Vitalberg Pertisau

Wir hatten von dem Tiroler Steinöl-Museum in Pertisau gehört und da wir uns unter Steinöl wenig vorstellen konnten, fuhren wir kurzentschlossen nach Pertisau am Achensee, nur wenige Kilometer von Maurach entfernt.

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Der Ort selber besteht zum grössten Teil aus Hotelanlagen, ist also nicht das, was ich mir unter einem Urlaubsort vorstellen. Ich mag das Ursprüngliche, alte Dorfkerne mit den typischen Häusern der jeweiligen Gegend. Ein Vorteil von Pertisau ist vielleicht, dass es dort eine Schiffanlegestelle gibt, aber im Winter fahren die Schiffe eh nicht.

Das Museum, Vitalberg genannt, machte von aussen einen einladenden Eindruck und wir waren sehr gespannt, was uns darin erwarten würde.

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Eingang zum Martinsstollen

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An der Kasse (der Eintritt kostete pro Person 8,50 Euro, mit der Gästekarte gab es Ermässigung) erhielten wir Kopfhörer, über die wir beim Rundgang durch das Museum Informationen über die Geschichte des Steinöls erfuhren.

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im Boden eingelassene Vitrine

Es wurde die Geschichte der Steinölbrennerfamilie Albrecht vom Achensee erzählt. Martin Albrecht sen. stiess 1902 fast zufällig auf das Vorkommen der schwarzen ölhaltigen Steine im Bächental, einem Seitental im Karwendelgebirge auf 1500 Meter Höhe . Bei einem Unwetter suchte er Zuflucht in einer Hütte, zündete ein Feuer an und warf aus Langeweile umherliegende Steine ins Feuer. Dabei bemerkte er, dass die Steine anfingen zu brennen.

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Anfangs wurden die Steine in Schwerstarbeit fast ohne Hilfsmittel abgebaut. Das erste Bergwerk wurde durch eine Lawine zerstört. Die Familie erlitt weitere schwere Rückschläge durch Brand und später durch Erblindung des Gründers des Familienunternehmens. Aber die Söhne (Martin Albrecht hatte 10 Kinder) führten das Werk des Vaters fort. Seit 1994 löste die fortschreitende Technik langsam die körperliche schwere Arbeit ab.

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Der Rundgang war sehr interessant, zum Abschluss gab es in einem Kinosaal noch einen Film über den Abbau des Steinöles.

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Vor unserer Zeit reichte das Meer bis weit übers Karwendelgebirge hinaus. Bei dessen Rückgang blieben vorzeitliche Meerestiere und Pflanzen zurück, die jetzt den Wirkstoff in dem Ölstein bilden. Der ausserdem hohe Gehalt an natürlich gebundenem Schwefel macht die Wirksamkeit des Steinöles aus.

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Der Ölschiefer wird nur von Juli bis Oktober im Tagebau abgebaut. Über der ölhaltigen Schieferschicht, die 6 – 8 Meter dick ist, liegt ca. 1 Meter Erdreich, das abgeräumt werden muss. Der Ölgehalt beträgt 3 – 6 %, aus 60 kg Ölschiefer erhält man ca. 2 Liter Rohöl, das dann noch gefiltert und veredelt werden muss.

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so wurden die zerkleinerten Steine anfangs transportiert

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Originalgetreuer Nachbau der 1. Schwelanlage am Seeberg

Heute verwendet man das Steinöl zum Beispiel als  Hausmittel bei Rheuma und Schmerzen am Bewegungsapparat oder Pflegemittel für Mensch und Tier.  

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Der Rundgang endete im Shop, wo man die Produkte testen und auch kaufen konnte. Ein Stockwerk höher besuchten wir zum Abschluss das Café, von dem aus man einen schönen Blick auf den See hatte.

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Vitalberg mit Café hinter der Glasfassade

 

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Maurach am Achensee

Maurach an der Südseite des Achensee, unser Feriendomizil, liegt auf 950 Meter Höhe. Für Langläufer sehr ideal beginnt eine der vielen Loipen direkt gegenüber vom Hotel. Das Achental bietet sich geradezu an für den Langlauf. Im Ort gibt es noch die Rofan Seilbahn, die die Skifahrer hinauf ins Rofangebirge auf 1840 Meter Höhe bringt. Die Abfahrt ist von dort bis in den Ort möglich.

