Käsküche, Isny

Bei der Anreise nach Isny fiel mir am Ortseingang linkerhand ein Schild mit dem Hinweis auf eine Käsküche auf.

Auf dem Campingplatz war eine Infotafel und ich entdeckte, dass jeden Freitag um 10.30 Uhr eine kostenlose Führung durch die Sennerei stattfindet.

Das war 2 Tage später und da es mich interessierte mal hinter die Kulissen einer Käserei zu sehen, brachen wir Freitagmorgen nach dem Frühstück auf. Nach einem Fussmarsch von 20 Minuten waren wir dort. Ausser uns hatten noch mehr Touristen diese Idee und es bildete sich eine Warteschlange vor dem Eingang.

Aber als die meisten sich dann entschieden hatten, ob sie jetzt lieber im angeschlossenen Laden einkaufen wollen oder doch einen Blick in die Käsküche werfen und den Erklärungen zuhören, verlief es sich und man hatte wieder Platz.

Wenn man das Gebäude betritt steht man mitten im Käseladen. Die linke hintere Rückwand ist aus Glas und man sieht direkt in die Käseküche hinein und kann beim Käsen zusehen.

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Leider darf man seit 1 Jahr wegen Auflagen des Gesundheitsamtes nicht mehr hinein, was ich  verstehen kann. Trotzdem war ich etwas enttäuscht.

Der Käsermeister, ein gebürtiger Schweizer wie er erzählte, sah mit seinem Vollbart wirklich so aus wie man sich einen Senn aus den Bergen vorstellt.

Er erzählte uns, dass in dieser Bio-Käserei nur Käse aus Milch von Biobauern in der Umgebung verwendet wird. Diese dürfen den Kühen nur Heu und Gras füttern, Kraftfutter darf nur in Körnerform verwendet werden.

Die Besitzerin der Sennerei würde eng mit den Bauern zusammen arbeiten und ihnen auch mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Er erklärte ziemlich ausführlich den Werdegang von der Milch zum fertigen Käse. Jährlich würden  800.000 Liter Bio-Milch zu rund 65.000 Kilogramm Käse in sechs Sorten, zu Joghurt, Butter und Quark verarbeitet. Der Käse hat so klangvolle Namen wie Sternschnuppe, Anton’s Liebe oder Blütenträume.

Während des Vortrages konnte man die verschiedenen Käse degustieren, auch Gläser mit Molke wurden herum gereicht. Am Besten schmeckten mir persönlich der Urbergkäs und der Schabziger-Klee-Käse. Letzteren kannte ich noch nicht, er schmeckte sehr nussig und lecker. Zum Schluss erzählte er noch, dass richtig gelagerter Käse bis zu 50 Jahren alt werden könne ohne zu Verderben….ob er dann wohl noch schmeckt ?

Nach diesen Ausführungen hatten wir nach dem Anziehen von Plastiküberschuhen noch Gelegenheit runter in den Keller zu gehen. Dort konnten wir einen Blick Richtung Salzwasserbecken werfen und in einen Raum mit Gestellen voll junger Käselaibe und noch in einen anderen Raum wo die reifen Käse lagerten. Die Laibe werden täglich abgewaschen und gewendet.

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Ein Teil des fertig gereiften Käses wird im eigenen Laden und in Isny verkauft, der Grossteil wird nach auswärts an verschiedene Bio-Läden geliefert.

Auf der Terrasse der Käsküche sind Holztische und –Bänke aufgestellt und laden zu einer Pause bei einem Glas Molke oder einem guten Dinkel-Bier ein.

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Zum Abschluss ging ich nochmal zurück in den Laden und konnte mich kaum bremsen beim Einkauf. Ein Käse sah besser aus wie der andere, ich hatte die Qual der Wahl. Bauernbutter fiel mir auch noch ins Auge und die Buttermilch sah auch so lecker aus, ganz anders wie die aus dem Supermarkt.

So ging ich dann mit einer grösseren vollen Tüte aus dem Laden, der Einkauf war günstig. Hier im Dreiländereck F – D – CH hätte ich das Doppelte dafür bezahlt.

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Über traeumerleswelt

"Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen! Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren , aber aufgehört haben zu leben!" Mark Twain
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