Almabtrieb im Appenzell

Mehr durch Zufall war ich in der Zeitung auf einen Hinweis gestossen, dass Mitte September in Urnäsch, Kanton Appenzell , vormittags der Almabtrieb am Tag des Bauernmarktes stattfinden würde. Das interessierte mich sehr und so fuhren wir am Samstag Morgen frühzeitig los. Nach einer 2-stündigen Fahrt begegnete uns kurz vor dem Ziel schon die erste Gruppe. Die Fahrbahn wurde von der Polizei abgesperrt und so konnten wir in Ruhe aussteigen und zusehen.

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Gleich darauf ging es weiter Richtung Urnäsch…

 

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Blick auf den Säntis

 

…. wo wir ausserhalb des Ortes parkieren konnten und nach einem kurzen Fussweg ins Zentrum des Ortes kamen.

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Urnäsch

Jana durfte natürlich mit. Zum einen ist sie völlig problemlos und zum anderen wäre das Ganze auch eine neue Erfahrung für sie. Die Hauptstrasse war gesäumt von vielen Zuschauern. Es war im Moment aber keine Almabtriebsgruppe in Sicht und so schauten wir uns erstmal ein bisschen in Urnäsch um.

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Auf den Markt wollten wir nach der nächsten Gruppe. Nach ca. einer halben Stunde kamen sie und kurz darauf die nächsten.

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Die Anordnung war immer gleich. Zuerst kam der Sennenbub….

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…..danach die Ziegen und hinter ihnen ein oder zwei Mädchen.

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Es folgte als wichtigster Teil jeder Alpfahrt ein Senn in Festtracht mit drei Schellenkühen, die die grössten Schellen des Zuges trugen.

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Diese sind klanglich aufeinander abgestimmt und gelten als Instrument, das anscheinend einzigartig auf der Welt von den drei Kühen gespielt wird. Die 4 Sennen, die dahinter in einer Reihe liefen, mussten nichts tun als zu dieser Melodie zu singen.

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Hinter ihnen kamen die restlichen Kühe und Kälber, zum Teil ohne Schellen oder die Schellen waren mit Heu ausgestopft.

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Es folgte der Stier, der von einem jungen Mann mit grossem Kraftaufwand geführt wurde und ein Pferdewagen mit den Gerätschaften darauf. 

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Den Schluss bildete der Besitzer der Herde im braunen Gewand mit Hütehund, im Appenzell natürlich ein Appenzeller Sennenhund.

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Was mir positiv auffiel war, dass die meisten Kühe ihre Hörner noch hatten.

Die Alpauffahrt ab Ende Mai findet nach dem gleichen Muster statt. Im Appenzell wird das Brauchtum noch hochgehalten.

In einer Pause liefen wir erstmal über den Markt, der inzwischen sehr voll war. An manchen Orten war fast kein Durchkommen. Wir kauften Alpkäse und mischten uns danach noch kurz unter die Zuschauer, bevor wir wieder zum Auto zurück liefen. Wir wollten nämlich noch hoch zur Schwägalp am Fusse des Säntis.

Auf dem Weg dorthin begegneten uns noch einige Sennengruppen und es war noch viel schöner ihnen ausserhalb des Ortes zu begegnen, es war einfach natürlicher. Was störte waren ein paar ungeduldige Autofahrer, die einfach nach vorne drängten.

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Oben auf der Schwägalp machten wir noch einen kleinen Spaziergang.

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Leider war der Säntis inzwischen vom Nebel eingehüllt, aber ein paar Touristengruppen fuhren trotzdem mit der Bahn nach oben.

 

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Nach einem Besuch in der Schaukäserei fuhren wir wieder runter ins Tal. Heimfahren wollten wir erst am nächsten Tag, je nach Wetter direkt oder gemütlich mit kleinen Umwegen.

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Schleusenfahrt…..

…..von Weil am Rhein nach Rheinfelden (CH).

Wir in der Familie schenken uns statt matierellen Dingen gerne Zeit. Zeit, um etwas gemeinsam zu unternehmen, woran alle Freude haben.

Dieses Jahr war dies u. a. eine Schleusenfahrt auf dem Rhein. Auf dieser Fahrt rheinaufwärts wurden zwei Flusskraftwerke passiert.

Das Schiff, die MS Christoph Merian, hatte über Nacht direkt am Dreiländereck geankert. Von dort aus fuhr es an die  Anlegestelle in Weil am Rhein (D), wo wir uns an einem Samstag Morgen mit meiner ältesten Tochter, ihrem Mann und Enkelin trafen. Mein Partner und ich hatten in Huningue (F) parkiert und waren über die Fussgängerbrücke über den Rhein hinüber nach Deutschland gelaufen.

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Blick von der Fussgängerbrücke auf das Dreiländereck F D CH, dahinter der Rheinhafen

Das Wetter war vielversprechend. Die Wolken sollten sich lt. Wetterbericht im Laufe des Tages noch auflösen.

