Kurzreisen mit dem Wohnmobil – Graubünden

Mitte September fuhren wir für ein verlängertes Wochenende nach Graubünden und wollten bei der Gelegenheit auch Bekannte besuchen, die in Vella Lumnezia in Urlaub waren. 

Nach dem Mittag fuhren wir los und wählten den Anfahrtsweg über Luzern – Andermatt – Disentis. Gegen Abend kamen wir in Ilanz, einer kleinen Stadt am Vorderrhein an und fanden am Ortsrand auf einem grösseren Parkplatz einen ruhigen Platz zum Übernachten. Nachts stand man kostenfrei, ab 7.00 Uhr morgens musste man 0,50 Rappen/Stunde bezahlen.

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Nach einer sehr ruhigen Nacht starteten wir zu einer Tagestour in die nähere Umgebung. Ilanz selber hoben wir uns für den nächsten Tag auf.

Unser erstes Ziel war der Caumasee bei Flims. Er liegt auf fast 1000 Meter Höhe. Vom Parkplatz am Ortsrand aus ging es auf einem schön angelegten Weg stetig bergab. Das letzte Stück konnte man mit einer extra deswegen angelegten Standseilbahn zurücklegen.

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Die Badesaison war vorbei und deshalb war der Rundweg um den See auch mit Hund frei zugänglich. Das Farbenspiel des Wassers war wunderschön und geheimnisvoll. 

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Vor der Weiterfahrt schauten wir uns noch ein wenig in dem kleinen etwas abseits liegenden Ortsteil um.

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Wappentier von Graubünden

Danach fuhren wir an den Brigelser See auf 1255 Meter Höhe. Selbst dort oben war es sehr warm. Wir überlegten uns erst dort zu übernachten, aber der Stellplatz war recht voll. Deshalb machten wir nur einen Spaziergang um den See und fuhren gegen Abend zurück nach Ilanz.

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Dort fanden wir am Rande des Sportgeländes einen noch besseren Platz zum Übernachten. Der Rhein war auch ganz in der Nähe und der Uferweg war ideal für den Abend- und Morgenspaziergang mit Jana.

Am nächsten Morgen erreichten wir von dort aus in wenigen Minuten zu Fuss das alte Zentrum von Ilanz. Zeit genug hatten wir, das Treffen in Vella sollte erst am Nachmittag stattfinden und es waren nur wenige Kilometer bis dorthin. So konnten wir uns in Ruhe umsehen und noch auf dem Bauernmarkt dort einkaufen gehen.

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Die Fahrt nach Vella führte durch das schöne Val Lumnezia.

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Der Ort selber war klein und verträumt. Die Gassen waren schmal, deshalb parkierten wir an der Hauptstrasse und liefen zu Fuss zum Hotel.

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Schloss de Mont

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Es wurde ein schöner Nachmittag und Abend. Nach dem gemeinsamen Essen fuhren wir zurück nach Ilanz, übernachteten dort am bekannten Platz am Rhein und fuhren am nächsten Morgen gemütlich nach Hause.

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Kurzreisen mit dem Wohnmobil – Oberalp und Furkapass

Ein weiteres Ziel im diesjährigen heissen Sommer war der Oberalppass in der Schweiz. Dieser verbindet die Kantone Uri und Graubünden miteinander. Wir fuhren am späten Nachmittag zuhause weg und waren 2 Stunden später dort. 

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Mit dem Wohnmobil kann man direkt auf der Passhöhe frei stehen und auch übernachten. Diese Idee hatten schon viele andere und es war überraschend voll. Trotzdem verteilte es sich gut und man stand nicht zu eng aufeinander.

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So idyllisch wie am Sankt Gotthard war es natürlich nicht, aber für eine Nacht ok. Leider zogen im Laufe des Abends Wolken auf und es begann zu regnen. Aber am nächsten Morgen lockerte es schon wieder auf.

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Der Leuchtturm steht symbolisch für die nahe Rheinquelle, da der Fluss ins Meer mündet

Nach einem ausgiebigen Spaziergang mit Jana und anschliessendem Frühstück fuhren wir zurück nach Andermatt und von dort aus Richtung Furkapass.

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See auf der Passhöhe Oberalp

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Blick hinunter auf Andermatt und das Urseren Tal

Die Fahrt hinauf zum Furkapass war etwas mühsam, weil auf der Strecke gerade ein Amateur Radrennen stattfand. Doch langsam, aber sicher kamen wir oben an.

