Plockton und Applecross, kleine Fischerdörfer mit grosser Ausstrahlung

Der nächste Halt war am Eilean Donan Castle. Es liegt sehr malerisch am Treffpunkt der drei Meeresarme Loch Alsh, Loch Long und Loch Duich auf einer kleinen Insel.                  Es wurde 1220 von den Mc Kenzies erbaut und ging 1509 an die Mac Raes. Nachdem es 1719 von englischen Fregatten zerstört wurde, baute es der Mac Rae Clan 1913 nach alten Plänen wieder auf. Das Schloss diente schon mehrfach als Filmkulisse, so z. B. beim Highlander oder James Bond.

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Ein paar Kilometer weiter wollten wir uns das Fischerdorf Plockton, in einer kleinen Bucht am Loch Carron ansehen, das als eines der schönsten Küstenorte beschrieben wird. Der Weg dorthin führte auf schmalen Strassen durch eine einsame Gegend und trotz des immernoch andauernden Regens waren doch schon einige Camper dort auf dem Parkplatz. Schade, dass es nie aufhörte zu regnen, aber ansehen wollten wir uns den kleinen Ort doch. Also Gummistiefel und Regenjacke an und los gings.                               Bei Ebbe liefen wir zuerst auf eine winzig kleine Insel im Hafen….

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….und danach durch die einzige Strasse des Ortes. Die Häuser schmiegten sich an den Hang….

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….und die kleinen, aber wunderschön angelegten Gärtchen dazu lagen auf der dem Meer zugewandten anderen Strassenseite.

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Dieser kleine Abstecher hatte sich wirklich gelohnt.

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Danach umrundeten wir Loch Carron in Richtung Applecross, das auch auf der Liste der sehenswertesten Küstenorte steht. Auf der Fahrt sahen wir zahlreiche übers Ufer getretene Flüsse und langsam senkte sich der Nebel.

60 km waren es von Plockton nach Applecross, die Strecke wurde so beschrieben: spektakuläre Anfahrt über den Bealach na Ba (Rinderpass), 25 % Gefälle, kurvig, vorbei an granitgrauen Felsen, Sicht auf Isle of Raasay und Isle of Skye.                                                  Es war mitten im Nachmittag und wir beschlossen noch bis Applecross zu fahren und dort unten zu übernachten. Die Strassen waren etwas breiter wie in Cornwall, ausserdem gab es genügend Ausweichstellen. Leider lag der obere Teil des zu überquerenden Berges in dichtem Nebel, so war die Fahrt etwas anstrengend. Ich hoffte nur, dass es unten an der Küste einen Platz zum Übernachten gab, denn diese Strecke später im Dunkeln und bei Nebel zurück zu fahren war so gar nicht verlockend.            Kurz vor dem Ort wurde die Sicht wieder klarer, aber Sicht auf die Inseln hatten wir keine. Dafür sahen wir, dass eine kleinern Strasse, die in den hinteren Teil der kleinen Bucht führte unter Wasser stand, genau wie die Wiesen.

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Auch an diesem Abend hörte der Regen nicht auf, das hielt uns aber nicht von einem Spaziergang durch den kleinen beschaulichen Ort ab.

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Auch hier gab es nur eine Reihe Häuser, davor die Strasse und dann kam das aufgewühlte Meer. Kurz hinter der Kirche gab es ein Heritage Centre, auf dem Parkplatz davor beschlossen wir zu übernachten.

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Nur durch die Strasse davon getrennt lag der Strand mit rotem Sand. Dort stand schon ein Camper und machte alles klar für die Nacht. Zuerst einmal aber wollten wir in den Applecross Pub, den einzigsten Pub dort.

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Dies war mein erster Pub-Besuch überhaupt und ich war sehr beeindruckt. Wir fanden gerade noch 2 freie Plätze, ansonsten war alles besetzt. Auf grossen Schiefertafeln an der Wand stand das Angebot der Speisen. Die Auswahl war wirklich sehr gross. Ich wählte fangfrischen Fisch und es schmeckte wirklich sehr gut, auch das anschliessende Dessert, ein Rezept des Hauses. Überhaupt war es sehr gemütlich in dem Pub, ich genoss die Atmosphäre in vollen Zügen. Auf meine Frage was der Unterschied zwischen Ale und Lager sei brachte mir die nette Bedienung zwei kleine Gläschen zum Probieren. Mein Favorit war eindeutig das Ale.

Satt und zufrieden machten wir uns auf den Weg zum Camper. Mit leichter Sorge betrachtete ich das steigende Wasser. Der andere Camper hatte inzwischen seinen Schlafplatz vom Strand auf den Parkplatz der Heritage gewechselt. Das war doch ein paar Meter weiter weg vom Wasser. Der Strand war nicht mehr zu sehen, sicher war Flut. Das Meer war durch den starken Wind und Regen sehr aufgewühlt und hatte eine dunkelrote Farbe.

Am nächsten Tag würde uns der Weg wieder zurück über den Rinderpass führen. Ich hoffte, der Regen würde bis dahin aufhören, damit man wenigstens dann die Schönheiten der Natur besser sehen könnte.                                                                                Die Hoffnung erfüllte sich nicht. Die ganze Nacht prasselte der Regen aufs Dach, dazu rüttelten starke Sturmböen am Fahrzeug. Ich sah uns in Gedanken schon vom Wasser eingeschlossen. Es war eine ziemlich schlaflose Nacht. Als der Morgen dämmerte sah ich aus dem Fenster, das Meer war noch dort wo es sein sollte. Da war ich doch sehr erleichtert. Es war Ebbe, man sah einen winzigen Streifen roter Sand und so hatten das Hochwasser des Baches und der Regen Platz zum Ablaufen.

Auf dem Weg zurück über den Pass war wieder..oder immernoch ? Nebel und es regnete weiter. Schade, die Landschaft wäre sicher sehr beeindruckend gewesen.

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Über traeumerleswelt

"Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen! Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren , aber aufgehört haben zu leben!" Mark Twain
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