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Wir aber zogen das Winterwandern vor. Am See waren wir schon und so ging es an einem Nachmittag in die andere Richtung zur Notburga-Kapelle in Eben. Der Weg war gut präpariert und führte am Ortsrand entlang. Manchmal verzog sich sogar der Nebel ein bisschen und man bekam einen leichten Eindruck von den umliegenden Bergen.

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Es war eisig kalt, aber raus an die frische Luft musste man ja trotzdem. Nach gut 30 Minuten hatten wir unser Ziel erreicht.

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Museum

Das Notburga-Museum war leider geschlossen und in die Kapelle selber warfen wir nur einen kurzen Blick, wir wollten die Andacht nicht stören. Deshalb fiel uns auch die Besonderheit darin nicht auf, darüber habe ich erst nach der Rückkehr ins Hotel gelesen. Aus dem Skelett der Notburga von Rattenberg wurde 1735 mit Erlaubnis des Bischofs von Brixen eine Ganzkörperreliquie gemacht und diese befindet sich stehend im Hochaltar. Ursprünglich war sie vor dem Altar beigesetzt worden.

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Notburga lebte von 1265 bis 1313 und zählt zu den meistverehrten Tiroler Volksheiligen. Sie wird als Patronin der Dienstmägde, des Feierabends und der Landwirtschaft verehrt. Jedes Jahr findet am 13. September eine feierliche Notburgaprozession statt.

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Langsam machten wir uns dann wieder auf den Rückweg. Der Nebel hatte sich weiter gelichtet.

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Maurach mit dem Rofan Gebiet im Hintergrund

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Karwendelgebirge

Mir fielen auch die baulichen Besonderheiten der Häuser auf.

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Mit den Glocken in den Türmchen wurden früher die Feldarbeiter in der Mittagszeit zum Essen gerufen (das erzählte mir der Hotelier auf meine diesbezügliche Frage).

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Im Hotel angekommen wärmten wir uns mit einer heissen Schoki auf und natürlich musste ich einen der hausgemachten sehr leckeren Kuchen probieren 😉

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Rund um den Achensee

Meine einwöchigen Ferien Mitte Februar nutzten wir für einen Urlaub in Tirol, dieses Jahr aber in einer anderen Gegend, nämlich am Achensee. Für die Hinfahrt wählten wir die Route über die Schweiz, streiften das Fürstentum Liechtenstein und erreichten Österreich bei Feldkirch. Wir hatten im Vorfeld eine 10-Tages Vignette gekauft, aber die Autobahn war so voll, dass wir sie schon bald wieder verliessen und auf der Landstrasse an unser Ziel fuhren. Der Arlbergpass war gut zu befahren, nur leider was es bedeckt und neblig und man sah nicht sehr viel von der Umgebung.

Am frühen Nachmittag erreichten wir unser Ziel, ein hundefreundliches Hotel in Maurach am Achensee.

Der Achensee liegt 380 Meter über dem Inntal zwischen Karwendelgebirge und den Brandenberger Alpen. Er ist ca. 133 Meter tief und der grösste See Tirols. Das Wasser ist sehr sauber und erreicht annähernd Trinkwasserqualität, so wurde es uns zumindest erzählt. Bei einer Fahrt über den See könnte man bis zu 10 Metern in die Tiefe sehen, die Fahrten waren über den Winter aber eingestellt.

Am nächsten Tag erkundeten wir den nahe gelegenen See zu Fuss und waren fast alleine unterwegs.

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Die meisten Feriengäste waren wohl beim Skifahren und Langlauf. Vielleicht lag es aber auch an dem trüben und sehr kalten Wetter. Jana gefiel es durch den Schnee zu tollen, hatten wir doch daheim den ganzen Winter keinen Schnee.

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Um den Achensee zu Fuss zu umrunden, war er viel zu gross, aber das andere Ende interessierte mich doch. Deswegen fuhren wir an einem der Tage mit dem Auto nach Achenkirch, das direkt am Seeende liegt.