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Auch dort oben könnte man frei übernachten. Auf der Passhöhe befindet sich die Kantonsgrenze zwischen Uri und dem Wallis.

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Kanton Uri

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Wallis

Zum Bleiben war uns zu viel los. Deshalb machten wir nur einen Spaziergang und genossen die Aussicht in die verschiedenen Täler.

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Danach ging es hinunter nach Gletsch. Auf dieser Strecke kamen wir am Rhonegletscher, bzw. an den Felsen, die einmal eisbedeckt waren, vorbei. Ich wusste zwar, dass der Gletscher ziemlich rapid zurückgegangen war, es aber dann mit eigenen Augen zu sehen war doch erschreckend. Vor ca. 20 Jahren hatten wir auf einer Motorradtour dort Halt gemacht. Der Gletscherrand reichte damals fast bis an die Strasse heran und wir hatten die Eisgrotte besucht. Jetzt war von Eis weit und breit keine Spur mehr.

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Das Bild oben zeigt den Blick von unserem Übernachtungsplatz, einem Parkplatz am Ortsrand, aus. Oben rechts sieht man die Serpentinen der Furkapassstrasse. Links davon befindet sich die Felslandschaft mit dem Flüsschen in der Mitte. Diese lag damals unter einer dicken Eisschicht, dem Rhonegletscher.

Dieser Eindruck ging mir noch lange nach.

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Kurzreisen mit dem Wohnmobil – St. Gotthard Pass

Wenn die Hitze bei uns in der Rheinebene zu gross wurde, flüchteten wir in die Schweizer Berge, zum Beispiel an den Sankt Gotthard Pass. Dort waren wir auf fast 2000 Meter Höhe und entlang der alten Passstrasse auf der Urner Seite gab es zahlreiche schöne Plätze, auf denen man frei stehen und übernachten konnte. Kantonsmässig gehört die alte Strasse schon zum Tessin.

Auf der Passhöhe oben am See hätte man zwar auch stehen können, aber dort standen die Wohnmobile dicht an dicht und Kuschelcampen ist nicht so unser Ding.

Ende Juni standen wir zuerst alleine auf einer schönen Wiesenfläche zwischen der alten Passstrasse und einem Bach. Jana konnte sogar frei laufen und jederzeit ins Wasser um sich abzukühlen.

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rechts die alte Passstrasse – links sieht man die ’neue‘ Strasse

Später kam noch ein VW-Bus mit einem älteren Ehepaar aus der Berner Gegend dazu. Auch sie richteten sich zum Übernachten ein. Am Abend gesellte sich noch ein Herr mit seinem PKW zu uns, der zum Schlafen ein Zelt aufbaute und am nächsten Morgen weiter fuhr.

Wir blieben 3 Tage und genossen die Ruhe dort oben, einfach nur faulenzen und lesen. Zum Wandern war es sogar auf dieser Höhe zu heiss und wir waren froh, dass uns die Markise etwas Schatten bot.

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kleiner See an der gegenüberliegenden Seite der alten Strasse

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Nachts wurde es recht kühl, am Morgen lag sogar Raureif auf der Wiese. Aber sobald die Sonne es über den Berg schaffte, konnte man dem Thermometer zuschauen wie die Temperaturen stiegen.

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frühmorgens – oben sieht man die ausgebaute Passstrasse

Am meisten beeindruckte mich die Pflanzenwelt. Um uns herum blühte unter anderem der Enzian. Das war richtig schön.

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Weiterer Ausflug Ende Juli

Im Juli wählten wir einen Platz auf der anderen Strassenseite etwas erhöht am Hang. Es gab zwar nur ein Rinnsal Wasser, dafür aber viele kleine Pfade, die wir zusammen mit Jana erkundeten. Auch dort konnte Jana sich frei bewegen und manchmal erinnerte sie mich an eine Bergziege, so kletterte und sprang sie den Berg hoch und runter.

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weitere mögliche Plätze zum Stehen, das asphaltierte ist der Zufahrtsweg und eine Sackgasse

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Von unserem erhöhten Standort aus konnten wir sogar die vorbeiziehende Postkutsche beobachten. Mit ihr kann man sich von Andermatt (Uri) über den Pass nach Airolo (Tessin) fahren lassen.

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Die Vegetation hatte sich in dem einen Monat seit dem letzten Besuch total verändert. Statt Enzian sah man die Alpenrosen blühen und vieles mehr.

