Ein Wochenende im Wallis

Das Osterwochenende nutzten wir für einen Ausflug in eine südlichere und damit wärmere Gegend, wo auch schönes Wetter angesagt war. Unser Ziel war die nahe Schweiz. Da wir aber keine Lust auf stundenlange Staus vor dem Sankt Gotthard hatten, fuhren wir ins Wallis. Mein Partner wollte mir den Ort zeigen, wo er früher immer Ski fuhr und im Gegenzug hatte ich das Gleiche mit Zermatt vor, das ihm bisher unbekannt war.

Die Fahrt verlief entspannt, erst kurz vor dem Genfersee wurde die Autobahn voller. Deswegen verliessen wir sie und fuhren durch die landschaftlich sehr schönen Rebberge bis  nach Conthey, wo unsere Unterkunft für 2 Nächte war.

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Conthey ist ein ruhiges Dorf unterhalb der Weinberge kurz vor Sion (Sitten) im französischsprachigen Teil des Wallis.

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Burg von Sion

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Wir brachten nach einer überaus freundlichen Begrüssung durch den Chef des Hauses – übrigens ein Schwabe – unser Gepäck aufs Zimmer und fuhren gleich weiter nach Veysonnaz, bekannt durch sein grossen Skigebiet 4 Vallées. Es ist zugleich das grösste Skigebiet der Schweiz. Zuerst ging es aber hoch nach Thyon auf fast 2100 Meter, wo wir draussen in der Sonne  sitzend erstmal einen Kaffee genossen und den wenigen Skifahrern zuschauten, die noch auf der Piste waren. Ansonsten war nur eine Hotelanlage zu sehen, unpersönlich, halt nur für die Touristen erstellt. Wieder weiter unten in Veysonnaz (1350m) liefen wir ein Stück durch den Ort, aber auch hier in dem Gebiet um die Bergbahnen nur Hotels und Ferienwohnungen, von den die meisten schon geschlossen war. Aber kurz vor der Rückkehr zum Auto entdeckte ich weiter unten doch noch ein Stück ursprüngliches Dorf. Das gefiel mir schon viel besser.

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Wieder unten im Tal machten wir erstmal einen ausgiebigen Spaziergang mit Jana, sie sollte ja auch auf ihre Kosten kommen und nicht nur an der Leine laufen müssen. Danach wurde es Zeit fürs Abendessen. Unserem einfachen, aber sehr sauberen Hotel waren 2 Restaurants angegliedert: eine Pizzeria im Untergeschoss und ein Restaurant eine Etage höher, wo morgens auch das Frühstück serviert wurde. Wir entschieden uns für die Pizzeria, dort war aber auch die Karte des Restaurants gültig. Die Pizza war echt lecker und die Preise für Schweizer Verhältnisse überraschend niedrig im unteren Bereich. Dazu das sehr freundliche Personal, da hatten wir echt Glück bei der Auswahl der Unterkunft gehabt.

Morgens war natürlich erstmal das Laufen mit Jana angesagt. Wir hatten Glück, gegenüber dem Hotel verlief ein Bach, an dessen Ufer sie frei laufen und springen konnte.

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Nach dem ausreichenden Frühstück fuhren wir ins deutschsprachige Oberwallis Richtung Zermatt. Ich war vor über 30 Jahren das letzte Mal dort und hatte das autofreie Zermatt und das Dorf Täsch, wo man in den Zug umsteigen muss, als wunderschöne Dörfer in Erinnerung mit den typischen Holzhäusern und den Lagerhäuschen auf Stelzen mit einer waagerechten Steinplatte dazwischen gegen die Mäuse. Die Dörfer auf dem Weg durch das Tal entsprachen noch dem Bild, aber schon in Täsch war das Bild ein ganz anderes geworden. Hotels, Ferienwohnungen und nur noch vereinzelt die Originalhäuser dazwischen, aus dem Bahnhof war das Matterhorn Terminal geworden. Ich hatte meinem Partner immer vorgeschwärmt von dem wunderschönen idyllischen Täsch, das ich vor Jahren besucht hatte. Davon war fast nichts übrig geblieben und ich war so enttäuscht, dass ich nicht einmal fotografieren wollte dort. Zum Glück hatte ich es in jungen Jahren sehen dürfen und so werde ich es in Erinnerung behalten.

Vor der Zugfahrt machten wir noch einen Spaziergang wegen Jana aus dem Ort hinaus und dort entdeckten wir die Fuxstein Kapelle im inneren eines Felsblocks.

In Zermatt empfing uns die laute Bahnhofstrasse mit ihren zahlreichen Schmuck- und Uhrenläden.

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Wir entschieden uns dann für die menschenleeren Nebengässchen und fanden das „alte“ Zermatt. Das hob meine Stimmung merklich 🙂 

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Wir liefen durch das ganze Dorf, bis wir dann das Matterhorn sahen. Es war schon ein beeindruckender Anblick.

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Auf dem Rückweg liefen wir am Bach entlang und kamen so in die alte Hinterdorfstrasse, wo wir einige unter Denkmalschutz stehende alte Häuschen entdeckten.

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Dann ging es mit dem Zug wieder zurück nach Täsch, von dort aus runter ins Tal und auf der anderen Seite wieder hoch nach Crans Montana. Schon auf dem Weg nach oben sah man Hochhäuser mitten in den Bergen, Flachbauten aus Beton neben Holzhäusern, schön ist anders. Auch dieser Anblick verführte mich nicht zum fotografieren.

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Blick von Crans Montana ins Tal

Abends sprachen wir dann mit dem Hotelbesitzer darüber. Er sagte, dass man Crans Montana auch das Manhattan vom Wallis nennt. Wir sassen noch eine Weile mit ihm zusammen und er bot an, sollten wir mal wieder kommen und ihm vorher Bescheid geben, er uns dann die schönsten Orte im Wallis zusammenstellen würde. Eine Panoramakarte schenkte er uns schonmal im voraus.

Am nächsten Morgen ging es dann auf Nebenstrecken quer durch die Schweiz wieder heimwärts.

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Über traeumerleswelt

"Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen! Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren , aber aufgehört haben zu leben!" Mark Twain
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5 Antworten zu Ein Wochenende im Wallis

  1. treibsandblog schreibt:

    Wow, so schöne Bilder! Das muss wirklich ein toller Ausflug gewesen sein.

  2. Labby schreibt:

    Schöne Tour habt ihr beide da gemacht, so nah am Matterhorn, einfach super

  3. dreipunktecharlie schreibt:

    In Veysonnaz waren wir auch schon. Ich mag die Gegend, da wir wirklich schöne Wandertouren dort unternommen haben.
    Eure Fotos sind einfach klasse! 🙂

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