Maderanertal – ursprünglich und naturbelassen

Das spätsommerliche Wetter lockte raus in die Natur und nach dem schönen Ausflug in die Schweizer Berge am letzten Wochenende beschlossen wir ihn zu wiederholen.           Als Ziel hatten wir das Maderanertal am nördlichen Fuss des Gotthardmassivs ausgesucht. Den Wegweiser dorthin hatten wir schon oft an der Autobahn gelesen, aber bisher kannten wir es beide noch nicht.                                                                                  Früher soll das Tal Kerstelental geheissen haben. Der jetzige Name hat seinen Ursprung bei der Familie Madran aus dem Dorf Madrano, die im 15. Jahrhundert aus dem Tessin nach Altdorf ausgewandert war.                                                                                                   Bei der Ausfahrt Bristen verliessen wir die Autobahn und fuhren auf der engen, aber landschaftlich wunderschönen Strasse hoch nach Bristen. Am Anfang der schmalen Strasse befindet sich ein Hinweisschild mit den Fahrzeiten des Postbuses. Zu diesen Zeiten ist die Strasse für den Autoverkehr gesperrt, aber es handelt sich jeweils nur um 10 Minuten.   Wir fuhren durch das kleine Bergdorf Bristen hindurch und parkierten auf dem überraschenderweise kostenlosen Parkplatz der Talstation der Luftseilbahn Bristen-Golzeren. Von hier aus ist das hintere Maderanertal nur noch zu Fuss oder per Mountainbike zu erreichen. Die andere Möglichkeit ist mit der Luftseilbahn hoch zur Sonnenterrasse Golzern auf 1400 m zu fahren und dort oben zu wandern. Das war unsere Wahl.

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Oben angekommen schauten wir uns erst einmal um. Alles sah sehr ursprünglich aus, genau so liebe ich die Berge !

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Einige Benutzer der Seilbahn hatten Gepäck dabei, sicher machten sie dort oben ein paar Tage Ferien in einem der beiden Gasthäuser. Der Begriff Sonnenterrasse war nicht übertrieben, es war sehr warm und windstill. Dazu dieses Panorama der umliegenden Berge, hier könnte ich es eine Weile aushalten.

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Wir liefen Richtung Golzernsee, vorbei an blühenden und duftenden Bergwiesen und sehr idyllischen Holzhäusern.

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Das Gasthaus Edelweiss lag einladend am Wege und da später Mittag war kam automatisch auch der Hunger J. Bei Älplermakkronen und Golzeren-Käseschnitte liessen wir es uns gut gehen. Beides war sehr lecker. Auf der Wandtafel standen noch leckere süsse Versuchungen und Spezialitäten von dort, aber ein zu voller Bauch läuft nicht gern und so verzichtete ich schweren Herzens darauf.

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Weiter ging es zum See, der gleich nach dem kleinen Ort inmitten eines Naturschutzgebietes in Sicht kam. Es ist ein kleiner, aber wunderschön gelegener See, in dem man sogar baden kann.

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Wir folgten dem Rundweg um den See, der im hinteren Teil leicht anstieg….

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…..und dann wieder über einen kurzen Felsenweg nach unten auf Wasserhöhe hinab ging.

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Immer wieder blieb ich stehen und betrachtete die Umgebung.

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039_Bildgröße ändern                             031_Bildgröße ändern                                                                                                                                                           Dabei konnte ich auch beobachten, wie eine Schafherde den Berg hinab und in Seenähe in ein Gatter getrieben wurde. Dort wurden die Hufe der Tiere behandelt.                            Den Weg zurück nach Bristen hinunter wollten wir zu Fuss gehen. Der erste Teil des Weges führte zurück ins Dorf und dort fielen mir die vielen Lawinenfluchtnischen auf. Die hatten wir vorher wohl vor lauter in die Landschaft gucken übersehen.

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Die Abstände zwischen den einzelnen Unterständen waren nicht so gross, denke man müsste es im Ernstfall gut schaffen sich in einem davon in Sicherheit zu bringen.

Nun ging es mehr oder weniger steil nur noch bergab, vorbei an abgemähten Wiesen und kleinen Gebirgsbächen. In der Ferne konnte man den Klang eines Alphornes hören, kurz darauf gab ein anderes Antwort. Das war richtig schön anzuhören.

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Und schon waren wir im Talgrund am Chärstelenbach angekommen, der uns bis Bristen begleitete.  Dieser Bach entspringt am Hüfigletscher und mündet bei Amsteg in die Reuss.  

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Auch die Schafe, die ich oben beobachtet hatte waren inzwischen im Tal angekommen und wurden dort in einen Anhänger getrieben, der sie nach der Alpzeit in den heimischen Stall bringen würde.                                                                                                                          Das Maderanertal ist sehr ursprünglich und wildromantisch. Ich kann einen Besuch dort nur empfehlen, egal ob zum Wandern oder einfach nur zum Entspannen. Dort war ich ganz sicher nicht zum letzten Mal.  

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Über traeumerleswelt

"Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen! Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren , aber aufgehört haben zu leben!" Mark Twain
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3 Antworten zu Maderanertal – ursprünglich und naturbelassen

  1. Jurgen Ehre schreibt:

    Da greift man sofort zum Wanderstock!!! lach

  2. Jurgen Ehre schreibt:

    Da greift man sofort zum Wanderstock! Lach 🙂

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