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Das Freistehen und Übernachten auf beiden Seiten der alten Passstrasse ist kein Problem. Nur wenn später im Sommer die Kühe dort weiden sollten, fallen ein paar Plätze weg.

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Was mir sehr positiv auffiel war, dass nirgends Abfall herum lag, obwohl es dort keine Behälter zur Entsorgung gab. 

 

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Unterwegs im Schwarzatal

Auch dieses Jahr besuchten Jana und ich wieder unsere Freunde in Thüringen. Weil wir erst Ende Mai von Schottland zurück kamen, klappte die Fahrt dorthin erst Mitte Juni.

Die Tage waren schon ziemlich heiss, deswegen beschränkten wir uns dieses Mal, auch der Hunde wegen, auf nur einen Ganztagesausflug. Aber auch so waren die Tage wieder wunderschön.

Wir machten jeweils am frühen Vormittag einen ausgiebigen Waldspaziergang und anschliessend sassen wir im Garten auf der Schweizerhöhe oberhalb Jena’s gemütlich zusammen. Für die Hunde stand ein Wasserbecken bereit und sogar beim Grillen wurden sie nicht vergessen, jeder von ihnen bekam eine Portion Fleisch gebraten.

Das Ausflugsziel für die Tagestour war dieses Jahr das Schwarzatal. Nach dem Frühstück starteten wir und fuhren durch die sehr schöne Landschaft, Erzählungen und Erklärungen der verschiedenen Gegebenheiten natürlich inbegriffen. 

Von einem Parkplatz oberhalb des Ortes Schwarzburg aus wanderten wir vorbei an einer alten Fasanerie, über Wiesen und durch Wälder dem Aussichtspunkt Trippstein entgegen.

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Wir waren für den Moment die Einzigen dort und so konnten meine Freunde mir alles in Ruhe erklären und zeigen.

Auf einem Felsplateau über dem 500 Meter hohen Quarzit-Tonschieferfelsen hatte Georg Heinrich Macheleit, der im Jahr 1790 das Thüringer Porzellan erfand, an der steilen Hangkante zum Schwarzatal wegen der tollen Aussicht auf seinen Heimatort Schwarzburg sein Borkenhaus erbaut. Dieser Aussichtspunkt wird Trippstein genannt.

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Anscheinend hatte schon 1819 Hesse über diesen Ort geschreiben und u. a. sollen auch Goethe und Schiller dort gewesen sein und über den Ausblick aufs Schwarzatal geschwärmt haben.

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im Borkenhaus

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Auch wir genossen die wunderschöne Aussicht hinunter auf Schwarzburg und das Schwarzatal.

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Zurück am Auto fuhren wir nach Schwarzburg hinunter und entdeckten etwas ausserhalb einen urgemütlichen Landgasthof, wo wir uns ein sehr gutes spätes Mittagessen schmecken liessen.

Für den Rückweg Richtung Jena wählten wir eine andere Strecke und fuhren entlang der Schwarza. Nach wenigen Kilometern parkierten wir am Fluss und liefen mit den Hunden entlang des Ufers bis zu einem einsamen Badeplatz für sie. Dort konnten sie sich an diesem heissen Tag abkühlen.

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Auch uns tat die Abkühlung gut. Wir badeten zwar nur die Füsse in der Schwarza, aber das war so richtig erfrischend.

Auf dem Rückweg zum Auto bewunderte ich einmal mehr die wirklich schönen Wälder Thüringens. Schon mein Vater hatte mir immer davon vorgeschwärmt.

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Am nächsten Tag stand leider schon wieder die Heimfahrt an. Die Zeit war wiedereinmal viel zu kurz. Aber im nächsten Jahr sehen wir uns wieder und darauf freue ich mich.

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Abschied von der Insel

Es war noch ein Stück Weg bis zur Fähre in Dover und so legten wir unterwegs eine Übernachtungpause ein, d. h. wir mussten erstmal einen Platz dafür finden. Es wurde Abend und schliesslich hielten wir auf einem Parkplatz am Strassenrand. Wenigstens war er im Grünen und man hatte einen schönen Blick auf Wiesen und Weiden. Später kamen noch 2 Wohnmobile hinzu, sie hatten wohl auch lange gesucht. Am Morgen beim Frühstück konnten wir zahlreiche Hasen auf den Wiesen beobachten.

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Gemütlich gings dann in Küstennähe weiter. Die Fähre fuhr erst abends und so hatten wir genug Zeit, um immermal wieder anzuhalten und die Landschaft zu geniessen.

