Die älteste Linde der Schweiz

Anfang März unternahmen wir an einem sonnigen Nachmittag einen kleinen Ausflug, um uns die älteste Linde der Schweiz anzusehen. Sie steht ausserhalb des Dorfes Linn, dem kleinsten Ort im Kanton Aargau.

Man hatte eine wunderbare Fernsicht auf die Schweizer Alpen.

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Die Linner Linde, wie sie genannt wird,  ist eine Sommerlinde. Sie hat eine Höhe von 25 Metern und der Stamm weist einen Umfang von 11 Metern auf. Das Alter wird mit rund 800 Jahren angegeben.

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Wahrscheinlich wurde die Linde nach der Pestepidemie in der Mitte des 14. Jahrhunderts gepflanzt. Dem Volksglauben nach sollte die Linde Krankheiten fernhalten und das Land vor weiterem Unheil beschützen. Man glaubte in Pestlinden die Pest bannen zu können.

In den letzten 200 Jahren hat die Linde dreimal gebrannt, sie erholte sich zum Glück immer wieder davon. 

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Dieser Ausflug ist noch keine 3 Wochen her und wie sehr hat sich inzwischen die Welt verändert. Damals konnte man noch nahezu unbeschwert reisen, zumindest hier im Dreiländereck. Heute sieht alles anders aus. Vor 3 Tagen schloss Deutschland die Grenzen und seit vorgestern herrscht hier in Frankreich Ausgangssperre. Gefühlt kommt mir das schon sehr viel länger vor.

Bleibt oder werdet alle gesund und passt auf euch auf !! Das ist im Moment das Wichtigste !!

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Aarburg

Schon sehr oft hatten wir auf der Schweizer Autobahn Richtung Bern den schönen Blick auf die Festung  von Aarburg genossen, aber noch nie waren wir abgefahren, um uns das Städtchen näher anzusehen.

Als wir vergangene Woche in der Nähe waren, nutzen wir das gute Wetter zu einem Besuch.

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Aarburg liegt zwischen dem Fluss Aare und einem schmalen langen Felsriegel, der die mittelalterliche Altstadt überragt. Das Städtchen wurde 1840 durch einen Grossbrand grösstenteils zerstört und danach wieder aufgebaut, jedoch ohne die Stadtbefestigungen. 

Wir spazierten zuerst durch den unten liegenden Ort bis hin zur Aare.

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Danach nahmen wir den Aufstieg zur Festung in Angriff. Diese steht oben auf dem Felsen.

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Die nach dem Grossbrand 1840 neu errichtete Kirche, der Festung vorgelagert

Die Festung hatte zu Beginn des 12. Jahrhunderts ihren Ursprung als Burg , wurde im Jahr 1299 an die Habsburger verkauft und 1415 von den Bernern erobert. Diese bauten die Burg ca. 100 Jahre später zu einer Festungsanlage aus. Seit 1804 gehört die Festung dem Kanton Aargau und gilt als Kulturgut von nationaler Bedeutung. Anfangs diente sie dem Kanton als Gefängnis, heute ist sie ein Jugendheim.

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Festung von der „Neustadt“ Seite aus

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Der Ausblick von oben war sehr eindrucksvoll und nach der steilen Treppe tat es gut ein wenig auszuruhen. 

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Blick auf die Aare

Durch den im Moment herrschenden Fön hatte man eine gute Sicht auf die Berner Alpen.

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Leider war das Innere des Festungshofes nicht zugänglich. Laut einem Hinweisschild ist der Besuch nur an Wochenenden und Feiertagen möglich. Aber es gefiel uns auch so und wir folgten dem Weg aussen um die Anlage herum, bis wir wieder unten in der Altstadt ankamen.

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Nachfolgend Bilder der Festung auf der Altstadt Seite.

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die Natur setzt sich durch

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Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Heimweg und blickten auf einen schönen Tag zurück, am Vormittag der Spaziergang an der Aare und zum Abschluss der Besuch Aarburgs.

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Blick zurück vom Nachbarort

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Spaziergang an der Aare

Mein Partner hatte einen Termin in Aarau für seine jährliche cardiologische Untersuchung. Dieses Mal fuhr ich mit und nutzte die Zeit für einen Spaziergang mit Jana an der Aare entlang.

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Die Aare ist mit 288 Kilometern Länge der längste rein schweizerische Fluss. Sie entspringt in den östlichen Berner Alpen und mündet bei Koblenz (gegenüber dem deutschen Waldshut-Tiengen) in den Rhein.

Der Fluss ist vor Aarau sehr ursprünglich und erinnerte mich an den Altrhein bei uns daheim.