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Sogar die Sonne zeigte sich bei diesem Ausflug und langsam wurden Plusgrade erreicht.

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Auf dem Rückweg legten wir noch einen Fotostop ein.

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Blick zurück nach Achenkirch

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Blick hinüber nach Pertisau

Auch am letzten Urlaubstag zog es uns bei Sonnenschein an den See, dieses Mal bei der Hotelsiedlung Pertisau am westlichen Ufer, nur wenige Fahrminuten von Maurach entfernt.

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Dieser See ist sicher auch ein lohnendes Ziel vom späteren Frühling bis in den Herbst.

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Bad Gandersheim

Wir hatten noch eine Übernachtung vor der entgültigen Heimfahrt eingeplant. Im WOMO-Führer fand ich einen Stellplatz ca. 1 Stunde von der Heide entfernt und so fuhren wir Bad Gandersheim an, ein Ort, von dem ich bis dahin noch nie etwas gehört hatte. 

Bad Gandersheim ist ein Soleheilbad und liegt im Tal des Gande zwischen Weserbergland, Leinebergland und Harzervorland.

Der Stellplatz lag direkt am Flüsschen Gande im Grünen und doch zentral zur Stadt und zum Kurbereich. Wir unternahmen als erstes einen Erkundungsspaziergang und waren nach wenigen Minuten im Ortskern.

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St. Georgskirche, vordere Seite

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St. Georgskirche vom Stellplatz her gesehen

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Stiftskirche

Bad Gandersheim ist ein sehenswertes Städtchen, etwas verschlafen, ab 18.00 Uhr waren kaum Menschen auf der Strasse und das Mitte August.

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Wir bummelten durch die Strassen und Gassen der Altstadt, bevor wir dann wieder zurück ins Wohnmobil gingen und dort den Tag gemütlich ausklingen liessen.

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Nach einer sehr ruhigen Nacht trotz der Ortsnähe spazierte ich am nächsten Morgen mit Jana an der Gande entlang bis ins Kurgebiet, leider hatte in der Nacht Regen eingesetzt.

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Bei unserer Rückkehr am Fahrzeug fuhr gerade der ortsansässige Bäcker vor, der ausser Sonntags jeden Morgen von April bis Oktober frische Backwaren auf dem Stellplatz anbietet.

Nach dem Frühstück ging es dann entgültig nach Hause, aber nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub 😉

 

Noch kurz ein paar Daten zum Stellplatz: Er ist das ganze Jahr geöffnet und kostet 7,– Euro pro Nacht. Darin ist die Kurtaxe enthalten. Man bezahlt am Münzautomaten und bekommt eine Quittung, die auch als Kurkarte gilt. Der Strom kostet 1,– Euro für ca. 10 Stunden. Wasserversorgung und Abwasserentsorgung wird auch angeboten.

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Die Lüneburger Heide….

……von Schneverdingen bis Hermannsburg. 

Als Kind war ich mit meinen Eltern das letzte Mal in der Lüneburger Heide und da wir den Heimweg von der Nordsee in den Südwesten gemütlich gestalten wollten, bot sich ein Zwischenhalt in der Heide geradezu an.

Gegen Mittag erreichten wir Schneverdingen, wo auf einem schön angelegten Stellplatz am Ortrand noch genug Platz zum Übernachten war. Gleich nebenan war ein sehr grosszügig angelegter Campingplatz, der alles bot, um den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Als Stellplatzbenutzer stand uns für 16,– Euro pro Nacht das gesamte Angebot zur Verfügung, wie z. B. Toiletten, Duschen, Mini-Markt, Natur-Badeweiher, Fahrrad- und Autoverleih usw. Für Kinder gab es einen Streichelzoo und einen grossen Spielplatz. Bei einem Erkundungsgang entdeckten wir sogar einen eingezäunten Agilityplatz für Hunde. Natürlich testete ich ihn mit Jana gleich. Wir waren ganz alleine dort und konnten in Ruhe alles ausprobieren. Abends besuchten wir das gemütliche Restaurant auf dem Platz – kann es nur empfehlen. Die Gerichte waren sehr lecker und gar nicht teuer.