Für mich persönlich war es die zweite Schleusenfahrt, die erste lag aber schon viele Jahre zurück. Für die anderen war es eine Première.  Dadurch, dass wir schon an der 2. Anlegestelle einsteigen konnten, hatten wir noch freie Platzwahl und entschieden uns für die Sitzplätze vorne im Bug unter freiem Himmel. Das war auch für Jana, unsere Hündin ideal.

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Anlegestelle Weil am Rhein

Wir fuhren vorbei an Huningue (F),

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der Flussmündung der Wiese am gegenüberliegenden Ufer (CH),

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….und erreichten nach dem Industriegebiet die Altstadt von Basel.

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Grossbasler Seite

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Kaserne in Kleinbasel

Basel wird durch den Rhein in Gross- und Kleinbasel geteilt. Die Grossbasler schauen gerne auf das ‚mindere Basel‘ herab – zu Unrecht, denn auch Kleinbasel hat wunderschöne idyllische Ecken und Gässchen.

Die nächste Anlegestelle war die Schifflände in Basel an der Mittleren Rheinbrücke, an der die meisten Passagiere einstiegen.

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Und weiter ging es. Die Stadt vom Fluss aus zu sehen, bot zum Teil ganz besondere Perspektiven.

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Das höchste Hochhaus der Schweiz, erbaut von einem Chemiekonzern

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Und schon erreichten wir Basel-Landschaft…

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Mündung der Birs bei Birsfelden

..mit dem ersten Flusskraftwerk samt Schleuse von Birsfelden (CH).

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Während der Einfahrt in die Schleuse strömten die Menschen alle nach vorne, zum Teil recht rücksichtslos. Es war schwierig so ein vernünftiges Foto machen zu können. Aber kaum fuhr das Schiff wieder hinaus aus der Kammer verflüchtigten sich die Leute wieder. Die meisten sassen im Restaurant.

Wir genossen die Ruhe und das schöne Wetter. Es war recht warm geworden in der Zwischenzeit.

Weiter ging es vorbei an Grenzach (D)…

P1000617_Bildgröße ändern….und am Hafen von Birsfelden.

Und schon erreichten wir die zweite Schleuse bei Augst.

Auch hier das gleiche Spiel, alles drängte nach vorne bei der Einfahrt und zog sich hinterher wieder in den inneren Teil des Schiffes zurück 😉

Jana nahm das ganze sehr entspannt. Bei der ersten Schleuse hatte sie noch interessiert durch die Reling geschaut, bei der Zweiten blieb sie entspannt liegen.

Langsam ging es weiter Richtung Rheinfelden..

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Anlegestelle im Schweizer Rheinfelden

Nach 3 1/2 Stunden Fahrt flussaufwärts waren wir an unserem Ziel angekommen. 

 

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Blick hinüber ins deutsche Rheinfelden

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Vor der Heimfahrt mit dem, am Vortag im deutschen Rheinfelden abgestellten, Auto bummelten wir noch gemütlich durch die schönen Gässchen.

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länderverbindende (Fussgänger) Brücke vom Schweizer- ins Deutsch- Rheinfelden

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Blick zurück ans Schweizer Ufer

Es hat allen sehr gut gefallen. Das schönste Kompliment bekam ich aber von meinem Schwiegersohn: “Er hätte es sich nicht so schön vorgestellt, es war eine Schifffahrt zum Entspannen und Träumen“

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Oberammergau

Auf dem Heimweg von unserem einwöchigen Urlaub in Bayern machten wir einen Zwischenhalt in Oberammergau. Wir erreichten es kurze Zeit nach unserer Abfahrt vom Riegsee. Ich hatte diesen schönen Ort vor Jahrzehnten schonmal besucht und wollte gerne diese Erinnerungen auffrischen und ihn gleichzeitig auch meinem Partner zeigen. Und da Oberammergau praktisch auf der Route heimwärts lag, bot sich das ja an.

Oberammergau gehört zu Oberbayern und liegt im direkt am Fluss Ammer. Bekannt ist es durch die Passionsspiele, die alle 10 Jahre stattfinden und die Kunsthandwerker, Hergottsschnitzer genannt. In meiner Erinnerung waren vor allem die mit barocken Malereien (Lüftlmalerei) verzierten Häuser geblieben.

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Bei strahlendem Sonnenschein liefen wir durch den noch erstaunlich ruhigen Ort. Die Touristen würden wohl erst nach dem Mittag ankommen und so konnten wir die späten Vormittagsstunden nutzen und alles in Ruhe ansehen.

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Nach einem Besuch in einem Strassencafe, wo wir noch eine Weile gemütlich sassen und die Umgebung auf uns wirken liessen, machten wir uns dann entgültig auf dem Weg zurück nach Hause.