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Eigentlich waren wir viel zu früh am Hafen. Die Abfahrt wäre erst um 22.00 Uhr gewesen. Wir hatten vor einzuchecken und danach erstmal gemütlich was zu essen. Aber als wir 18.00 Uhr in den Terminal einfuhren, wurden wir gleich auf die Spur geschickt und eine halbe Stunde später waren wir schon unterwegs. Da waren wohl noch Plätze auf der Fähre frei gewesen. Es war uns ganz recht, so konnten wir nach der Ankunft in Dunkerque noch ein Stück Richtung daheim fahren. Im ursprünglichen Fall wären wir ja durch die Zeitverschiebung erst um 1.00 Uhr morgens angekommen und hätten beim Hafen erstmal geschlafen.

Zusammenfassend muss ich sagen, es waren tolle 4 Wochen Urlaub auf der Insel. Wir waren Ende April gestartet. In der ersten Zeit waren die Nächte noch sehr kalt, teilweise um den Gefrierpunkt, aber tagsüber war es immer angenehm, in den letzten beiden Wochen sogar manchmal fast zu warm. Mit insgesamt nur 2 Regentagen konnten wir mehr als zufrieden sein. Der Mai ist wirklich die beste Reisezeit, nicht nur wettermässig. Vor 5 Jahren hatten wir im August nicht annähernd so viele Tiere, sei es im Wasser oder auf dem Land, erleben dürfen. Das hat mich dieses Mal mit am stärksten beeindruckt.                      Zu den freien Übernachtungen: in Schottland war das nirgends ein Problem, da durfte man überall Freistehen – in England sah das ganz anders aus. Viele Parkplätze sind nur bis 22.00 Uhr offen, egal ob an der Küste oder im Landesinneren. Ein netter Herr erklärte das damit, dass sie in den letzten Jahren sehr schlechte Erfahrungen gemacht hätten, weniger mit Urlaubern als mit fahrenden Handwerkerkolonnen. Das muss man akzeptieren.

 

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Shaftesbury

Auf dem Weg Richtung Süden kamen wir an einem der zahlreichen ‚White Horses‘ vorbei. Das sind Scharrbilder, die über den südlichen Teil Englands verteilt sind. Die oberste Schicht des Bodens wird abgetragen, so dass der helle Kalkboden freigelegt wird. Daher auch der Name Scharrbild. Schon von weither sah man es am Hügel leuchten.

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Unser letztes Ziel der Reise war Shaftesbury. Das Städtchen, gegründet im Jahr 800 liegt über dem Blackmore Tal.

Wir fanden einen Parkplatz am Rande der Altstadt und unsere Besichtigungstour konnte beginnen.

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Hier fanden wir viele mit Reet gedeckte Häuser, was sehr heimelig wirkte und mich an die Häuser im Norden Deutschlands erinnerte.

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Obwohl es schon nach Mittag war, waren erstaunlich wenig Menschen unterwegs. Das war natürlich in unserem Sinne und auch sicher in dem Jana’s. Sie wirkt auf Menschen meistens wie ein Magnet, wird gestreichelt und zaubert ein Lächeln in die Gesichter. Letzteres ist natürlich schön zu sehen !

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Die Shaftesbury Abbey wurde 888 als Frauenkloster gegründet. Die Abtei galt als die reichste England und war ein bekannter Wallfahrtsort. Leider wurde sie 1539 auf Befehl Thomas Cromwells zerstört. Die Steine wurden teilweise zum Häuser bauen genommen. Das Gelände um die Ruine ist für Besucher zugänglich.

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Vor der Abtei war eine schöne Aussichtsterrasse mit Blumenbeeten angelegt worden.

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Gleich daneben führte ein kleines Gässchen zur wohl bekanntesten Strasse von Shaftesbury, dem Gold Hill. Das ist ein steiles kopfsteingepflastertes Strässchen, das wirklich sehenswert ist. Auch dort fühlte man sich zurück versetzt in eine Aera lange vor unserer Zeit. Natürlich liess ich es mir nicht nehmen hinunter zu laufen. Unterwegs traf ich einen sehr gesprächigen älteren Herrn, der mir erzählte, dass ich mich hier im historischen Teil der Stadt befinden würde.

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Der Rückweg nach oben war etwas beschwerlicher ;-).

