Altstadt von Isny

Die Stadt Isny im Allgäu, ehemalige freie Reichsstadt an der Hauptroute der Oberschwäbischen Barockstraße, ist heute ein heilklimatischer Luftkurort.  Sie liegt nicht weit vom Bodensee und den Alpen vom Dreiländereck Österreich-Deutschland-Schweiz.

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Gegründet wurde der Ort um das Jahr 1043. Es handelte sich um eine Marktsiedlung, die um das Kloster herum entstand. Die erste urkundliche Erwähnung war 1093 und wann die Siedlung das Stadtrecht erhielt darüber gibt es unterschiedliche Dokumentationen, die einen erzählen vom Jahr 1235, andere von 1281.

Bis und mit dem Jahr 1631 wurde die Stadt dreimal durch Grossbrände zerstört und immer wieder aufgebaut. Leider wurden nach dem Brand 1631 anstelle der stolzen Patrizierhäuser sehr viel bescheidenere Gebäude errichtet. 1864 und 1866 brannte es erneut in der Stadt.

An Städten interessiert mich immer in erster Linie die Altstadt. Ich liebe es durch die alten Gassen zu laufen und die wunderschönen Gebäude zu betrachten. Oft stelle ich mir dann gedanklich auch die Menschen vor, die wohl mal hier gelebt haben mochten.

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Isny hat einen mittelalterlichen Kern mit Stadtmauer, Wehrtürmen, Bürgerhäusern, Kirchen und auch ein Schloss…also mit allem was dazu gehört. Was ich sehr gut finde ist, dass an den alten Gebäuden Tafeln angebracht sind, die die Geschichte des jeweiligen Bauwerkes in Kurzform erzählen.

Die Altstadt hat zentral eine Fussgängerzone, die nicht sehr gross ist, aber die schönsten Gebäude liegen angrenzend.

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Das Rathaus ist eine Verbindung von drei ehemaligen Patrizierhäusern, die 1733 von der Stadt gekauft wurden und seither als Rathaus dienen.

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Im Schaufenster der daneben liegenden Stadt Apotheke  lief ein Bildschirm mit Live Bilder aus dem Storchennest. Leider waren von den ursprünglich 5 Jungen nur noch 3 am Leben, die anderen sind der Kälte zum Opfer gefallen.

Die Stadtapotheke soll einen sehr schönen Innenhof mit Korbbogenarkaden und umlaufender Galerie haben. Leider war er an dem Tag nicht zugänglich.

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Am östlichen Ende der Altstadt liegt das Wassertor. Das Geschoss über der Durchfahrt war früher ein Gefängnis. Der einzige Zugang war anscheinend durch ein Loch in der Decke durch das die Gefangenen abgeseilt wurden.                                                            Rechts daneben sieht man die evangelische Nikolaikirche nicht weit von der Klosterkirche entfernt.

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Die Klosterapotheke zählt zu den ältesten Häusern der Stadt. Es wurde als eines der wenigen vom Grossbrand 1631 verschont.

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Für den Rückweg durch die Altstadt wählten wir das Strässchen direkt an der unteren Stadtmauer entlang.

Eine Holzstiege führt hinauf zum Wehrgang an der Innenseite der Stadtmauer. Er ist bis zum Speicherturm begehbar, dort kann man dann innerhalb des Turmes wieder absteigen.

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Der Speicherturm war früher ein Wehrturm und Teil der mittelalterlichen Befestigungsanlage.

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Die beiden Räume durch die man absteigen kann dienten früher zeitweise als Gefängnis.

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Nun ging es weiter Richtung Blaserturm. Dort hielt früher ein Wächter Tag und Nacht Ausschau nach Feuer oder Feinden. Mit einem Signalhorn blies er gegebenenfalls Alarm.

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Nicht weit davon findet sich der Diebsturm, seine Entstehung geht auf das Jahr 1402 zurück.

2 Gefängnisse waren darin untergebracht. Der Turm steht inmitten einer ehenmaligen Verteidigungsanlage mit einer hohen Ringmauer. Die obere Stadtmauer schliesst sich daran an.

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Am Ende des Rundganges trifft man noch auf den sogenannten Hafendeckelturm, ebenfalls ein ehemaliger Wehrturm. Er war früher ein Teil der unteren Stadtmauer, heute steht er auf einer Grünfläche

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Es war ein wunderschöner interessanter Spaziergang, noch dazu bei strahlendem Sonnenschein. Seltsamerweise waren die Gassen und Strässchen ausserhalb der Fussgängerzone fast menschenleer und so konnte man ungestört gedanklich zurück ins Mittelalter schweifen. Die Gebäude..die Atmosphäre..alles passte irgendwie zusammen.

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Über traeumerleswelt

"Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen! Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren , aber aufgehört haben zu leben!" Mark Twain
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