 

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Riegsee

Auf der Weiterfahrt ging es Richtung München. Dort in der Nähe liegt der Ort Dachau. Auf Wunsch meines Partners machten wir dort Station. Inzwischen hatte es angefangen zu regnen und ich musste unwillkürlich denken – das richtige Wetter für so einen Ort. Der Besuch dort war sehr eindrücklich und die Betroffenheit über das Gesehene hielt noch Tage an.

Nun wollte ich wieder irgendwo ans Wasser, um das alles verarbeiten zu können. Am Wasser kann man einfach die Seele baumeln lassen. Da wir nur noch 2 Nächte zur Verfügung hatten fuhren wir wieder Richtung Bodensee, damit der Heimweg dann nicht allzu lang wurde.

Am Staffelsee im oberbayrischen Voralpenland war wieder Hundeverbot auf dem Campingplatz. Deshalb fuhren wir noch ein kurzes Stück weiter an den Riegsee. Er zählt zu den wärmeren Seen von Oberbayern, in denen von Mai bis Oktober bei 18 bis 25 Grad Wassertemperatur gebadet werden kann. Mit einer Grösse von nur 3,3 Kilometer Länge und 0,6 Kilometer Breite war er überschaubar.

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Am Nordufer des Riegsee fanden wir einen Campingplatz, der noch einen freien Stellplatz hatte für 2 Nächte. Der Ausblick über den See war grandios. Man sah im Hintergrund die Bergkette vom Estergebirge über das Wettersteingebirge mit Zugspitze bis hin zu den Ammergauer Bergen.

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Auf Nachfrage nach einem schönen Spaziergang wurde uns ein ca. 9 Kilometer langer Rundweg um den See vorgeschlagen. Er führte auch über den Campingplatz. Am nächsten Tag nahmen wir ihn nach dem Frühstück in Angriff und zwar gegen den Uhrzeigersinn. Ich muss sagen, wir waren sehr enttäuscht. Der Weg führte grösstenteils über eine asphaltierte Fahrstrasse ohne den geringsten Blick auf den See, dazu zu 90% entlang von Stacheldrahtzäunen, ich hatte also kaum Gelegenheit Jana mal frei springen zu lassen. Ausserdem war er sehr schlecht ausgeschildert. Manchmal musste man mehr raten wo es denn weiter ging. Ich denke im Uhrzeigersinn zu laufen wären die wenigen Hinweise besser zu finden.

Hier die schönsten Eindrücke von diesem durch die geteerten Strassen für die Füsse doch anstrengenden Spaziergang:

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Camping Brugger, Hofheim am Riegsee

Auf diesem Campingplatz war die ACSI Karte trotz Nebensaison nicht gültig. Wir mussten pro Nacht 33,30 Euro bezahlen und wollte man warm duschen, kostete das jeweils  50 Cent extra. Die Dame am Empfang war etwas burschikos, aber freundlich. Wir konnten zwischen den beiden noch freien Stellplätzen wählen. Wir entschieden uns für den Platz, von dem aus man einen kleinen Ausschnitt des Sees sah.

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Die Parzellen waren ausreichend gross und von einer Hecke umgeben. Die ganze Anlage machte einen sauberen und modernen Eindruck.

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Es gab eine Liegewiese mit Badestrand (der Hundebadeplatz war ca. 300 Meter entfernt von der Anlage).

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Im Restaurant am Platzrand assen wir an einem Abend. Es war reichlich und gut, die Preise angemessen. Der Pächter, ein Ungar, war sehr freundlich und zuvorkommend.

Ca. 100 Meter vom Campingplatz entfernt befand sich  ein Kiosk. Dort konnte man ohne Bestellung frische Brötchen und Kuchen kaufen, ebenfalls eine gute Auswahl an Lebensmitteln. Sogar Fleisch und Wurst vom Dorfmetzger wurde angeboten.

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Salzburg

Von unserem Campingplatz am Tachingersee (Berchtesgadener Land) waren es nur 24 Kilometer bis nach Salzburg. Da lag es nahe einen Tagesausflug dorthin zu machen. Der Morgen war sonnig und es schien ein sehr warmer Tag zu werden. Deswegen brachen wir gleich nach dem Frühstück auf. Der kurze Weg dorthin führte uns über die Brücke zwischen Tachinger- und Wagingersee, danach durch eine schöne Landschaft und schon waren wir dort. Wieder einmal waren wir froh, dass wir ein kompaktes Wohnmobil fahren und so fanden wir in Altstadtnähe auf dem Parkplatz einer Brauerei gleich einen Parkplatz.

Salzburg ist die Landeshauptstadt des österreichischen Bundeslandes Salzburg. Sie gilt als die viertgrösste Stadt von Österreich. Salzburg wurde im Jahre 696 Bischofssitz (davor war es eine römische Stadt). Vor allem bekannt ist Salzburg als Mozartstadt, der bekannte Komponist wurde 1756 dort geboren, er zählt übrigens zu meinen Lieblingskomponisten.

