zwischen uns und dem See lag nur eine Grünfläche. Das war ideal für den Abendspaziergang mit unserer kleinen Hündin Jana vor dem Dunkelwerden (Eindrücke vom See sind im unten stehenden Link).

https://traeumerleswelt.wordpress.com/2015/11/09/lac-du-bourget-versteckt-im-nebel/

Nach einer ruhigen Nacht und einem schönen Morgenspaziergang entlang des Sees – dieses Jahr ohne Nebel – bis zum nahe liegenden kleinen Hafen ging es weiter Richtung Süden. Über Chambéry und Grenoble fuhren wir auf einer sehr gut ausgebauten Strasse entlang des landschaftlich wunderschönen Drôme Gebietes Richtung Sisteron. An dieser Strecke fielen mir zahlreiche schöne Plätze, teilweise direkt am Fluss auf, die sich auch sehr gut zum freien Übernachten mit dem Wohnmobil eignen würden. Schöne Wanderungen oder Spaziergänge wären dort auch möglich.

In Sisteron machten wir einen Fotostopp, den wir auch für eine kleine Gassirunde mit Jana nutzten.

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Weiter ging es über Les Mées…..

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Blick zurück

…und Vinon sur Verdon. Wir fuhren durch Olivenhaine und es war richtig warm geworden. Den Morgenspaziergang in Aix les Baines hatte ich wegen den sehr kühlen Temperaturen noch mit einer dicken Jacke gemacht, diese brauchten wir jetzt nicht mehr.

Hinter Brignoles war es nicht mehr weit bis zu unserem Ziel Giens, einem Ort auf der Halbinsel bei Hyères.

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