Porzellanwelten auf der Leuchtenburg

Es war später Vormittag als wir im Inneren der Burganlage waren und deshalb noch nicht viel los. Das nutzten wir, um uns die Ausstellung ‚Porzellanwelten‘ anzusehen. Es handelt sich um eine Dauerausstellung im Auftrag der Stiftung Leuchtenburg.

Die Ausstellung war sehr interessant. Auf einem Rundgang konnte man die Geschichte des Porzellans erfahren, angefangen mit der Reise nach China, die als bewegter Scherenschnitt an der Wand erzählt wurde, bis hin zur modernen Keramik. Das ganze war wie eine Zeitreise angelegt.

Die Lichtverhältnisse liessen nicht allzu viele Bilder zu, aber ein paar möchte ich hier zeigen.

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Eine Besonderheit war die grösste Vase der Welt. Sie ist 8 Meter hoch und besteht aus 360 aus Porzellan gegossenen Waben, die Konstruktion ist selbsttragend. Die einzelnen Waben wurden in der Porzellanmanufaktur Reichenbach hergestellt. Mit Kobaltblau handbemalt und Gold dekoriert wurden sie vom Künstler Alim Pasht-Han aus dem Nordkaukasus. Die aussergewöhnliche Konstruktion ist sein Werk. Er nennt die Vase „Arura“. Ar u Ra – von der Erde zur Sonne.

Leider kommt die Vase auf dem Foto nicht so zur Geltung, ich hoffe ihr könnt trotzdem das Besondere darin entdecken.

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Eine weitere Besonderheit ist die kleinste Teekanne der Welt. Sie ist nur 4 x 3 x 3 Millimeter gross und könnte sogar befüllt werden, aber ein Wassertropfen weist eine zu hohe Oberflächenspannung auf und geht darum nicht hinein. Genau sehen kann man sie nur durch die Lupe.

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Man hätte den ganzen Tag dort verweilen können, wenn man alles bis ins Detail angesehen hätte. Es gibt sicher noch viel spannendes zu entdecken dort. Zum Beispiel könnte man in einem nachgebauten Alchemie Labor die richtigen Materialien für die Porzellanherstellung auswählen und zusammenstellen oder am Brennofen sein technisches Geschick beweisen. Für Interessierte ist die Burg mit seiner Ausstellung sicher einen Besuch wert. 

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Leuchtenburg bei Kahla in Thüringen

Anfang Juli war es endlich wieder soweit, ich konnte meine Freundin in Jena besuchen. Und wieder wurden es wunderschöne entspannte Tage.

Nur an einem Tag regnete es, aber während des Hundespaziergangs durch den Forst hörte es vorübergehend auf und bei dem etwas kühleren Wetter konnte man sogar im Forsthaus eine warme Mahlzeit, natürlich mit selbstgemachten Thüringer Klössen, geniessen.

Am nächsten Tag schien die Sonne wieder warm vom Himmel und wir besuchten die Leuchtenburg bei Kahla. Von der Anhöhe über Jena hatte ich die Burg schon aus der Ferne gesehen, aber besucht hatte ich sie noch nie.

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Die Leuchtenburg liegt auf einem von weither sichtbarem Bergkegel 395 Meter hoch über dem Saaletal und gilt als eine der schönsten Burgen Thüringens.

Sie wurde im Jahr 1221 zum erstem Mal als Stammburg der Herren von Lobdeburg-Leuchtenburg urkundlich erwähnt. Wegen hoher Verschuldung musste die Burg 1333 verkauft werden und danach wechselten die Besitzer durch Kriege immer wieder.

Überhaupt weist die Leuchtenburg eine wechselvolle Geschichte auf. Sie galt zeitweise als Zufluchtsort, war mittelalterlicher Amtssitz, danach Zucht-, Armen- und Irrenhaus. Ab 1873 wurde sie touristisch erschlossen und beherbergte bis 1951 ein Hotel mit Gastwirtschaft.

Nach der Nutzung als Gefängnis und Arbeitslager wurde im Torhaus der Burg 1921 die erste Jugendherberge Thüringens gegründet und wurde ein wichtiges Zentrum der Jugendbewegung bis in die 30er Jahre. Seit 2007 wird die Leuchtenburg von einer Stiftung verwaltet und umfangreich saniert.