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Zwischen Uferweg und Fluss lag Brachland. Jana erkundete es voller Begeisterung.

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Das Wetter war ideal zum Laufen. Der Wind hatte nachgelassen und die Sonne schien bei angenehmen Temperaturen. Es war später Vormittag und wir begegneten nur wenigen Menschen.

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Es herrschte eine wohltuende Ruhe und machte richtig Freude dort zu laufen. Viel zu früh war die Stunde um und ich musste zum Treffpunkt zurück gehen.

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Diesen Spaziergang möchte ich unbedingt mal wiederholen und ausdehnen. Aarau liegt ja nur 1 Fahrstunde von uns entfernt.

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Kloster Mariastein

Nicht weit von uns entfernt, nur ca. 30 Minuten mit dem Auto, befindet sich in der Nordwestschweiz das Benediktinerkloster Mariastein. Von dem hatte ich schon viel gehört, u. a., dass es ein ganz besonderer Kraftort sei, war aber noch nie dort gewesen.

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Blick vom Tal

Letzten Sonntag nutzten wir das sonnige Wetter und fuhren in den Wallfahrtsort Mariastein gleich hinter der französischen Grenze im Leymental. Am Ortsrand parkierten wir auf dem erstaunlicherweise kostenlosen Parkplatz und liefen in wenigen Minuten zu der unter Denkmalschutz stehenden Klosteranlage.

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Zuerst besuchten wir die grosse Klosterkirche, deren Innenraum sehr beeindruckend war. Mir persönlich gefielen vor allem die Decken- und Wandgemälde.

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Das 1648 erbaute Kloster hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Die grosse Blütezeit der Wallfahrt und des Klosters wurde 1798 durch die französische Besetzung beendet, 1802 bekamen die Mönche das zerstörte Kloster zurück, die Klosterschule wurde wieder eröffnet. Knapp 70  Jahre später wurde das Kloster durch den Kulturkampf aufgehoben, die meisten Mönche wurden ausgewiesen und fanden in Frankreich vorübergehend eine neue Heimat. Wenige durften in Mariastein bleiben und die Wallfahrt aufrecht erhalten. 

Die Schweizer Mönche in Frankreich mussten 1906 das Land wieder verlassen und gründeten in Bregenz ein neues Kloster, das aber 1941 von den Nazis liquidiert wurde. Die Mönche wurden des Landes verwiesen und durften dank der Regierung des Kantons Solothurn im Kloster Mariastein Asyl nehmen. Durch eine kantonale Volksabstimmung im Jahr 1970 wurde das Kloster öffentlich-rechtlich wieder anerkannt. Danach konnte die Klosteranlage  saniert und erneuert werden.

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Das Besondere an der Klosteranlage ist aber die Gnadenkapelle, die man seitlich der Klosterkirche über 59 Stufen erreicht.

Deren Geschichte geht auf das Ende des 14. Jahrhunderts zurück. Laut Legende soll ein Kind über die Felsen in die Tiefe gefallen und von der Gottesmutter Maria gerettet worden sein. Als Dank wurde eine Naturhöhle in eine Kapelle umgewandelt.

Diese Höhlenkapelle liegt unterhalb der Klosterkirche. Auf dem Weg abwärts kommt man an vielen Dankestafeln vorbei, die zeigen, dass noch viele an Wunder durch Maria glauben.

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In der Kapelle suchen viele die Stille, um zur Ruhe zu kommen und die manchmal laute Welt für eine Weile hinter sich zu lassen. Viele Pilger aus aller Welt kommen heute noch hierher.

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rechts das Gnadenbild aus dem 17. Jahrhundert, links ein Sakramentsaltar von 1645

Auf dem Rückweg nach oben warfen wir noch einen Blick in die Siebenschmerzenkapelle, eine oberirdische Kapelle zwischen Gnadenkapelle und Klosterkirche, die im Gedenken an ein zweites Felsenwunder im Jahr 1541, errichtet worden war und…

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Decke der Siebenschmerzenkapelle

…in einen Teil der Gruft.

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Der Ausflug dorthin war wirklich sehenswert.
Und wieder einmal musste ich denken, dass die Ziele in der Nähe oft übersehen werden und das völlig zu unrecht !
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Dankeschön!

Herzlichen Dank an all meine Leser, die mich auch dieses Jahr so treu begleitet haben !

Wünsche allen eine entspannte Adventszeit, frohe Weihnachten und für das kommende Jahr alles Gute, vor allem aber Gesundheit !

 

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Jana wartet auf den ersten Schnee 

 

 

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Rund um den Comer See – Menaggio

Wir fuhren weiter am See entlang Richtung Menaggio und genossen die wunderschönen Ausblicke.

