Côte Sauvage

Die Halbinsel Quiberon war vor langer Zeit eine der Bretagne vorgelagerte Insel.

Durch das Abholzen der Wälder ca. ab dem 11. Jahrhundert war der Boden nicht mehr befestigt und durch den Wind gab es Sandverwehungen. Diese verbunden mit der Strömung des Meeres bildeten eine schmale Landbrücke.

Quiberon hat zwei unterschiedliche Küsten. Die eine ist dem Festland zugewandt und sehr ruhig. Hier gibt es kaum Strömung und an den Sandstränden kommen die Badegäste voll auf ihre Kosten.

Die andere Küste, die Côte Sauvage, liegt auf der Seite des Atlantik und wird auch die wilde Küste genannt. Auch hier gibt es kleine Sandbuchten, in denen aber absolutes Badeverbot herrscht. Die Brandung ist auch an ruhigen Tagen dort zu stark.

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Durch den Tourismus wurde die Küste inzwischen stark in Mitleidenschaft gezogen, so dass durch Schutzzäune und ähnliche Maßnahmen versucht wird die Vegetation zu erhalten.

Die letzten zwei Tage in der Bretagne verbrachten wir an der Côte Sauvage und ich war immer wieder fasziniert wie sich das Bild des Meeres mit der Brandung und dem Wetter änderte.

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Bei unserer Ankunft nachmittags an dieser Küste war das Wetter sonnig und es windete stark. Durch die starke Gischt war es aber in Wassernähe wie neblig.

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Das Meer zeigte sich von seiner schönsten Seite. Das Blau des Himmels spiegelte sich im Wasser und die Wellen brachen sich tosend an der Felsenküste. Es war ein Anblick von dem ich mich nur schwer losreissen konnte. Die Gischt sprühte bis zu mir hoch, musste öfters das Objektiv wieder trocken reiben.

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Nach dem Abendessen zog es mich wieder ans Wasser, es waren ja nur 2 Minuten zu Fuss vom Campingplatz an die Küste.

In der Abendstimmung ergab sich wieder ein ganz anderes Bild, aber genau so schön und eindrücklich.

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Die ganze Nacht konnte man die Brandung hören, man fühlte sich so richtig wohl dabei.

Kaum war es hell am Morgen zog es mich schon wieder ans Meer.

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Die Morgensonne liess alles in einem ganz besonderen Licht erscheinen.

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Es war niemand ausser mir unterwegs und es herrschte so eine friedliche Stimmung, dass man meinen konnte es gäbe nichts hässliches auf der Welt.

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Nach dem Frühstück liefen wir nach Quiberon, um uns den Ort anzusehen und für den Rückweg wählten wir den zwar deutlich längeren, aber auch schöneren Weg der Küste entlang.

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Die Sonne versteckte sich inzwischen hinter dicken Wolken und der Wind wurde wieder stärker.

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Gleichzeitig lief die Flut ein. Man hatte das Gefühl das Meer wäre ein brodelnder Kessel, so urgewaltig erschien es.

 

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Vor lauter stehenbleiben und fotografieren kamen wir kaum vorwärts, aber fast jede Sekunde ergab sich ein anderes Bild und ich konnte kaum aufhören das alles bildlich fest zu halten.

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Inmitten der tobenden Wellen sah ich einen Kormoran schwimmen. Kam eine hohe Welle verschwand er aus meinem Blickfeld. Anfangs hatte ich Angst er wäre ertrunken, aber dann tauchte er unvermittelt in einem Wellental wieder auf und das Spiel ging von neuem los.

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Ich hatte ja die leise Hoffnung, dass der Wind die Wellen zum Abend vertreiben würde und der letzte Abend in der Bretagne uns noch ein schönen Sonnenuntergang schenken würde, aber daraus wurde leider nichts. Es fing sogar noch an zu regnen.

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Am späteren Abend wurde es zwar wieder trocken, aber es blieb bewölkt.

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Nachts lauschte ich wieder der Brandung und wehmütig dachte ich daran, dass es am Morgen wieder zurück nach Hause gehen würde. Der Abschied fiel mir sehr schwer.

Das Meer, besonders das nordische Meer, hat eine unwahrscheinlich grosse Anziehungskraft auf mich. Ich kann da meinen Vater gut verstehen, der nach seiner Seefahrerzeit sehr lange nicht mehr ans Meer fuhr, alleine aus der Angst, dass es ihn wieder rauszieht.

Die Bretagne zeigte sich zum Abschied von ihrer schönsten Seite. Am Morgen schien die Sonne in voller Kraft und schenkte mir einen wunderschönen Ausblick auf die Küste und das Meer.

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…ich werde zurückkehren….je reviendrai !

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Über traeumerleswelt

"Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen! Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren , aber aufgehört haben zu leben!" Mark Twain
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