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Am nächsten Tag unternahmen wir nach dem Frühstück eine Wanderung durch die nahe Osterheide. Der Linienbus brachte uns bis zu einem Parkplatz, wo schon einige Pferdewagen auf Kundschaft warteten. Wir aber wollten die Heide zu Fuss erkunden, das war mit Jana auch besser.

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Nach ca. 7 Kilometern kamen wir zum Heidegarten Höpen. Dort findet man 180 verschiedene Heidesorten und irgendeine blüht immer, das ganze Jahr hindurch.

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Von einer Aussichtsplattform hatte man einen guten Überblick auf die Anlage mit angegebenen 150000 Pflanzen.

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Leider zog sich der Himmel zu und es fing an zu regnen. Wir gingen hinüber zum Schafstall, der zu einem Restaurant ausgebaut worden war.

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Jana durfte mit hinein und da es inzwischen später Mittag war, liessen wir uns eine feine Linsensuppe mit Einlage schmecken. Ich fragte die nette Bedienung, ob man irgendwo in der Nähe Heidschnucken sehe könne. Sie musste mich leider enttäuschen. Heidschnucken sind den ganzen Tag unterwegs und man wisse nicht, wo genau. Sehen könne man sie höchstens morgens beim Austrieb aus dem Stall und abends beim wieder eintreiben. Leider wären das noch Stunden bis die Schnucken wieder heimkehren würden. So liefen wir wenigstens zum Stall, der ca. in 2 Kilometer Entfernung lag. Dort waren auch Infoplakate aufgestellt. 

 

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Heidehaus am Weg

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Heidschnucken, leider nur auf den Infotafeln zu sehen

Zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung wählten wir eine andere Route, in der Hoffnung doch noch einer Heidschnuckenherde zu begegnen.

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Leider erfüllte sie sich nicht. So blieben mir nur die Kindheitserinnerungen daran.

Am folgenden Tag machten wir, bevor es wieder auf die Autobahn Richtung Heimat ging, noch einen Abstecher in die Gegend von Hermannsburg. 

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Burhave

Wir folgten der Küste weiter Richtung Osten, umfuhren Wilhelmshaven und dann ging es entlang des Jadebusen bis hoch nach Burhave. Burhave ist ein Ortsteil von Butjadingen und liegt ca. 15 Kilometer nordwestlich der Wesermündung.

Dort fuhren wir einen Stellplatz an, der nur durch einen Fussweg von der Nordsee getrennt lag. Anscheinend hatte es dort stark und ausdauernd geregnet. Ein grosser Teil der Wiese erinnerte eher an eine Sumpflandschaft als an eine Stellfläche, aber wir fanden noch eine einigermassen abgetrocknete Stelle für uns.

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Uns war gesagt worden wir könnten uns hinstellen wo wir möchten. Der Platz kostete pro Nacht 20,– Euro plus Strom. Dafür hatten wir einen schönen Blick über die Bucht mit der Aussenweser hinüber nach Bremerhaven.

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Es war Ebbe und so konnte man fast meinen, dass die grossen Schiffe direkt durch das Watt fahren würden.

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Natürlich machten wir gleich einen schönen Spaziergang am Strand entlang. Es waren kaum Menschen unterwegs und so konnte Jana zwischendurch auch ohne Leine umherspringen. Sogar das Watt probierte sie aus, aber zum Glück nur kurz. Der Schlick an ihren Beinen war hinterher nur sehr schwer zu entfernen. 

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Am nächsten Morgen liefen wir über den Deichweg bis zum Fedderwarder Sielhafen. Dort war es so richtig idyllisch. Im Hafen lagen Krabbenkutter und man konnte sogar einem Seemannschor in der Nähe des Hafenausfahrt zuhören.

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Der Fedderwarder Priel verbindet den Sielhafen mit der Fahrrinne der Weser, die sich Laufe der Zeit immer mehr ostwärts verlagert hat.

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Wir liessen uns viel Zeit beim Bummel vorbei an den kleinen hübschen Häuschen entlang des Hafenbeckens. 