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Diese alten Städtchen üben einen ganz besonderen Reiz aus. Vielleicht liegt es auch zum Teil daran, dass darin alles entschleunigt wirkt. Ich liebe solche Orte und ziehe sie jeder lauten Grossstadt vor.

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Lacock, ein Dorf unter Denkmalschutz

Fast hätten wir Lacock, das Dorf, das fast vollständig dem National Trust gehört, nicht besucht. Aber zufällig sah ich in einem Reiseführer, dass dort mehrere Harry Potter Filme gedreht worden waren. Ich wusste, dass meine Enkelin sehr viel Freude an Bildern von dort haben würde und es lag auch nur wenige Kilometer abseits der Route. Im Nachhinein muss ich sagen, wären wir nicht hin gefahren, hätten wir echt was verpasst.

Lacock liegt ca. 5 Kilometer südlich von Chippenham. Durch den Wollhandel erfuhr das Dorf in der Zeit vom 14. bis zum 18. Jahrhundert eine wirtschaftliche Blüte. Es ist aber schon viel älter. Die erste Kirche wurden von den Normannen um 1000 errichtet, die ältesten Häuser stammen aus dem 13. Jahrhundert. 1944 kamen 2/3 der Gebäude Lacocks zum National Trust, genau wie die Abtei aus dem Jahr 1232. Der komplette mittelalterliche Ortskern ist denkmalgeschützt.

Wir erreichten Lacock gegen Abend, leider wurde der grosse Parkplatz vor dem Dorf ab 22.00 Uhr verschlossen, der Platz im Ort war voll und so mussten wir erstmal eine Gelegenheit zum Übernachten suchen. Das war gar nicht einfach, zumal der nahe kleine Campingplatz noch geschlossen hatte. Am Ende landeten wir im Industriegebiet von Chippenham, wo wir eine nicht ganz ruhige Nacht verbrachten. Früh am Morgen waren wir schon wieder in Lacock, wo wir im Grünen erstmal gemütlich frühstückten. Danach starteten wir unseren Spaziergang durch den Ort. Der Vorteil der frühen Uhrzeit war, dass noch kaum Menschen unterwegs waren.

Das ehemalige Kloster Lacock Abbey war 1540 als Herrenhaus übernommen und umgebaut worden. Teile davon werden noch von Mitgliedern der Familie Talbot bewohnt. Nur der Kreuzgang ist originalgetreu erhalten geblieben. Und dort wurden Szenen des Harry Potter Filmes „die Kammer des Schreckens“ gedreht.

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Lacock Abbey

Man fühlte sich wirklich ins Mittelalter zurück versetzt, die Zeit schien stehen geblieben zu sein. Den Gesamteindruck störten eigentlich nur die Autos.

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Ich denke, dass der Denkmalschutz zum Teil eine grosse Herausforderung für die Bewohner sein muss, es darf an den betreffenden Gebäuden ja nichts verändert werden.

Auf dem nächsten Bild sieht man ‚wo Harry Potter bei seinen Verwandten gewohnt hat‘. Das wusste ich beim Fotografieren noch nicht, erst meine Enkelin hat mich später darauf hingewiesen. Das hat mich natürlich sehr gefreut, dass ich zufällig das Haus aufgenommen hatte.

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Gleich daneben besuchten wir die St. Cyriac’s Kirche aus dem 14. Jahrhundert. Was mich darin u.a. erstaunte war, dass es sogar eine Spielecke für Kinder gab. Das hatte ich so noch nie gesehen in einer Kirche.

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alter Friedhof bei der Kirche

Lacock hat mich wirklich sehr beeindruckt. Hier hätte ich gerne mehr Zeit verbracht, aber leider rückte der Abreisetag näher.

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Bibury, ein Dorf in den Cotswolds

Nicht weit entfernt von Chipping Campden wollten wir uns mit Bibury ein weiteres typisches Dorf der Cotswolds ansehen.

Anscheinend hatten noch sehr viele andere Touristen die gleiche Idee, denn die Parkplätze hinter dem Dorf waren überfüllt und in den engen Strassen des Ortes hätte selbst unser ja nicht sehr grosser Kastenwagen den Verkehr behindert. So mussten wir ein ganzes Stück ausserhalb des Ortes parkieren.

Bibury liegt beidseits des Flusses Coln, einem Nebenfluss der Themse, der innerorts teilweise parallel zur Strasse verläuft.

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Die Steinhäusern, gebaut 1380 wurden im 17. Jahrhundert zu Wohnstätten für Weber umgewandelt, die Lodengewebe für die Arlington Mühle herstellten.

