Pisa

Nach regenreichen und kühlen Tagen suchten wir für einen 10-tägigen Urlaub eine Region, die etwas Wärme und Sonne versprach. Unsere Wahl fiel auf die südliche Toskana.                                                                                                                                                Mit ausschlaggebend war sicher auch ein Bericht im Fernsehen über diese Gegend ein paar Tage zuvor, in dem interessante Orte und Landschaften zu sehen waren.

Für die Anfahrt wählten wir die Strecke über den St. Bernardino. Das ist zwar etwas weiter als durch den St. Gotthard Tunnel, aber dafür hatten wir auch keinen Stau und landschaftlich ist es auf alle Fälle eine wunderschöne Alternative.

In der Gegend von Genua (auch hier hatten wir die etwas längere Route ausgesucht, ganz einfach aus dem Grund, weil man dort eher das Meer sieht) regnete es heftig. Aber ein Stück weiter bei Carrara, bekannt durch den weissen Marmor, schien die Sonne und wir machten eine kurze Rast dort in der Nähe am Meer. Erstaunt sahen wir die Marmorbrocken am Strand.

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Unser erstes Ziel sollte Pisa sein. Zwar gehört das noch zur nördlichen Region der Toskana, aber ich wollte gerne mal den schiefen Turm sehen, das Wahrzeichen von Pisa.

Wir fuhren in die Stadt und fanden einen Stellplatz zum Parken und Übernachten für unser Wohnmobil nur einen halbstündigen Fussmarsch vom historischen Teil der Stadt entfernt. Die 12,– Euro Gebühr für eine Nacht fanden wir grenzwertig, weil der Platz absolut nichts bot ausser eben der Möglichkeit dort zu stehen. Aber egal, wir zahlten und machten uns auf den Weg. Eine Passantin, die wir nach dem Weg fragten schickte uns in die falsche Richtung und so landeten wir statt am schiefen Turm erstmal am Arno, dem Fluss der durch Pisa ins nahe Mittelmeer fliesst.

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Das hatte den Vorteil, dass man viel mehr vom alten Teil der Stadt sah, Häuser, die im anscheinend typischen Pisaner Gelb gestrichen waren und enge Gassen.

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Je näher wir zum Turm kamen, umso mehr Verkäufer von Uhren –angeblich Rolex- und von kleinen Nachbildungen des Turmes drängten sich auf. Sogar Schirme wurden in jeder Farbe angeboten.

Und dann sahen wir ihn auf der Piazza dei Miracoli. Er war beeindruckend, aber irgendwie hatte ich ihn mir immer imposanter vorgestellt.

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Der Turm aus weissem, 14.200 Tonnen schwerem Carrara Marmor ist 55 Meter hoch und hat 7 Glocken. Es war nachzulesen, dass diese Glocken über einen längeren Zeitraum wegen Einsturzgefahr nicht läuten durften.     

Jedes Stockwerk hat eine Tür hinaus auf die Säulengalerie, die jeweils aus 30 Säulen besteht.

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Der Turm war als freistehender Glockenturm für den Dom von Pisa geplant. Baubeginn war 1173 und 12 Jahre danach war man bei der dritten Etage angelangt, als sich der Turm Richtung Südosten neigte. Daraufhin wurde die Bautätigkeit für ca. 100 Jahre eingestellt. Um der Schieflage entgegen zu wirken wurden danach die nächsten 4 Stockwerke schräg gebaut. Nach einem neuerlichen Unterbruch des Baus von 80 Jahren wurde der Turm 1372 fertig gestellt.

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Der daneben liegende Dom war leider eingerüstet. Aber man erkannte trotzdem die Schönheit des Baues.

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038_Bildgröße ändernhintere Ansicht des Doms

Bei einem Rundgang über die Piazza entdeckten wir noch andere interessante Gebäude.

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Baptisterium

Danach liefen wir, diesmal auf dem direkten Weg, zu unserem Stellplatz zurück. Auch hier entdeckten wir noch ein paar schöne Bauten.

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Ausserhalb des alten Stadtteiles hat mich die Stadt ehrlich gesagt enttäuscht. Zuviel Müll lag an den Strassenrändern und auf den öffentlichen Parkplätzen der Stadt. Das war schade, beeinflusste es doch den Gesamteindruck negativ.

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Über traeumerleswelt

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11 Antworten zu Pisa

  1. karu02 schreibt:

    Ich lande auch sehr gerne in Stadtvierteln, die ich gar nicht anstrebte. Dein Bericht weckt Erinnerungen, wir hatten genau so ein Wetter!

  2. britta schreibt:

    Sehr treffender Bericht. Wir sahen auch die Nebenstrassen in 2013. Hatten Glück, da wars wohl weniger vermüllt als dieses Jahr. Das Wetter war prima, hatten richtig viele Leute um uns rum. Bei Euch ja auch(;. , trotz des Wetters. Tolles Foto auch vom Arno- fast surreal, nur Stein & Fluss und Häuserfronten. Freute mich sehr auf deinen Bericht, und nun hast du in mir Erinnerungen an einen schönen Tag dort wachgerufen. Danke dir!

  3. Karin Schindler schreibt:

    Vielen Dank für den schönen Bericht – nach Pisa haben wir es bisher nie geschafft. LG Karin

    • traeumerleswelt schreibt:

      die kleinen alten Bergdörfer haben mir persönlich besser gefallen. Ich wollte den Turm mal sehen, aber mit dem ganzen Drum und Dran reicht das für mich auch 🙂

      • Karin Schindler schreibt:

        Das kann ich sehr gut verstehen. Aber wenn man schonmal in der Gegend ist…

      • traeumerleswelt schreibt:

        Klar, wenn man dort in der Nähe ist, sollte man ihn sich schon ansehen. Sehenswert ist der Turm mit dem Dom und den anderen Gebäuden auf alle Fälle !

      • Karin Schindler schreibt:

        Florenz hätte mir, als wir vor ein paar Jahren dort waren, auch sehr gut gefallen, wenn es damals nicht geregnet hätte und so viele Touristen unterwegs gewesen wären….. Jedenfalls habe ich mich dort mit Toskanischen Spezialitäten eingedeckt.

      • traeumerleswelt schreibt:

        Wenn ich mal nicht mehr arbeiten muss, möchte ich mir viele solcher Städte mal ausserhalb der Ferienzeit ansehen. Sie sind dann sicher um ein vielfaches reizvoller 🙂

      • Karin Schindler schreibt:

        Guter Plan 🙂

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