Seeufer Bregenz

Überraschenderweise hatte ich einen Freitag frei bekommen und da sommerliches Wetter angesagt war nutzen wir die Gelegenheit übers Wochenende an den Bodensee zu fahren. Auf Empfehlung von Bekannten wählten wir den Seecamping Platz in Bregenz. Das soll der grösste Platz in Bregenz, aber trotzdem ruhig und erholsam sein. Der Seecamping ist von Mitte Mai bis Mitte September geöffnet und wird als Familienbetrieb geführt.

Bei strahlendem Sonnenscheinschein fuhren wir am Morgen los und erreichten den Bodensee am späten Vormittag. Der Campingplatz grenzt direkt an ein 130 ha grosses Naturschutzgebiet und ist vom Bodensee nur durch einen Rad-, bzw. Fussweg getrennt.

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In der Rezeption wurde ich von einer sehr netten älteren Dame begrüsst, die mich so freundlich begrüsste als sei ich ein persönlicher Gast von ihr. Aber das ist wohl im allgemeinen die Art der Österreicher habe ich mir sagen lassen. Sie wies mich darauf hin, dass Strom und Haustiere umsonst seien, auch könne man den Platz frei wählen.

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Es gibt den sogenannten kleinen Platz mit einzelnen Parzellen, dort steht man meistens im Schatten der Bäume…

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….und den grossen Platz im Osten der Anlage. Wir entschieden uns für den grossen Platz, der wie eine riesige Wiese aussieht. Dort kann man stehen wie man möchte, da gibt es keine Abgrenzungen. Auch Bäume gibt es hier nur im Randbereich. Teilgebiete der Wiese waren durch den starken Regen der Vortage noch leicht sumpfig, aber es gab genug trockene Plätze.

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Die beiden Plätze sind nur durch den Zufahrtsweg getrennt. Einer der beiden Kinderspielplätze liegt zentral daneben.

Das Sanitärgebäude  beim grossen Platz wurde erst vor 7 Jahren gebaut und ist ziemlich modern mit durch Sensoren gesteuerte Duschen und Waschbecken ausgestattet. Ausserdem bietet es im Aussenbereich eine grosse Anzahl von Spülbecken, sowie Waschmaschine und Wäschetrockner. Die Anlage wird mehrmals am Tag sauber gemacht und das sieht man auch. Leider sind die Duschabteile etwas knapp bemessen, es gibt zwar einen kleinen Vorraum, aber der ist kaum gegen Spritzwasser geschützt.

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Über die sanitären Anlagen auf dem kleinen Platz kann ich nichts sagen, ausser dass sie in der Nähe der Rezeption und des kleinen Selbstbedienungsrestaurants mit integriertem Laden liegen.

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Der Laden machte auf mich einen wenig einladenden Eindruck. Es gibt zwar täglich frische Brötchen und Brot, aber sonst nur ein Minimum an Getränken und sonstigen Lebensmitteln. Ausserdem erfreuten sich einige Fliegen an den wenigen süssen Teilen. Das störte mich persönlich und ich verzichtete darauf, obwohl ich sonst Süsses sehr gerne mag. Auch die normalen Brötchen erinnerten mich an die 10er Brötchen im Netz, die es in verschiedenen Supermärkten für wenig Geld gibt. Am Morgen noch einigermassen knusprig, waren sie ab Mittag nur noch Gummi. Brot gab es schon kurz nach 8 Uhr keines mehr. Das gibt für mich einen dicken Punkt Abzug. Im gleichen Raum befindet sich angrenzend das Restaurant. Im Angebot sind kleine Gerichte in Selbstbedienung. Das würde mich nicht stören, aber der Raum wirkte auf mich wie ein Bahnhof-Wartesaal, keine Gemütlichkeit, keine Blumen etc.

Später entdeckte ich hinter dem Gebäude in Richtung See ein Kiosk mit Imbiss. Das machte einen wesentlich angenehmeren Eindruck.

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Auch waren da etliche Gäste zu sehen, währenddessen das Restaurant gähnend leer war. Da ich im Restaurant nichts gegessen habe und deswegen über die Qualität keine Auskunft geben kann verzichte ich hier auf einen weiteren Punkteabzug.

Aber die Umgebung des Platzes war wirklich wunderschön. Der Seeweg verlief direkt am Uferbereich des Bodensees.

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In den Abendstunden gaben die Frösche ein eindrückliches Konzert, auch einige Fischreiher und andere Wasservögel konnte man beobachten. Schade nur, dass die Naturbeobachtungswege Richtung Wasser noch überschwemmt waren. Da muss es wirklich sehr stark geregnet haben.

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Immer wieder findet man auch kleine Wiesen direkt am Wasser für die Badegäste. Die wurden insbesondere am Samstag sehr intensiv genutzt.

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Ein kleiner Weg führte zum Mündungsgebiet der Bregenzer Ach, auch dort waren noch einige Wegstrecken sehr sumpfig vom langsam abfliessenden Wasser. Aber es war ein wunderschöner Spaziergang.

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Läuft man vom Campingplatz Richtung Bregenz kommt an einer Klosteranlage vorbei. Von einer dazu gehörenden Holzfabrik war nach einem Grossbrand im Frühjahr diesen Jahres nur noch eine Ruine zu sehen. Aber das eigentliche Kloster mit angrenzendem Privatinternat und anderen eindrücklichen Gebäuden war unversehrt. Der Klosterhof war zugänglich und dort herrschte eine tiefe Ruhe, die fast greifbar bar. Zumindest habe ich es so empfunden.

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Weiter am See entlang passiert man diverse Segel-und Ruderclubs. Innerhalb von 20 Minuten erreicht man die Seebühne der Bregenzer Festspiele. Dort ist im Moment das imposante Bühnenbild der Oper„André Chénier“ von Umberto Giorddano zu sehen. Leider beginnen die Aufführungen erst am 19. Juli, sonst hätte ich mir sicher eine angesehen.

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Für Besucher der Bregenzer Festspiele ist die Einfahrt auf den Campingplatz auch in den Nachstunden erlaubt.

Die Lage des Platzes ist wirklich gut, nahe Bregenz und doch ruhig am Rande einer wunderschönen Natur. Wir waren sicher nicht zum letzten Mal dort, lockt doch noch eine Wanderung auf den Pfänder, auf den man eine gute Sicht von da aus hat.

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Am letzten Abend durften wir noch einen wunderschönen Sonnenuntergang erleben, bevor es am Sonntag dann wieder heim ging.

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Über traeumerleswelt

"Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen! Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren , aber aufgehört haben zu leben!" Mark Twain
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2 Antworten zu Seeufer Bregenz

  1. Uffnik schreibt:

    Tolle Natur, wunderschöne Sonnenuntergänge. Danke, daß ich dabei sein durfte.

  2. traeumerleswelt schreibt:

    Schön, dass es dir auch so gut gefällt ! Freue mich darüber !

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