Nach kurzer Orientierung fanden wir in der Nähe des Parkplatzes ein kleines Gässchen, das hinunter an die Salzach führte. Von dort aus hatten wir gleich einen wunderschönen Blick auf das Altstadtpanorama mit dem Wahrzeichen der Stadt, die Festung Hohensalzburg. Sie stammt aus dem 11. Jahrhundert und zählt zu den grössten mittelalterlichen Burganlagen.

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Wir folgtem dem Flusslauf und kamen nach wenigen Minuten in die historische Altstadt (sie ist seit 1996 Weltkulturerbe der UNESCO).

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Wir liessen uns einfach treiben und folgten mal dem einen und dann dem anderen kleinen Gässchen.

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Salzburger Dom

 

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Es war Feiertag und die viele der Besucher trugen Tracht, auch schon die kleinen Kinder. Das passte so richtig zu der Atmosphäre dort.

Jana lief meist entspannt neben uns, nur wenn Wasser ins Spiel kam wurde sie aufgeregt. Aber eine kleine Abkühlung von dem heissen Pflaster war ja auch in Ordnung.

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Als wir auf dem Residenzplatz die Fiaker stehen sahen, wurde es ihr doch etwas unheimlich vor den für sie riesigen Pferden. Ein kleines Knurren in Richtung der Kutschen und dann war für sie die Welt wieder in Ordnung.

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Residenzplatz

 

 

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Residenzbrunnen

 

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Domquartier

 

 

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Blick vom Domquartier Richtung Residenzplatz

 

Am späten Mittag suchten wir uns einen schattigen Platz in einem Biergarten. Mir war aber nicht nach Mittagessen, sondern ich wollte viel lieber mal eine echt Salzburger Nockerl probieren. Es war eine Premiere für mich. Die Nockerl war lecker, aber nicht so umwerfend, dass ich sie wieder einmal bestellen müsste. Dafür gibt es noch viel zu viele andere Gerichte, die ich bei einem ev. nächsten Besuch mal probieren möchte.

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Die sehr nette Bedienung schaute immer mal wieder zu Jana hin, die an meinem Stuhl lag und alles interessiert beobachtete. Sie kam dann an unseren Tisch und fragte, ob sie Jana Hähnchenfleisch, das übrig geblieben war, bringen dürfte. Ich hatte nichts dagegen, sagte nur, dass aber keine Knochen dabei sein dürften. Sie kam dann mit einem grosssen Teller voll ausgelöstem weissen Hähnchenbrustfleisch. Das war ein Festessen für Jana und ich bedankte mich herzlich dafür.

Nach dieser Pause besuchten wir noch das Geburtshaus von Mozart,  zumindest von aussen.

Das Geburtshaus von hinten….

 

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…und von vorne

 

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Danach liefen wir wieder zum Fluss und am anderen Ufer zurück Richtung Parkplatz.

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Am späten Nachmittag waren wir wieder auf dem Campingplatz und konnten die Füsse hoch legen, natürlich erst, nachdem Jana sich auf der Wiese und im Wasser austoben konnte. Schliesslich war es auch ihr Urlaub 😉

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Tachinger See

Die Woche nach Pfingsten hatte ich Urlaub und wir nutzten die Zeit für die erste Tour dieses Jahr mit dem Wohnmobil. Wir hatten eine Sendung über den Chiemsee gesehen und da wir noch nie dort waren, diesen See als Ziel ausgesucht.

Der Weg über die Schweiz und Bregenz zog sich etwas in die Länge, aber schliesslich erreichten wir am frühen Nachmittag den See. Bei der Vorauswahl des Campingplatzes fielen die schönsten direkt am Wasser schonmal wegen Hundeverbot weg. Zur Auswahl blieben noch 3 Plätze übrig, die wir auch anfuhren, aber alle waren hoffnungslos überfüllt und wären auch recht teuer gewesen.

Nach einem Blick auf die Karte fuhren wir kurzentschlossen an den nicht weit entfernten Tachinger See. Das sollte sich als eine gute Entscheidung herausstellen.

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Der Tachinger See soll der wärmste See Bayerns sein und ist ca. 4 km lang und 1 km breit. Er liegt im östlichen Landkreis Traunstein und ist vom Waginger See nur durch eine Halbinsel und eine Brücke getrennt.

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Auf einem Campingplatz direkt am See gab es noch 2 Stellplätze zum Aussuchen, einer am Rand mit Schatten, der andere mittendrin in der Sonne. Wir entschieden uns aufgrund des heissen Wetters für den Schattenplatz und buchten gleich für 3 Nächte.