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Blick hinüber nach Bellagio

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Menaggio liegt am Westufer des Comer Sees. Nicht weit davon treffen die beiden Seearme zusammen. Mit der Fähre kann man vom Hafen aus unter anderem nach Bellagio übersetzen. 

Wir wollten Menaggio ja zu Beginn unserer Rundreise besuchen, hatten das Vorhaben aber mangels Parkplatz auf deren Ende verschoben. Viel besser sah es auch an diesem Tag nicht aus, aber nach mehreren Runden fanden wir in der Nähe der Strandpromenade einen passenden Platz.

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Wir folgten der schön angelegten Uferpromenade mit mehreren Unterbrechungen, um über den See zu schauen. Wir konnten sogar einen Regenschauer auf der anderen Seeseite beobachten, während wir im strahlenden Sonnenschein standen.

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 Die Piazza Garibaldi strahlte viel Ruhe aus, so garnicht typisch italienisch. Wir bummelten durch die kleinen Gassen und gönnten uns zum Abschluss ein leckeres hausgemachtes Eis.

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Der Besuch von Menaggio war ein schöner Abschluss der Reise um den Comer See. Wir verliessen den Ort durch das Valle Menaggio, das die Verbindung ins schweizerische Lugano bildet.

Das Wetter war so schön, dass wir spontan für den Heimweg einen kleinen Umweg über den Lago Maggiore planten. Bei Luino konnten wir direkt am Ufer des Sees stehen und übernachten und das sogar kostenlos, weil ab 1. Oktober die Parkuhren ausser Betrieb waren.

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Das war unsere letzte Fahrt mit dem Wohnmobil für dieses Jahr. Wettermässig hatten wir das ganze Jahr 2019 Glück und auch sonst lief alles ohne Pannen. Jetzt freuen wir uns schon auf das nächste Jahr. 🙂

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Rund um den Comer See – Como

Der nächste Halt am Comer See, bzw. am Seearm Lago di Como, war Como an dessen südwestlichem Ende.

Schon lange vor Christus wurde diese Gegend von Kelten und Römern besiedelt. Im 15. Jahrhundert war Como einer der wichtigsten Standorte für Seidenraupenzucht, die Stadt wurde dadurch sehr wohlhabend. Davon zeugen heute noch viele  Gebäude im mittelalterlichen Stadtkern.

Auf einem öffentlichen Stellplatz in der Stadt konnten wir günstig parkieren und erreichten von dort aus zu Fuss nach kurzer Zeit die Altstadt von Como.

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Es war noch früh am Nachmittag und die Strassen und Gassen fast menschenleer. So konnten wir in Ruhe schauen und geniessen.

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Die Basilica di San Fedele und der Dom waren besonders beeindruckend.

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Basilica di San Fedele

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Dom

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Als wir in die Nähe des Sees kamen, wurden die Strässchen belebter und es gab auch mehr kleine, aber feine Läden.

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Chiesa san Ciacomo

Am See legten wir eine Pause ein und beobachteten die Seilbahn, die von Como nach Brunate hinauf fuhr. Von dort oben soll man einen wunderschönen Blick über den See und über die Alpen zum Monterosa Massiv und Matterhorn haben. 

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Dann ging es wieder zurück. Und auch dieser Teil der Altstadt war beeindruckend.

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Statue Alessandro Volta

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Porta Torre

Von Como war ich sehr positiv überrascht. So schön hatte ich mir den Stadtkern nicht vorgestellt.

Zurück am Fahrzeug fuhren wir raus aus der Stadt und fanden nach 5 Kilometern in  Como-Tavernola einen schönen ruhigen Übernachtungsplatz. Der offizielle Stellplatz war zwar bis auf den letzten Platz belegt, aber davor gab es eine Sportanlage und auf den dazu gehörigen Parkplätzen konnte man frei übernachten. Im Laufe des Abends füllten sich auch diese Plätze. Die Nacht verlief fast ruhig, nur das Hundegebell aus einem der nahe liegenden Gärten störte etwas.

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Rund um den Comer See – Bellagio

Bei strahlendem Sonnenschein und schon recht warmen Temperaturen fuhren wir entlang des Sees Richtung Bellagio. Dieses hübsche Städtchen liegt zwischen den beiden Seearmen Lago di Lecco und Lago di Como am Ausläufer des Monte San Primo.

Der Ort Bellagio ist römischen Ursprungs. Für die Bewohner Comos war er von jeher ein wichtiger Ort, auch Landwirtschaft und Fischerei blühten dort. Jetzt ist Bellagio ein bedeutender Ort des internationalen Tourismus.