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Als der Hunger sich meldete setzten wir uns vor eine Fischbude und liessen uns den wirklich leckeren frisch zubereiteten Fisch schmecken.

Abends drehten wir noch eine Runde durch Burhave. Aber dort war es uns viel zu voll und laut, da zogen wir einen gemütlichen Spaziergang am Meer vor.

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Die Tage am Meer näherten sich dem Ende. Schade, mir wurde ganz wehmütig dabei. Auf dem Heimweg wollten wir aber noch ein paar Stationen einbauen.

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Bevor wir die Nordsee entgültig verliessen gab es aber noch ein Highlight, zumindest für mich persönlich. Wir hatten ein spontanes Treffen mit meinem besten  Freund aus Hamburg vereinbart, der dafür einige Stunden Bahnfahrt auf sich nahm. Wir hatten uns viele Jahre nicht gesehen, aber es war wunderschön und die alte Vertrautheit war gleich wieder da.

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Carolinensiel – Harlesiel

Auf unserer Weiterfahrt die Nordseeküste entlang kamen wir an die Mole von Harlesiel. Harlesiel liegt einen Kilometer nördlich von Carolinensiel direkt an der Nordsee. Harlesiel entstand erst zwischen 1953 und 1956 nach Trockenlegung der Harlebucht.                       

Der Stellplatz direkt an der Mole fiel uns ins Auge und wir beschlossen dort 2 Nächte zu bleiben. Dafür bezahlten wir 41,– Euro ohne Strom (wir brauchten keinen), dafür gab es in unmittelbarer Nähe Duschen und WC’s. Ein kleiner Hundestrand gehörte auch dazu und der Besuch des beheizten Meeresschwimmbads war kostenlos.

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im Hintergrund die Friedrichsschleuse

 

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Von unserem Stellplatz in der vordersten Reihe hatten wir einen guten Blick auf die Hafenausfahrt und konnten das An- und Ablegen der Fähren nach der Insel Wangerooge beobachten. Gleich neben dem Fähranleger befand sich ein kleiner Flugplatz. Wir sahen viele kleine Flugzeuge von dort Richtung Insel starten.

Bei einem Bummel der Harle entlang gelangten wir über eine Klappbrücke auf die andere Seite hinüber und dort zum Fähranleger. Wir erwogen für den nächsten Tag eine Überfahrt zur Insel, obwohl uns die doch relativ hohen Preise dafür etwas erstaunten. Auf dem Rückweg kamen wir an einem Ausflugsschiff vorbei, das ein Werbeplakat für eine Fahrt zu den Seehundbänken aufgestellt hatte. Das interessierte uns noch mehr und der Preis für die dreistündige Fahrt für uns beide war gleich hoch wie eine Fahrt nach Wangerooge für nur 1 Person. Um 10.00 Uhr morgens am nächsten Tag sollte es losgehen.

Angekommen waren wir bei strahlendem Sonnenschein, nach dem Mittag regnete es heftig. Nur im Wohnmobil sitzen gefiel uns auch nicht und so liefen wir, als der Regen nachliess, entlang der Harle bis nach Carolinensiel.

 

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Hafen von Harlesiel

 

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Carolinensiel wurde 1730 gegründet und entwickelte sich zum wichtigsten Sielhafen im nördlichen Ostfriesland, weil er nach 1765 durch den Bau einer Schleuse der Nordsee nicht mehr direkt ausgesetzt und vor Sturmfluten geschützt war. Auch dieser Ort konnte erst nach einer systematischen Landgewinnung durch Eindeichung entstehen. Um 1500 war damit begonnen worden. Dieses Thema faszinierte mich schon früher in der Schule, als es behandelt wurde.

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Carolinensiel ist ein schöner und lebendiger Ort. Der alte Hafen zog mich in seinen Bann. Das ist meine Welt :-).

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Der nächste Tag begann mit strahlendem Sonnenschein. Beim Morgenspaziergang mit Jana war noch alles ruhig und wir konnten es so richtig geniessen. 