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Unser Rundgang führte uns auch an der Pfarrkirche St. Mary aus dem 12. Jahrhundert vorbei.

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Vom Rest des Dorfes kann ich leider nur noch wenige Bilder zeigen. Die Speicherkarte der Cam zeigte mir plötzlich die ‚rote Karte‘ und die Ersatzkarte lag im Fahrzeug. War ja selber schuld, hätte daran denken müssen, dass sie nach über 3 Wochen Urlaub mal voll sein könnte.

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Chipping Campden

Im Norden Englands angekommen machten wir einen kurzen Abstecher zur Küste bei Cockerham, bevor wir uns vom Atlantik verabschiedeten, um die Schnellstrasse Richtung Süden zu nehmen. Wir wollten uns im Südwesten des Landes ohne Zeitdruck noch ein paar sehenswerte Orte anschauen.

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Pover Scar Leuchtturm

Südlich von Birmingham bogen wir auf kleinere Landstrassen, die durch die Cotswold führten, ab, um nach Chipping Campden zu gelangen.

Nach einer ruhigen Nacht auf einem Parkplatz am Ortsrand erkundeten wir am nächsten Morgen das wunderschöne mittelalterliche Städtchen.

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So manches idyllisches Eckchen gab es dabei zu entdecken.

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Die Hauptstrasse dort stammt aus der Zeit zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert und wurde terrassenförmig angelegt.

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Die Markthalle aus dem Jahr 1625 wurde mitten auf der Hauptstrasse errichtet, damit bei schlechtem Wetter der Markt darunter stattfinden konnte. Heute befindet sie sich im Besitz der National Trust.

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In Chipping (mittelalterliche Bezeichnung für Markt) Campden wurde vor allem Wollhandel betrieben. Die St. James Church ist eine der größten Wollkirchen in den Cotswolds, die mit dem damit eingenommenen Geld erbaut wurde.

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Es waren viele Touristen unterwegs, aber trotzdem ging es ruhig und gelassen zu. 

Auf der Weiterfahrt kamen wir durch das neue Viertel des Ortes. Was mir sehr positiv auffiel war, dass die Neubauten im ähnlichen Stil wie der alte Teil errichtet worden waren.

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Glencaple, unsere letzte Nacht in Schottland

Von New Abbey fuhren wir Richtung Dumfries, umrundeten das Mündungsgebiet des Flusses Nith und kamen nach Glencaple, wo wir am alten Pier einen offiziellen Stellplatz entdeckten. Die Benutzung war, wie in Schottland üblich, kostenlos. Es gab jedoch eine Spendenbox, für die um einen kleinen Betrag auf freiwilliger Basis zum Erhalt des Hafengeländes gebeten wurde. Neben dem gepflegten Stellplatz gab es ein Restaurant und eine öffentliche Toilette.

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Blick Richtung Meer bei Ebbe

Glencaple ist ein kleiner Ort am Ufer des Nith. Früher war dort der Hafen für das nahe Dumfries. Einige Bildertafeln erzählen von der Vergangenheit des Dorfes. 

Bei einem kleinen Abendspaziergang in der näheren Umgebung des Piers fielen die gut erhaltenen ehemaligen Kapitänshäuser ins Auge und natürlich die farbenprächtigen Rhododendren.

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Es war Ebbe und beidseits des Flusses zeigte sich ein breiter Streifen nassen Sandes. Ein Hinweisschild warnte vor den Gefahren des Treibsandes. Trotzdem sah ich einen Vater mit seinem etwa 5-jährigen Kind zum Wasser hinunter ‚laufen‘. Das Kleine hatte seinen Spass, weil es bei jedem Schritt seine Füsse wieder mühsam aus dem Sand herausziehen musste. Kann so eine Verantwortungslosigkeit einfach nicht verstehen.

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Blick flussaufwärts

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Ausser uns standen 3 weitere Wohnmobile dort zum Übernachten. Nach einer ruhigen Nacht fuhren wir am nächsten Morgen über Gretna Green (das wir aber links liegen liessen, weil wir es vor 5 Jahren besucht hatten und uns nicht nach massenhaft Touristen war) rüber nach England. 

Der Abschied von Schottland war etwas wehmütig. Doch auf der Strecke nach Dover hatte ich noch ein paar schöne alte Orte herausgesucht, die wir uns unterwegs ansehen wollten.

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wilder Rhododendron

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