Kurzurlaub in den Schweizer Bergen

Eigentlich wollten wir dieses Jahr in den Sommerferien die ganze Zeit daheim bleiben, weil die kleine Hündin Jana, unser neues Familienmitglied, kurz vorher bei uns eingezogen war. Aber die Eingewöhnung klappte so gut, dass wir anfangs der dritten Woche zu einer kleinen Tour mit dem Wohnmobil durch die Schweiz starteten. Geplant waren 4 Tage.

Wegen der ewigen Staus am Sankt Gotthard fuhren wir über Bern und Gstaad ins Wallis, natürlich mit mehreren Pausen. In der Nähe von Saint Léonard (das liegt im französischsprachigen Teil des Wallis zwischen Sion und Siders) suchten wir uns einen Platz zum Übernachten. Wir fanden kurz vor dem Ort den Campingplatz Valcentre.

Nach einem kurzen Blick darauf entschlossen wir uns eine Nacht zu bleiben. Ausschlaggebend war auch die überaus herzliche Begrüssung des Besitzers. Der ältere Herr war gleichzeitig noch der „Küchenchef“ des kleinen Restaurants, wie er uns mit einem Augenzwinkern erklärte. Der Preis von 28,– CHF incl. Strom war angesichts der sehr einfachen und altertümlichen, aber sauberen sanitären Anlage angemessen.

Die Anlage war grosszügig und gepflegt, den Platz konnten wir frei wählen.

Am Abend blieb die Camperküche kalt und wir besuchten das Restaurant auf dem Platz. Mir fiel auf, dass auch viele Gäste von ausserhalb es besuchten, einige aber nur für einen Apéro. Das Essen wurde frisch zubereitet und schmeckte sehr gut, die Preise waren für Schweizer Verhältnisse günstig. Den Herrn von der Anmeldung sah man dann auch wirklich ganz in weiss in der Küche werkeln.

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Restaurant

 

Am nächsten Morgen fuhren wir dann erstmal nach Saint Léonard hinein. Dort wollten wir den grössten natürlichen unterirdischen See von Europa besuchen. Über den See berichte ich aber in einem separaten Bericht.

Für Wohnmobilfahrer interessant entdeckten wir wenige Meter vor dem Eingang zur Höhle einen Stellplatz mit Wasser- und Stromanschluss für jedes Parkfeld, auch Ver- und Entsorgung ist möglich. Unter Bäumen findet man Picknicktische, dahinter ist noch ein grösserer Parkplatz auf Naturbelag ohne Strom- und Wasseranschlüsse. Die Gebühr von 10,– CHF pro Nacht kann man in der nahe liegenden Bar bezahlen.

Nach dem Höhlenbesuch ging die Fahrt weiter durch das Rhônetal Richtung Nufenen Pass. Das Wetter war sonnig und sehr warm. Die Strassen waren relativ leer, auch über den Nufenen sah man kaum Fahrzeuge, obwohl es ja Ferienzeit war.

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Kurz nach der Passhöhe  (2478 m.ü.M.) machten wir eine Pause, auch damit Jana sich ein bisschen austoben konnte. Auf die Begegnung mit einer jungen Ziege reagierte sie allerdings sehr zurückhaltend und als diese auf sie zulief, zog sie es vor sich hinter meinem Rücken zu verstecken.

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In Airolo (Tessin) angekommen fuhren wir auf der Landstrasse ein Stück Richtung Süden bis nach Biasca und von dort über den Lukmanierpass (1915 m.ü.M.).

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Auch dort nahmen wir uns Zeit für einen Spaziergang. Der Lukmanierpass ist die Kantonsgrenze zwischen Tessin und Graubünden.

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Am späten Nachmittag kamen wir in Disentis an und dort kannte mein Partner den grossen Parkplatz an der Talstation der Bergbahn. Es waren keinerlei Verbotsschilder zu sehen und so beschlossen wir dort zu übernachten.

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Es war sehr heiss und nach einem kleinen Rundgang suchten wir gerne den Schatten, den das Wohnmobil warf, auf. Um den asphaltierten Platz herum waren Grasflächen und so kam auch Jana auf ihre Kosten. Abends kamen dann noch 3 Wohnmobile aus einem südeuropäischen Land und stellten sich direkt neben uns, obwohl der Platz wirklich riesig ist und sonst alles frei war. Was dann kam, habe ich so noch nie erlebt. Zuerst beobachteten wir wie eine der Frauen mit einer Schüssel über den Platz lief und den Inhalt auf die Grasfläche entleerte. Das hiess für uns, Jana muss an der langen Leine bleiben, den Labradore fressen alles was rumliegt. Danach kam einer der Männer und pinkelte wenige Meter hinter unserem Wohnmobil ins Gras. Dass die Kinder alle bis nach Mitternacht um die Fahrzeuge herumtobten, erwähne ich nur am Rande. Aber dass am Morgen plötzlich alle Kinder im Gras hockten und dieses als Toilette benutzen und das dazu wieder nahe bei uns, dafür fehlt mir das Verständnis. Alle Wohnmobile waren sehr gross und mit einer Toilette ausgestattet. Eigentlich sind diese auch zum Benutzen gedacht.

Wir verliessen diesen Ort dann recht zügig und fuhren bei noch sonnigem Wetter über den Oberalp Pass (2044 m.ü.M.).

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Auf der Passhöhe überraschte mich ein Leuchtturm. An den konnte ich mich gar nicht mehr erinnern, war ich doch vor Jahren in meiner Motorradzeit sicher schon über diesen Pass gefahren.

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Nach kurzem Aufenthalt, es war kühl und windig geworden, ging die Fahrt wieder abwärts über Andermatt, das schon im Kanton Uri liegt.

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Malerisch zogen Wolken über den Ort.

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die Postkutsche fährt von Andermatt über den Sankt Gotthard Pass nach Airolo

 

Diese verdichteten sich aber leider auf dem Weg hinunter ins Tal und in Altdorf setzte leichter Sprühregen ein. Trotzdem beschlossen wir wie vorgesehen über den Klausenpass (1948 m.ü.M.) auf den Urnerboden weiter zu fahren. Die Fahrt verlief teilweise im dichten Nebel.

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Auf der Passhöhe lichtete er sich kurz und so konnten wir einen kurzen Spaziergang vor allem Jana zuliebe machen.

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Danach ging es weiter zum Urnerboden, wo wir eigentlich den restlichen Tag verbringen und noch eine Nacht bleiben wollten.

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Aber der Regen hielt sich hartnäckig und so war das mit einem jungen Hund keine Option. Er wollte ja auch mal springen und toben und dafür ist es im Wohnmobil zu eng. Also beschlossen wir nach einem Besuch in der Käserei, natürlich mit Einkauf von Alpkäse und Sennenbutter und einer kleinen Runde zu Fuss die Urlaubsfahrt einen Tag früher zu beenden und heim zu fahren.

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Es waren schöne erholsame Tage und die kleine Jana hatte keinerlei Probleme mit dem Leben im und ums Wohnmobil. Echt toll ! 🙂

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Über traeumerleswelt

"Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen! Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren , aber aufgehört haben zu leben!" Mark Twain
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