Unser netter Platznachbar erklärte uns gleich wie wir am schnellsten zum Badeplatz für Hunde kommen. Er lag gleich neben dem Campingplatz, 5 Minuten zu Fuss. Natürlich gingen wir als erstes dorthin. Eine Abkühlung würde Jana und auch uns gut tun.

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Wir waren die einzigsten an diesem Teil des See’s, das war uns gerade recht. So konnte Jana sich so richtig austoben.

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Die meisten Gäste des Platzes hielten sich im daneben liegenden Strandbad auf, der See war schon 24 Grad warm.

Der nächste Tag, Pfingstsonntag, fing bedeckt an. Aber es war noch so warm, dass ich nach dem Morgenspaziergang mit Jana ausserhalb des Wohnmobils darauf waren konnte, bis mein Partner ausgeschlafen hatte. Auch das Frühstück konnten wir noch entspannt draussen geniessen, aber kurz darauf fing es an zu regnen und hörte bis abends nur selten auf. So legten wir einen Entspannungstag ein mit Lesen und kleineren Spaziergängen  in den Regenpausen in der Umgebung . Der Campingplatz hatte sich sehr geleert. Sicher mussten nach den Feiertagen viele wieder arbeiten oder auch die Wetterverschlechterung spielte dafür eine Rolle. Natürlich durfte unser Spaziergang an den See nicht fehlen. Es herrschte wieder eine ganz andere Stimmung, aber nicht weniger schön.

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Für Pfingstmontag hatten wir einen Besuch in Salzburg geplant, das nur 24 Kilometer entfernt war (darüber schreibe ich in einem Extrabericht). An diesem Tag schien sogar den ganzen Tag die Sonne und es war recht warm.

Am Abreisetag war es wieder bedeckt. Aber wir wollten Richtung München weiter fahren und so störte das nicht.

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Der ‚Seecamping Taching am See‘ liegt im bayrischen Voralpenland etwas abseits der Landstrasse direkt am Wasser. In der Nebensaison zahlt man mit der ACSI oder ADAC Campingcard nur 17,– Euro pro Nacht für 2 Personen mit Hund, Strom und Stellplatz. Dazu muss ich sagen, dass bei den meisten anderen Campingplätzen über die Pfingstferien Hauptsaisonpreise verlangt wurden, da war der Seecamping Taching eine löbliche Ausnahme.

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Die Dame an der Rezeption empfing uns sehr freundlich und hilfsbereit. In einem kleinen Nebenraum lag eine Liste aus, worauf man seine Wünsche an Backwaren für den nächsten Morgen eintragen konnte. Die Auswahl ging von normalen Brötchen und süssen Teil bis zu verschiedenen Brotsorten. In Papiertüten verpackt und mit dem Namen beschriftet konnte man sie morgens dann abholen. Das Bezahlen war auf Vertrauensbasis. Es stand eine Kasse dort, in die man den Betrag einwerfen konnte, ein wenig Wechselgeld lag daneben.

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vorne links die Rezeption, dahinter das Restaurant mit Seeterrasse

Die sanitären Anlagen waren sauber und grosszügig. Campingplatzgäste hatten einen eigenen Bereich, für den man bei der Anmeldung einen Schlüssel bekam. Natürlich konnte man auch die Dusch- und WC-Räume des Strandbades benutzen.

Die Stellplätze waren grosszügig und meistens auf einer Grasfläche. Das war sehr angenehm, man trug keinen Sand und Schmutz ins Wohnmobil hinein und bei der Grösse hatte man auch genug Freiraum bis zum nächsten Nachbarn. Das war besonders positiv mit Hund, Jana hatte an der langen Leine genug Platz sich zu bewegen.

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Unten am See, direkt neben Badestrand und Liegewiese, gab es eine Pizzeria mit einer schönen grossen Seeterrasse. Wir waren einen Abend dort essen. Es war gut und günstig, das Personal sehr freundlich.

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Ich kann diesen Platz empfehlen. Man könnte von dort aus auch mit dem Bus nach Salzburg fahren oder andere sehenswerte Städtchen in der näheren oder weiteren Umgebung besuchen.

 

 

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Jagdanlage Rieseneck

Bei meinem letztjährigen Besuch in Thüringen bekam ich vor der Rückreise als Geschenk eine DVD über die Geschichte der Jagdanlage Rieseneck mit und das Versprechen diese Anlage in Natura zu besuchen beim nächsten Mal. Und jetzt war es soweit.

Die Anlage befindet sich mitten im Wald nahe des Dorfes Hummelshain im Saale-Holzland-Kreis und ist heute ein Kulturdenkmal.

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Die ursprüngliche Anlage aus dem 16. Jahrhundert wurde im 18. Jahrhundert erweitert und von den Herzögen von Sachsen-Gotha-Altenburg repräsentativ ausgebaut. Diese benutzen die Anlage bis zum Ende des 1. Weltkrieges. Seit 1987 kümmert sich der Freundeskreis Rieseneck um die Wiederherstellung und den Erhalt der historischen Jagdanlage.