Wir erreichten die Leuchtenburg von dem Ort Seitenroda aus, wo wir am Fusse des Hügels parkieren konnten.

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Blick vom Parkplatz aus

Von dort aus mussten wir zu Fuss weiter. Der Weg war etwas steil, bei der Wärme gingen wir den Aufstieg gemütlich an und genossen kurz vor dem Ziel bei einer kleinen Verschnaufpause die Aussicht hinunter ins Tal.

Durch das renovierte Torhaus betraten wir die Burganlage. Die Tageskarten konnte man vorher online zu einem Preis von 13,50 Euro lösen. Darin enthalten ist auch der Besuch des Museums „Porzellanwelten“. Darüber werde ich in einem kleinen separaten Beitrag berichten.

Als erstes besichtigten wir das Brunnenhaus mit der Kolbenwasserpumpe. Der Brunnen ist 80 Meter tief. Die Umlenkrolle am Fusse des Brunnens wurde durch ein Tretrad angetrieben. Als die Burg als Zuchthaus diente mussten täglich 2 Häftlinge das Rad treten, damit genügend Wasser zur Verfügung stand. Einige Häftlinge sollen den Tod durch einen Sprung in den Brunnen dieser schweren Arbeit vorgezogen haben. 

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Brunnenhaus

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Aber es gab noch mehr interessantes zu sehen.

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Blick vom Steg der Wünsche

Nach dem Besuch der Ausstellung kehrten wir in der Burgschenke ein. Die Speisekarte war reichhaltig und das Essen sehr gut, das passende Ambiente innen tat sein übriges dazu.

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Gestärkt setzten wir unseren Rundgang fort.

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Eingang in das Gewölbe des Weinkellers

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Aus dem Gewölbekeller kehrten wir auf den Vorplatz des Turmes zurück.

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Während ein Teil meiner Begleiter mit den Hunden im Schatten wartete, wollte ich mir den Turm von innen ansehen.

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Rittersaal 

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Durch einen grossen Drachenkopf gelangte man in einen Raum, in dem die Geschichte der Leuchtenburg dargestellt wurde.

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Ich lies es mir auch nicht nehmen die unendlich vielen Stufen des Turmes nach oben zu steigen. Muss ehrlich zugeben, dass ich unterwegs fast aufgegeben hätte. Aber der Ausblick oben über das mittlere Saaletal und das Thüringer Holzland entschädigte für die Anstrengung.

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Blick auf Seitenroda


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Blick hinüber nach Kahla

Der Abstieg fiel entschieden leichter und danach ging es zurück nach Jena, wo wir den letzten Abend gemütlich im Garten ausklingen liessen.

Freue mich schon sehr auf meinen nächsten Besuch dort! 🙂 

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Kloster Fahr

Anfang Oktober unternahmen wir einen Sonntagsausflug in die nahe Schweiz. Mein Partner wollte mir schon lange mal das Kloster Fahr in Würenlos in der Nähe von Zürich zeigen.

Das Kloster Fahr ist ein Benediktinerinnenkloster und bildet seit seiner Gründung im Jahr 1130 das – laut Darstellung des Ordens – weltweit einzige verbliebende Doppelkloster mit dem Kloster Einsiedeln (ebenfalls in der Schweiz). Die 20 Schwestern leben bis heute nach den Regeln des heiligen Benedikt: Gebetszeiten und Lesungen wechseln sich ab mit Arbeit und Erholung. Sie arbeiten in der Landwirtschaft und befassen sich mit Rebbau, stellen sogar eigenen Wein her. Von 1944 bis Mitte 2013 führten die Ordensschwestern zusätzlich eine Bäuerinnenschule. Auch die Herstellung von Ordensgewändern gehört zu ihren Aufgaben.

Bei strahlendem Sonnenschein spazierten wir durch die grosszügige Anlage. In einem Teil fanden wir Scheunen und Ställe. Nur die Schweine waren drinnen, die Rinder und Schafe weideten ausserhalb auf den Wiesen.

