Wismar

Am frühen Nachmittag starteten wir in Lübeck und fuhren Richtung Osten. Vor 8 Jahren hatten wir die Ostsee von Travemünde bis zur polnischen Grenze erkundet, aber damals hatte ich nur 2 Wochen Urlaub und da hatten wir natürlich nicht alles gesehen. Jetzt wollten wir Neues entdecken in den wenigen Tagen die uns noch zur Verfügung standen.

Wir wählten die Strecke über Dassow und folgten der Erlebnisstrasse der Deutschen Einheit bis Wismar. Unterwegs legten wir bei Boltenhagen im Hafen eine Pause ein, die wir für einen Spaziergang mit Jana und leckeren Fischbrötchen aus dem dortigen Fischereihof nutzten. Im Hafen herrschte Aufbruchstimmung. Überall wurde abgebaut und zusammengeräumt. Die Saison war zu Ende.

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In Wismar wollten wir eigentlich auf den Wohnmobil-Stellplatz in der Nähe des Alten Hafens. Aber der war schon voll und es standen noch einige Fahrzeuge am Strassenrand. Wir fanden aber eine Alternative neben dem Erlebnisbad “ Wonnemar“. Als wir dort ankamen stand nur ein weiteres Wohnmobil dort, aber im Laufe des Nachmittags füllte sich der Platz.

Wismar ist nach Rostock die zweitgrösste Hafenstadt von Mecklenburg-Vorpommern. Die Stadt stand zwischen dem Ende des Dreissigjährigen Krieges bis 1803 unter schwedischer Herrschaft. Seit Mitte 2002 gehört die aufwendig sanierte historische Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe.

Am späten Nachmittag liefen wir durch die „Kuhweide“ Richtung Altstadt. Das Gebiet heisst so, weil es bis Mitte des 20. Jahrhunderts als Kuhweide genutzt wurde. Dort können viele Vogelarten beobachtet werden und auch Wildschweine leben im Schilfgürtel.

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Blick von der „Kuhweide“ auf Marienkirchturm und Georgenkirche

Die Altstadt gefiel mir auf Anhieb. Der Turm der Marienkirche überragte die sehr schönen Häuser. Das dazu gehörige Kirchenschiff wurde leider gesprengt, weil es durch den 2. Weltkrieg zu stark beschädigt wurde.

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Leider fing es wieder an zu regnen, aber das hielt uns (noch) nicht davon ab die Altstadt zu erkunden.

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Wir kamen auch an den relativ grossen Marktplatz mit seinen interessanten Gebäuden.

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rechts der „Alte Schwede“ aus dem Jahr 1380

Zum Abschluss wollten wir noch zum „Alten Hafen“. Aber der Regen wurde immer stärker. Deswegen verschoben wir das auf den nächsten Morgen in der Hoffnung auf besseres Wetter.

Nach einer ruhigen Nacht machten wir uns gleich nach dem Frühstück auf den Weg in den Hafen. Das Wetter meinte es gut mit uns. Man sah sogar ein bisschen blauen Himmel.

Dieses Mal wählten wir den Weg durch das bewohnte Gebiet. Im Westhafen sahen wir ein ehemaliges Kreuzfahrerschiff, das anscheinend seit 2019 als Wohnschiff für die Beschäftigten der Werften genutzt wird. Dazu wurde das Schiff an die Kläranlage angeschlossen und erhielt auch Landstrom.

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Danach erreichten wir den alten Hafen. Er wurde Anfang des 13. Jahrhunderts angelegt und zeigte noch den Flair von früher. Es waren so früh am Vormittag nur wenige Menschen unterwegs und so konnte man die Atmosphäre ungestört auf sich wirken lassen.

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Thormann Speicher

Das Wassertor ist das letzte von ehemals fünf Stadttoren Wismars. Es ist gleichzeitig das einzige erhaltene Wassertor an der deutschen Ostseeküste.

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Viele Schiffe boten frischen und geräucherten Fisch an. Wir nahmen eine Auswahl vom geräucherten für das Mittagessen mit. Ab 11.00 Uhr strömten immer mehr Menschen in den Hafen. Viele standen auch an Kuttern an, die eine Fahrt durch die Wismarer Bucht zur Ostsee anboten. Es wurde dann noch richtig voll, aber wir machten  uns sowieso auf den Weg zurück zum Fahrzeug. Wir wollten noch zur nahen Insel Poel fahren.

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Stellplatz am Wonnemar: es handelt sich um einen einfachen Übernachtungsplatz ohne V/E, aber mit Abfallentsorgungsmöglichkeit. Er liegt direkt zwischen dem Erlebnisbad und einem Parkhaus. Gleich dahinter befindet sich das Biotop „Kuhweide“ durch das man in die Altstadt laufen oder mit dem Fahrrad fahren kann. Die Gebühr von 7,– Euro/24 Stunden bezahlt man zu den Öffnungszeiten des Bades an der dortigen Kasse.

Über traeumerleswelt

"Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen! Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren , aber aufgehört haben zu leben!" Mark Twain
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8 Antworten zu Wismar

  1. Philipp Elph schreibt:

    Wir sind ja nicht so mobil wie ihr, sind in jedem Jahr 1-2 Wochen im ruhigeren Teil von Kühlungsborn. Aber ein Ausflug nach Wismar steht dann meist auf dem Programm. Nettes Städtchen diese alte Hansestadt.

  2. hanneweb schreibt:

    Wieder so eine schöne Stadt an der Ostsee, die sich ganz offensichtlich zu besuchen lohnt! Sehr schöne Bilder und auch die Erklärungen dazu! Bissl schade, dass man das Kirchenschiff nicht mehr, aufbaute und nur der Turm davon steht. Aber die anderen sehr schönen interessantem Gebäude sowie auch der Hafen gefallen mir sehr!
    Liebe Grüße und Dankeschön fürs zeigen. 🙂

    • traeumerleswelt schreibt:

      Das mit dem Kirchenschiff finde ich auch sehr schade! Ich befürchte, dass zu DDR Zeiten so manches Gebäude aufgegeben wurde!
      Grüße dich herzlich und wünsche einen schönen Sonntag!
      Liebe Grüße Karin

  3. karu02 schreibt:

    Wie fein sich dieses Städtchen herausgeputzt hat. Wir waren wenige Jahre nach der Wende dort, da war alles noch im Werden. Schön zu sehen, dass es gelungen ist. Besten Dank.

  4. Labby schreibt:

    Eine schöne Tour und Wismar ist einfach wunderbar anzusehen. Schade, dass euch beiden das Wetter so oft einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Aber die Ostsee ist auch bei Regen schön. Liebe Grüße und schönes Wochenende. Wolfgang

    • traeumerleswelt schreibt:

      Das ist auch meine Meinung…am Meer ist es bei jedem Wetter schön! War das erste Mal in Wismar und die Stadt hat mir auf Anhieb gefallen! 🙂
      Wünsche euch einen schönen Restsonntag und einen entspannten Start in die neue Woche!
      Liebe Grüsse Karin

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