Es war schon sehr warm Ende Mai und so war der Spaziergang durch den schattigen Wald mit den Hunden genau das Richtige.

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Zuerst kamen wir an den Herzogsstuhl. Dieser wurde erst Anfang des 20. Jahrhundert als privater Rückzugsort für den Herzog gebaut. Heute kann man diesen Turm für private Anlässe mieten.

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Der Turm liegt sehr romantisch inmitten des Waldes und ich kann mir gut vorstellen, dass der Herzog sich dort erholen konnte.

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Weiter ging es Richtung der eigentlichen Jagdanlage.

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Wir kamen an einer schönen, grasbewachsenen Lichtung vorbei, die allerdings, nachdem mir meine Begleiter erzählt hatten, dass dorthin das Wild angelockt wurde, um es dann aus den verborgenen Pirschgängen rundherum zu erschiessen, für mich viel von ihrer Idylle verlor.

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Man hatte das Rotwild mit Futterplätzen und Salzlecken an diesen Platz und auch an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt. Es gab sogar ein Blasehaus im Bereich der Pirschgänge. Sein Name rührt daher, weil der Wildwart von dort aus mit einem Hornsignal das Wild über die Fütterung informierte. Das Futter lagerte im Erdgeschoss des Gebäudes. Das Wild durchschwamm anscheinend sogar die Saale, um an diesen reich gedeckten Tisch zu gelangen.

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Die Mauern zu beiden Seiten des Blasehauses dienten den Jägern als Sichtschutz. Sie erreichten so unbemerkt die Pirschgänge. Dort wurde dem Wild aufgelauert, zur Beobachtung, meistens aber zum Erlegen.

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Pirschgang

 

Einer der beiden unterirdischen Gänge war begehbar, es war stockdunkel darin, aber Jana lief mutig mit mir hindurch. Das ganze war auch für sie ein Abenteuer.

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Anschliessend ging  weiter zu einer grösseren Lichtung. Dort stand das ‚Grüne Haus‘ in dem die Jagdgäste beherbergt worden waren.

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In der Wagenremise mit Heuboden wurden die Kutschen und Pferde der Gäste untergebracht.

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Der Wildwart und seine Helfer wohnten im ‚Blockhaus‘.

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Nach einer kleinen Rast, das sehr warme Wetter machte durstig, ging es zum Parkplatz. Das ganze war ein schöner und sehr interessanter Rundweg. Aber ich bin echt froh, dass diese Anlage heute nur noch der Erholung dient und nicht mehr dem ursprünglichen Zweck.

Auf dem Rückweg in die Stadt machten wir noch einen kleinen Abstecher zum ‚Neuen Jagdschloss Hummelshain‘. Das war die Jagd- und Sommerresidenz der Herzöge von Sachsen-Altenburg und dem letzten deutschen Kaiser Wilhelm II. Es diente auch den  Jagdgästen des Hochadels als Quartier.

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Leider ist das Jagdschloss zur Zeit nicht im besten Zustand, anscheinend wird nach einer Lösung gesucht. Der Innenbereich, der bei unserem Besuch geschlossen war, wird aber für verschiedene Anlässe geöffnet.

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Das letzte Bild zeigt eine Statue im Schlosspark. Irgendwie stimmte sie mich traurig. Es schien mir, als ob der Hirsch um seinen toten Kameraden trauerte und seinen Schmerz hinausschrie…..

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Den restlichen Tag verbrachten wir gemütlich im Garten über der Stadt. Am nächsten Tag sollte es wieder heimwärts gehen.

Es waren wieder wunderschöne erholsame Tage und ich weiss jetzt, dass auch die lange Autofahrt dorthin entspannt zu schaffen ist.

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Tagesausflug in der Saale-Unstrut Region

Ende Mai nutzte ich den Feiertag plus Brückentag um meine Freunde in Thüringen zu besuchen. Dieses Mal aber nicht mit dem Zug, sondern zum ersten Mal mit dem Auto, weil Jana, meine inzwischen 1-jährige Hündin, mich begleiten sollte. Das war für uns beide eine Premiere. Mir hatte es anfangs vor der langen Fahrt gegraut, waren es doch über 600 Kilometer quer durch Deutschland. Aber ich muss sagen, es war viel entspannter als ich dachte. Wir starteten morgens um 5 Uhr und machten alle 2 Stunden eine Pause mit Laufen und einem kleinen Picknick, natürlich auch für Jana. Gegen 13.00 Uhr kamen wir an unserem Zielort an, wo wir schon freudig erwartet wurden.