Am Ortsrand konnten wir unser Wohnmobil auf einem öffentlichen Parkplatz ohne Platzprobleme abstellen und dort fiel uns eine Besonderheit auf. Das Parkieren war kostenlos und das, was ich anfangs für einen Parkscheinautomaten gehalten hatte, entpuppte sich als Getränkeautomat für Mineralwasser, wahlweise mit oder ohne Kohlensäure und das zum Minimalpreis von 5 Cent je Liter. Manche kamen mit dutzenden von leeren Flaschen und füllten sie dort auf. Sowas in der Art hatte ich bisher noch nie gesehen.

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Vom Parkplatz liefen wir in wenigen Minuten vorbei an beeindruckenden Häusern und Palazzos ins Zentrum Bellagios.

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Steile enge Gässchen führten hinunter zum See oder von dort hinauf. Edle Boutiquen wechselten sich ab mit teuren Restaurants. Schon für einen normalen Kaffee zahlte man das Doppelte wie andernorts. Aber das Bummeln durch die Strässchen mit ihrem besonderen Flair machte Spass.

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Zum Abschluss des Besuches liefen wir unten am See entlang. Der Schatten dort bot eine wohltuende Abkühlung an diesem inzwischen heissen Tag.

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Rund um den Comer See – Colico bis Lecco

Da das schöne spätsommerliche Wetter Ende September noch immer anhielt, entschieden wir uns kurzentschlossen eine Woche an den Comersee zu fahren und diesen zu umrunden. Bei mir waren es sicher 25 Jahre seitdem ich das letzte Mal dort war, damals auf einer Motorradtour.

Am frühen Nachmittag starteten wir entspannt Richtung Süden. Am St. Gotthard war wie immer Stau und so fuhren wir über den Pass.

Übernachten wollten wir auf dem offiziellen Stellplatz bei Airolo, dem ersten Ort im Tessin. Diesen kostenlosen Platz ohne Ver- oder Entsorgung gibt es noch nicht lange. Er wurde in der Nähe der Käserei von Airolo angelegt und bietet 3 terrassenförmig angelegte Flächen. Gleich daneben befindet sich die Talstation der Gondelbahn zum Pesciüm, einer Panoramaebene über dem Dorf.

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Blick hinüber zur Passstrasse St. Gotthard

Waren wir am Abend noch zu zweit, so entdeckte ich nach einer, im Nachhinein erstaunlich ruhigen Nacht, am Morgen beim Spaziergang mit Jana 14 ! weitere Wohnmobile auf der Ebene über uns.

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Nach dem Frühstück fuhren wir weiter bis Lugano, passierten später den kleinen Grenzübergang nach Italien und verliessen den Luganer See, um über die Berge zu unserer ersten geplanten Station am Comersee, Menaggio, zu gelangen. Der Stellplatz dort war leider überfüllt, deshalb beschlossen wir Menaggio als letzten Punkt der Seeumrundung anzusehen, denn hier kämen wir sicher wieder vorbei, bevor es zurück in die Schweiz ginge.

Wir fuhren im Uhrzeigersinn um den See, immer mit Blick auf eine Übernachtungsmöglichkeit am See. Diese fanden wir kurz nach dem Mittag bei Colico am östlichen Ende des Sees. Dort gab es einen offiziellen, mit 25,– Euro nicht ganz billigen, Stellplatz direkt am See, der aber Strom und Ver-, bzw. Entsorgung bot. Tagsüber war die Wiese zwischen Platz und See sehr stark von Surfern frequentiert, aber am Abend war es ruhig und idyllisch.

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Am Morgen machten wir noch einen schönen Spaziergang am See entlang. Jana musste ich leider an der Leine lassen, weil Schüsse in der Umgebung auf eine Jagd schliessen liessen.

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Gegen Mittag fuhren wir weiter Richtung Westen. Es war Sonntag und auf der Seestrasse war eine lange Autokolonne, die wir in der Nachsaison so nicht erwartet hatten. Im Nachhinein erfuhren wir, dass in einem der kleinen Orte ein prominenter Schauspieler ein Haus hat und wohl gerade anwesend war. Unglaublich welche Menschenmassen sich dorthin bewegten. Autos wurden einfach am Strassenrand der eh schon engen Strasse abgestellt und es wurden sogar lange Fussmärsche in Angriff genommen, die teils durch die dunklen Strassentunnels führten. Ganz ungefährlich war das sicher nicht.

