Rund um den Comer See – Colico bis Lecco

Da das schöne spätsommerliche Wetter Ende September noch immer anhielt, entschieden wir uns kurzentschlossen eine Woche an den Comersee zu fahren und diesen zu umrunden. Bei mir waren es sicher 25 Jahre seitdem ich das letzte Mal dort war, damals auf einer Motorradtour.

Am frühen Nachmittag starteten wir entspannt Richtung Süden. Am St. Gotthard war wie immer Stau und so fuhren wir über den Pass.

Übernachten wollten wir auf dem offiziellen Stellplatz bei Airolo, dem ersten Ort im Tessin. Diesen kostenlosen Platz ohne Ver- oder Entsorgung gibt es noch nicht lange. Er wurde in der Nähe der Käserei von Airolo angelegt und bietet 3 terrassenförmig angelegte Flächen. Gleich daneben befindet sich die Talstation der Gondelbahn zum Pesciüm, einer Panoramaebene über dem Dorf.

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Blick hinüber zur Passstrasse St. Gotthard

Waren wir am Abend noch zu zweit, so entdeckte ich nach einer, im Nachhinein erstaunlich ruhigen Nacht, am Morgen beim Spaziergang mit Jana 14 ! weitere Wohnmobile auf der Ebene über uns.

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Nach dem Frühstück fuhren wir weiter bis Lugano, passierten später den kleinen Grenzübergang nach Italien und verliessen den Luganer See, um über die Berge zu unserer ersten geplanten Station am Comersee, Menaggio, zu gelangen. Der Stellplatz dort war leider überfüllt, deshalb beschlossen wir Menaggio als letzten Punkt der Seeumrundung anzusehen, denn hier kämen wir sicher wieder vorbei, bevor es zurück in die Schweiz ginge.

Wir fuhren im Uhrzeigersinn um den See, immer mit Blick auf eine Übernachtungsmöglichkeit am See. Diese fanden wir kurz nach dem Mittag bei Colico am östlichen Ende des Sees. Dort gab es einen offiziellen, mit 25,– Euro nicht ganz billigen, Stellplatz direkt am See, der aber Strom und Ver-, bzw. Entsorgung bot. Tagsüber war die Wiese zwischen Platz und See sehr stark von Surfern frequentiert, aber am Abend war es ruhig und idyllisch.

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Am Morgen machten wir noch einen schönen Spaziergang am See entlang. Jana musste ich leider an der Leine lassen, weil Schüsse in der Umgebung auf eine Jagd schliessen liessen.

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Gegen Mittag fuhren wir weiter Richtung Westen. Es war Sonntag und auf der Seestrasse war eine lange Autokolonne, die wir in der Nachsaison so nicht erwartet hatten. Im Nachhinein erfuhren wir, dass in einem der kleinen Orte ein prominenter Schauspieler ein Haus hat und wohl gerade anwesend war. Unglaublich welche Menschenmassen sich dorthin bewegten. Autos wurden einfach am Strassenrand der eh schon engen Strasse abgestellt und es wurden sogar lange Fussmärsche in Angriff genommen, die teils durch die dunklen Strassentunnels führten. Ganz ungefährlich war das sicher nicht.

So kamen wir nur langsam vorwärts, keine Chance irgendwo einen Platz zum Bleiben zu finden. Beim Ort Lecco, der am Ende des einen Seearmes liegt, suchten wir einen Stellplatz ausserhalb des Städtchens auf, wo man auch übernachten und entsorgen könnte, der aber an einer vielbefahrenen Strasse lag. Wir stellten unser WOMO dort ab und liefen ca. 30 Minuten zurück in das Zentrum von Lecco. Der Weg war anfangs noch fast leer, aber je näher wir dem See kamen, umso voller wurde er. Fotografiert habe ich nur im Randbereich von Lecco, im Gewühle fehlte mir ehrlich gesagt die Lust dazu.

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Blick über den Seearm

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Im Ort selber dann tobte das Leben. Unzählige Menschen waren dort unterwegs und es herrschte ein sehr hoher Geräuschpegel. Gruppen, die laut miteinander diskutierten und Einzelpersonnen, die nicht weniger laut am Handy sprachen, dazu Motorradfahrer, die im Stand ihre Motoren hochtourig laufen liessen. Schade, so konnte man diesen an sich schönen Ort nicht geniessen und auch Jana war gestresst.

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So kehrten wir zum Fahrzeug zurück und beschlossen uns eine ruhigere Umgebung zum Übernachten zu suchen, wo Jana auch mal frei laufen könnte. Diese fanden wir nicht weit entfernt auf dem Berg Erni, einer Anhöhe über Lecco, auf dem Wanderparkplatz an einer Bergbahn.

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Dort war es herrlich ruhig und ausser uns standen nur zwei weitere Wohnmobile dort. Wir verbrachten einen entspannten Abend und eine ruhige Nacht dort oben.

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Blick hinunter auf Lecco

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Über traeumerleswelt

"Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen! Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren , aber aufgehört haben zu leben!" Mark Twain
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