Am nächsten Tag machten wir eine wunderschöne Tagestour. Wir hatten alle in meinem Auto Platz (5 Erwachsene und 3 Hunde).  Selber fahren brauchte ich nicht, ich sollte in Ruhe die Gegend geniessen können.

Es ging vorbei an den Dornburger Schlössern am Rand eines Muschelkalkfelsenplateaus über der Saale, nördlich von Jena, bis zu den Burgen Saaleck und Rudelsburg in der Saale-Unstrut Region.

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Dort machten wir die erste Pause und liefen zu den beiden Burgruinen, die nur 230 Meter auseinanderlagen. Beide wurden durch die Markgrafen von Meissen errichtet (Saaleck 1140 und Rudelsburg 1170). 

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Rudelsburg

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Von dort hatte man eine schöne Aussicht hinunter ins Saaletal.

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Burg Saaleck

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Wir machten auf der Weiterfahrt noch kurz Rast auf der gegenüberliegenden Seite des Tales mit Blick auf die Burgen.

links die Rudelsburg, rechts Saaleck

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Das nächste Ziel war das ‚Steinerne Bilderbuch‘ bei Grossjena. Dabei handelt es sich um ein 200 Meter langes, aus einer Felsstufe des Buntsandstein gehauenes, Relief aus 12 Bildern mit Szenen aus dem Alten Testament, die die Arbeit im Weinberg und den Weingenuss zeigen. Dieses Denkmal wurde 1722 zu Ehren des Herzogs Christian von Sachsen-Weissenfels in einem Weinberg errichtet.

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Die meisten Reliefs waren noch gut zu erkennen. Ich fand es sehr interessant, hatte ich doch bisher nichts Vergleichbares gesehen.

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Das Mittagessen nahmen wir kurz hinter Freyburg, einem wunderschönen mittelalterlichen Städtchen, am Ufer der Unstrut in einer Mühle ein. Dabei konnte man die Kanuten beobachten, die zahlreich auf dem Fluss unterwegs waren.

Das letzte Tagesziel war ein Weingut mitten in den Rebbergen.

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Es war idyllisch und grosszügig angelegt und sehr gut besucht. Dort genossen wir in einer schattigen Laube einen sehr guten Weisswein, bevor wir noch einen schönen Spaziergang machten. Die drei Hunde verstanden sich sehr gut und es gab keinerlei Probleme.

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Blick hinüber nach Freyburg

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Es war ein wunderschöner Tag mit tollen Eindrücken. Jana und ich wurden so richtig verwöhnt. Es tut einfach gut, wenn man sich so willkommen geheissen fühlt.

 

 

 

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Ein Wochenende im Wallis

Das Osterwochenende nutzten wir für einen Ausflug in eine südlichere und damit wärmere Gegend, wo auch schönes Wetter angesagt war. Unser Ziel war die nahe Schweiz. Da wir aber keine Lust auf stundenlange Staus vor dem Sankt Gotthard hatten, fuhren wir ins Wallis. Mein Partner wollte mir den Ort zeigen, wo er früher immer Ski fuhr und im Gegenzug hatte ich das Gleiche mit Zermatt vor, das ihm bisher unbekannt war.

Die Fahrt verlief entspannt, erst kurz vor dem Genfersee wurde die Autobahn voller. Deswegen verliessen wir sie und fuhren durch die landschaftlich sehr schönen Rebberge bis  nach Conthey, wo unsere Unterkunft für 2 Nächte war.

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Conthey ist ein ruhiges Dorf unterhalb der Weinberge kurz vor Sion (Sitten) im französischsprachigen Teil des Wallis.

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Burg von Sion

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Wir brachten nach einer überaus freundlichen Begrüssung durch den Chef des Hauses – übrigens ein Schwabe – unser Gepäck aufs Zimmer und fuhren gleich weiter nach Veysonnaz, bekannt durch sein grossen Skigebiet 4 Vallées. Es ist zugleich das grösste Skigebiet der Schweiz. Zuerst ging es aber hoch nach Thyon auf fast 2100 Meter, wo wir draussen in der Sonne  sitzend erstmal einen Kaffee genossen und den wenigen Skifahrern zuschauten, die noch auf der Piste waren. Ansonsten war nur eine Hotelanlage zu sehen, unpersönlich, halt nur für die Touristen erstellt. Wieder weiter unten in Veysonnaz (1350m) liefen wir ein Stück durch den Ort, aber auch hier in dem Gebiet um die Bergbahnen nur Hotels und Ferienwohnungen, von den die meisten schon geschlossen war. Aber kurz vor der Rückkehr zum Auto entdeckte ich weiter unten doch noch ein Stück ursprüngliches Dorf. Das gefiel mir schon viel besser.