 

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Nach dem Frühstück, im Nachhinein hätte ich es wohl besser ausgelassen, gingen wir zur Anlegestelle. Wir fanden noch Sitzplätze auf dem Oberdeck und sahen der Fahrt zu den Seehundbänken mit Spannung entgegen (Jana hatten wir im Wohnmobil gelassen, dort hatte sie es ruhiger).

Das Schiff fuhr in der Fahrrinne auf die offene See hinaus. Langsam kam starker Wind auf und Regen setzte ein. Ein grosser Teil der Fahrgäste verzog sich ins Innere. Aber das war keine Option für mich, nur das Fotografieren war etwas schwierig. 

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Zuerst kam Wangerooge in Sicht….

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……und wenig später Spiekeroog.

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Eigentlich sollte die Fahrt noch bis zur Schifffahrtslinie der grossen Ozeanriesen gehen, aber der Kapitän brach das Vorhaben wegen zu starkem Wellengang ab. Nur zu den Seehundbänken vor Spiekeroog wollte er noch und dann zurück. Als die Seehunde in Sicht kamen, konnte ich den Anblick leider gar nicht richtig geniessen. Mir war von dem starken Schaukeln des Schiffes so richtig schlecht geworden. Mit Mühe gelang es mir ein paar Fotos zu machen. 

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Auf der Fahrt zurück zum Hafen wünschte ich mir nur noch eine rasche Ankunft dort. Peinlich, und das einer Seefahrertochter. Im Wohnmobil angekommen, legte ich mich erstmal hin. Ich schlief ganze 4 Stunden, danach machten wir einen längeren Spaziergang am Wasser. 

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Fahrrinne bei Ebbe auf die offene See hinaus

Blick von der Mole auf die Inseln, stark heran gezoomt

 

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Neubauten auf Stelzen am Ufer der Harle 

Zurückblickend war es trotz allem ein schöner und interessanter Tag und ich würde die Fahrt jederzeit wieder machen.

 

 

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Dornumersiel

Es war herrlich wieder einmal an der Nordseeküste zu sein. Nach einem 2-tägigen Aufenthalt in Greetsiel (über diesen Ort habe ich früher schonmal berichtet) fuhren wir weiter Richtung Osten. Eigentlich wollten wir unseren nächsten längeren Stop in Norddeich einlegen, aber alle Stellplätze waren belegt und auch der Ort war völlig überlaufen. Deswegen fuhren wir weiter bis Dornumersiel und dort auf einen Stellplatz direkt hinter dem Deich, bzw. zwischen Deich und Nordsee. Dieser Platz kostete 13,– Euro pro Nacht. Um Strom zu haben, musste man einen Automaten füttern, der ca. alle 6 – 7 Stunden einen Euro wollte.

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Direkt am Stellplatz begann ein Hunde-Rundwanderweg, das sah ich in dieser Art zum ersten Mal. Aber auch dort musste der Hund an der Leine sein.

Gegen Abend lief ich ihn mit Jana ab, wir machten einige Fotostops und trotzdem waren wir nach knapp einer Stunde schon wieder am Fahrzeug. Hier ein paar Eindrücke von unterwegs.

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Am nächsten Tag erkundeten wir den Ort. Er war nichts besonderes, nur Wohnhäuser, ein paar Gasthäuser, das gewisse Etwas fehlte mir. Auf dem Weg dorthin überquerten wir einen Deich, der im Moment für Fussgänger gesperrt war, weil die Schafe gerade dort weideten.

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Besser als das Dorf gefiel mir der Fischereihafen mit seinen Kuttern.

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Dort gab es einen  Fischverkauf mit grosser Auswahl. Er bot auch Fischgerichte zum gleich essen an, entweder bei schlechtem Wetter drinnen oder  draussen, wo Tische und Bänke bereit standen sowie eine Getränkebar, die sehr gut besucht war. Natürlich machten auch wir von diesem Angebot Gebrauch.

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Am nächsten Tag ging’s dann weiter ohne festes Ziel. Dort wo es uns gefiel wollten wir bleiben.