So kamen wir nur langsam vorwärts, keine Chance irgendwo einen Platz zum Bleiben zu finden. Beim Ort Lecco, der am Ende des einen Seearmes liegt, suchten wir einen Stellplatz ausserhalb des Städtchens auf, wo man auch übernachten und entsorgen könnte, der aber an einer vielbefahrenen Strasse lag. Wir stellten unser WOMO dort ab und liefen ca. 30 Minuten zurück in das Zentrum von Lecco. Der Weg war anfangs noch fast leer, aber je näher wir dem See kamen, umso voller wurde er. Fotografiert habe ich nur im Randbereich von Lecco, im Gewühle fehlte mir ehrlich gesagt die Lust dazu.

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Blick über den Seearm

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Im Ort selber dann tobte das Leben. Unzählige Menschen waren dort unterwegs und es herrschte ein sehr hoher Geräuschpegel. Gruppen, die laut miteinander diskutierten und Einzelpersonnen, die nicht weniger laut am Handy sprachen, dazu Motorradfahrer, die im Stand ihre Motoren hochtourig laufen liessen. Schade, so konnte man diesen an sich schönen Ort nicht geniessen und auch Jana war gestresst.

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So kehrten wir zum Fahrzeug zurück und beschlossen uns eine ruhigere Umgebung zum Übernachten zu suchen, wo Jana auch mal frei laufen könnte. Diese fanden wir nicht weit entfernt auf dem Berg Erni, einer Anhöhe über Lecco, auf dem Wanderparkplatz an einer Bergbahn.

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Dort war es herrlich ruhig und ausser uns standen nur zwei weitere Wohnmobile dort. Wir verbrachten einen entspannten Abend und eine ruhige Nacht dort oben.

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Blick hinunter auf Lecco

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Kurzreisen mit dem Wohnmobil – Graubünden

Mitte September fuhren wir für ein verlängertes Wochenende nach Graubünden und wollten bei der Gelegenheit auch Bekannte besuchen, die in Vella Lumnezia in Urlaub waren. 

Nach dem Mittag fuhren wir los und wählten den Anfahrtsweg über Luzern – Andermatt – Disentis. Gegen Abend kamen wir in Ilanz, einer kleinen Stadt am Vorderrhein an und fanden am Ortsrand auf einem grösseren Parkplatz einen ruhigen Platz zum Übernachten. Nachts stand man kostenfrei, ab 7.00 Uhr morgens musste man 0,50 Rappen/Stunde bezahlen.

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Nach einer sehr ruhigen Nacht starteten wir zu einer Tagestour in die nähere Umgebung. Ilanz selber hoben wir uns für den nächsten Tag auf.

Unser erstes Ziel war der Caumasee bei Flims. Er liegt auf fast 1000 Meter Höhe. Vom Parkplatz am Ortsrand aus ging es auf einem schön angelegten Weg stetig bergab. Das letzte Stück konnte man mit einer extra deswegen angelegten Standseilbahn zurücklegen.

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Die Badesaison war vorbei und deshalb war der Rundweg um den See auch mit Hund frei zugänglich. Das Farbenspiel des Wassers war wunderschön und geheimnisvoll. 

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Vor der Weiterfahrt schauten wir uns noch ein wenig in dem kleinen etwas abseits liegenden Ortsteil um.

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Wappentier von Graubünden

Danach fuhren wir an den Brigelser See auf 1255 Meter Höhe. Selbst dort oben war es sehr warm. Wir überlegten uns erst dort zu übernachten, aber der Stellplatz war recht voll. Deshalb machten wir nur einen Spaziergang um den See und fuhren gegen Abend zurück nach Ilanz.

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Dort fanden wir am Rande des Sportgeländes einen noch besseren Platz zum Übernachten. Der Rhein war auch ganz in der Nähe und der Uferweg war ideal für den Abend- und Morgenspaziergang mit Jana.

Am nächsten Morgen erreichten wir von dort aus in wenigen Minuten zu Fuss das alte Zentrum von Ilanz. Zeit genug hatten wir, das Treffen in Vella sollte erst am Nachmittag stattfinden und es waren nur wenige Kilometer bis dorthin. So konnten wir uns in Ruhe umsehen und noch auf dem Bauernmarkt dort einkaufen gehen.

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Die Fahrt nach Vella führte durch das schöne Val Lumnezia.

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Der Ort selber war klein und verträumt. Die Gassen waren schmal, deshalb parkierten wir an der Hauptstrasse und liefen zu Fuss zum Hotel.

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Schloss de Mont

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Es wurde ein schöner Nachmittag und Abend. Nach dem gemeinsamen Essen fuhren wir zurück nach Ilanz, übernachteten dort am bekannten Platz am Rhein und fuhren am nächsten Morgen gemütlich nach Hause.

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