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Wieder unten im Tal machten wir erstmal einen ausgiebigen Spaziergang mit Jana, sie sollte ja auch auf ihre Kosten kommen und nicht nur an der Leine laufen müssen. Danach wurde es Zeit fürs Abendessen. Unserem einfachen, aber sehr sauberen Hotel waren 2 Restaurants angegliedert: eine Pizzeria im Untergeschoss und ein Restaurant eine Etage höher, wo morgens auch das Frühstück serviert wurde. Wir entschieden uns für die Pizzeria, dort war aber auch die Karte des Restaurants gültig. Die Pizza war echt lecker und die Preise für Schweizer Verhältnisse überraschend niedrig im unteren Bereich. Dazu das sehr freundliche Personal, da hatten wir echt Glück bei der Auswahl der Unterkunft gehabt.

Morgens war natürlich erstmal das Laufen mit Jana angesagt. Wir hatten Glück, gegenüber dem Hotel verlief ein Bach, an dessen Ufer sie frei laufen und springen konnte.

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Nach dem ausreichenden Frühstück fuhren wir ins deutschsprachige Oberwallis Richtung Zermatt. Ich war vor über 30 Jahren das letzte Mal dort und hatte das autofreie Zermatt und das Dorf Täsch, wo man in den Zug umsteigen muss, als wunderschöne Dörfer in Erinnerung mit den typischen Holzhäusern und den Lagerhäuschen auf Stelzen mit einer waagerechten Steinplatte dazwischen gegen die Mäuse. Die Dörfer auf dem Weg durch das Tal entsprachen noch dem Bild, aber schon in Täsch war das Bild ein ganz anderes geworden. Hotels, Ferienwohnungen und nur noch vereinzelt die Originalhäuser dazwischen, aus dem Bahnhof war das Matterhorn Terminal geworden. Ich hatte meinem Partner immer vorgeschwärmt von dem wunderschönen idyllischen Täsch, das ich vor Jahren besucht hatte. Davon war fast nichts übrig geblieben und ich war so enttäuscht, dass ich nicht einmal fotografieren wollte dort. Zum Glück hatte ich es in jungen Jahren sehen dürfen und so werde ich es in Erinnerung behalten.

Vor der Zugfahrt machten wir noch einen Spaziergang wegen Jana aus dem Ort hinaus und dort entdeckten wir die Fuxstein Kapelle im inneren eines Felsblocks.

In Zermatt empfing uns die laute Bahnhofstrasse mit ihren zahlreichen Schmuck- und Uhrenläden.

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Wir entschieden uns dann für die menschenleeren Nebengässchen und fanden das „alte“ Zermatt. Das hob meine Stimmung merklich 🙂 

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Wir liefen durch das ganze Dorf, bis wir dann das Matterhorn sahen. Es war schon ein beeindruckender Anblick.

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Auf dem Rückweg liefen wir am Bach entlang und kamen so in die alte Hinterdorfstrasse, wo wir einige unter Denkmalschutz stehende alte Häuschen entdeckten.

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Dann ging es mit dem Zug wieder zurück nach Täsch, von dort aus runter ins Tal und auf der anderen Seite wieder hoch nach Crans Montana. Schon auf dem Weg nach oben sah man Hochhäuser mitten in den Bergen, Flachbauten aus Beton neben Holzhäusern, schön ist anders. Auch dieser Anblick verführte mich nicht zum fotografieren.

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Blick von Crans Montana ins Tal

Abends sprachen wir dann mit dem Hotelbesitzer darüber. Er sagte, dass man Crans Montana auch das Manhattan vom Wallis nennt. Wir sassen noch eine Weile mit ihm zusammen und er bot an, sollten wir mal wieder kommen und ihm vorher Bescheid geben, er uns dann die schönsten Orte im Wallis zusammenstellen würde. Eine Panoramakarte schenkte er uns schonmal im voraus.

Am nächsten Morgen ging es dann auf Nebenstrecken quer durch die Schweiz wieder heimwärts.

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Die letzten winterlichen Tage

Den Urlaub Anfang März verbrachten wir nach den positiven Erfahrungen vor 3 Jahren wieder im Tannheimer Tal und dort in Grän in einem familiär geführten und sehr gemütlichen kleinen Hotel. Der Empfang war genau so herzlich wie beim ersten Besuch und wir verbrachten eine erholsame Woche dort.

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Ausserdem konnten wir dort noch ein wenig Schneeluft schnuppern, nachdem bei uns daheim so gut wie kein Schnee gefallen war den ganzen Winter.

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Die meiste Zeit schien die Sonne, aber auch wenn es mal schneite, war das Laufen sehr entspannend. Lange Wanderungen waren dieses Mal nicht drin. Jana war erst 9 Monate alt und da wäre die Belastung der Gelenke zu gross gewesen. Aber auch gemütliche Spaziergänge tun Körper und Seele gut.

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Am Tag vor der Abreise kehrte der Frühling ein und langsam setzte sich das Grün durch.

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Die Aufnahmen wurden alle in der Nähe des Hotels gemacht.

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