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Weener im südlichen Ostfriesland

Auf dem Weg an die Nordsee besuchten wir kurz nach der niederländischen Grenze die Stadt Weener. Weener liegt an der Ems in der Region Rheiderland (Ostfriesland). Wir fanden einen schön gelegenen Stellplatz direkt am Alten Hafen. Für 10,– Euro pro Nacht mit Strom und Entsorgung war er noch günstig (Wasser 100 Liter = 1 Euro).

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Blick vom Stellplatz aus

Früher war der Hafen wichtig für die Weener aufgrund seiner Lage an der linksemsischen Handelsroute ins Münsterland. Von hier aus wurden landwirtschaftliche Güter exportiert. Die Stadt war auch für seine Vieh- und Pferdemärkte bekannt, heute spielt beides keine Rolle mehr. 

Dafür konnten wir jetzt in Ruhe am Wasser entlang laufen und die alten Kutter betrachten.

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Torffrauen

Das schöne sonnige Wetter machte die Idylle perfekt. Wir kamen an einer originellen Kneipe, der Hafen 55, vorbei.

Dort machten wir eine Pause und liessen die besondere Atmosphäre auf uns wirken. Plötzlich wurde es sehr windig und ein Platzregen liess uns ins Innere flüchten. Die weitere Erkundung des Ortes schoben wir auf und kehrten erstmal ins Fahrzeug zurück. Am späten Nachmittag, die Sonne war wieder zum Vorschein gekommen, erkundeten wir die andere Richtung bis zur Schleuse. Sie ist der Durchgang zur Ems.

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Die Ems, hinter der Schleuse

 

Am Yachthafen (dort gibt es auch einen offiziellen Stellplatz) vorbei ging es durch den Ort zurück.

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Weener machte einen ruhigen und beschaulichen Eindruck. Es waren für Anfang August sehr wenige Menschen unterwegs.

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Wir hatten vor abends essen zu gehen und schauten uns schonmal nach verschiedenen Möglichkeiten um. Überall war Hundeverbot, sogar in kleineren Kneipen und auch in den Gartenwirtschaften. Auch die Grünflächen war für die Vierbeiner gesperrt, nicht einmal an der Leine war es erlaubt. Weener war wirklich nicht sehr hundefreundlich, das erstaunte mich, hatte ich den Norden doch ganz anders in Erinnerung.

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Unser Camper von der anderen Seite des Kanals aus

Um es vorweg zu nehmen, die restlichen Orte unserer Reise direkt an der Küste bestätigten meine früheren positiven Erfahrungen in dieser Hinsicht. Überall waren Hunde sehr willkommen, in den Restaurants wurde oft sogar erst Jana mit Wasser bedient, bevor nach unseren Wünschen gefragt wurde. 

Vielleicht liegt Weener zu weit weg von der See, auf alle Fälle assen wir abends dann „zuhause“ im Camper.

 

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gesehen am Fenster eines Kutters

 

 

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Lelystad am Ijsselmeer

Nach dem Trubel der Grossstadt war der ruhige (kostenlose) Stellplatz am Parking Houtribslag, 5 Kilometer ausserhalb von Lelystad am Ijsselmeer, nur wenige Kilometer nördlich von Amsterdam, genau richtig. 

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Es standen schon ein paar Wohnmobile dort, aber es war noch Platz genug.

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Ganz in der Nähe befand sich die Marina Beach Houtrib Flevo und direkt oberhalb des Platzes gleich hinter dem Deich gab es ein kleines Restaurant, das wir aber nicht besuchten.

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Erst einmal hiess es Laufen gehen mit Jana. Sie war den ganzen Tag so geduldig an der Leine gelaufen in der Stadt, dass sie es mehr als verdient hatte endlich mal frei herumspringen zu dürfen.

Es waren kaum Menschen unterwegs, was sicher auch am Wetter lag. Graue Wolken hingen am Himmel und kurze Zeit später schüttete es wie aus Kübeln. Aber einmal nass beendeten wir in Ruhe unsere Runde.

Am nächsten Morgen vor der Weiterfahrt war es trocken und wir konnten den Spaziergang unter angenehmeren Bedingungen wiederholen.

Wir entdeckten sogar eine Hasenfamilie, die Eltern sicherten die Umgebung….

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und das Kleine versteckte sich im Gebüsch.

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