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Es gab in dem Bereich auch einen kleinen Laden mit Erzeugnissen aus der Landwirtschaft und ein kleines Café.

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Gegenüber des Eingangs in den Klostergarten befindet sich die St. Anna Kapelle aus dem 12. Jahrhundert. Sie wurde im Laufe der Zeit immer mal wieder umgebaut, der ursprüngliche Grundriss soll aber auf die Heilig-Grab-Kapelle in .Jerusalem zurückgehen. Die Freskenmalereien konnten zum Teil wieder freigelegt werden. Leider überlebten nicht alle das Übermalen im Laufe der Jahrhunderte.

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Von der Kapelle aus liefen wir durch den in Kreuzform angelegten Klostergarten. Er war auch im Herbst besonders durch die Blütenpracht noch wunderschön. Auch zahlreiche Heil- und Küchenkräuter  fanden wir in den Beeten. 

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im Hintergrund das Klostergebäude

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Einzigartig war die Ruhe, die dieser Garten ausstrahlte. Es war ein Ort zum Innehalten und positive Energie tanken. In dem Fachwerkbau am Rande des Klostergartens war früher das Schulhaus für die werdenden Bäuerinnen untergebracht, heute sind dort Seminarräume.

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Unter der Woche hätte man das Klostergebäude auf der anderen Seite des Gartens besichtigen können, aber Sonntag war es geschlossen.

Abschliessend liefen zur Klosterkirche hinüber. Um hineinzukommen mussten wir durch den Friedhof laufen.

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Die Klosterkirche wurde 1487 das erste Mal erwähnt, muss aber, wie aus Urkunden ersichtlich ist, schon früher bestanden haben. Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden die Fresken, die bis heute grosse Beachtung finden.

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Die einstündige Fahrt zu diesem Kloster hatte sich wirklich gelohnt. Es war ein schöner erholsamer Ausflug. 

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Schwerin

Am letzten Tag unseres Urlaubs wollten wir Schwerin besuchen. Dazu fuhren wir vom Saaler Bodden auf direktem Weg dorthin. Es ging schneller als gedacht und so kamen wir schon mittags in der Stadt an. Wir schauten uns mehrere Stellplätze an und entschieden uns dann für den gleich hinter dem Schlosspark. Im Nachhinein war das die richtige Entscheidung.

Schwerin wurde im Jahr 1018 zum ersten Mal erwähnt und erhielt 1164 die deutschen Stadtrechte. Damit ist Schwerin die älteste Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Ende der 1960er Jahre sollte die gesamte Innenstadt bis auf wenige historische Gebäude abgerissen und durch Plattenbauten ersetzt werden. Zum Glück scheiterte das aber am Geldmangel. Seit 1990 ist Schwerin Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern und ein Jahr später wurde mit der Sanierung des Schlosses und der historischen Altstadt begonnen.

Von unserem Übernachtungsplatz aus hatten wir einen wunderschönen Blick auf  das Schloss. Es war bis 1918 die Hauptresidenz des Mecklenburger Herzogtums und ist heute Sitz des Landtages. Es liegt auf einer kleinen Insel im Schweriner See. Insgesamt zählen zwölf Seen zum Stadtgebiet.

Das Wetter meinte es wieder sehr gut mit uns. Bei strahlendem Sonnenschein liefen wir durch den Schlosspark auf das eindrucksvolle Schloss zu, das fast an Schloss Neuschwanstein von König Ludwig erinnerte. 

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Blick vom Schlosspark auf Dom und Ministerien

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Museum

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Reiterdenkmal Grossherzg Friedrich Franz II., der Erbauer des Schlosses

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Blick vom Schloss auf den Schweriner See

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Mir fielen die zahlreichen Kamerateams und Übertragungswagen auf. Zwischen Schloss und Regierungsgebäuden waren auch Fernsehstudios aufgebaut. Dann kam mir der Grund in Erinnerung, es war Wahlsonntag.

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Der Bummel durch die wunderschöne Altstadt war sehr interessant. Undenkbar, wenn sie zerstört worden wäre.

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In einem Prager Café stärkten wir uns zwischendurch. Die umfangreiche Kuchentheke machte die Auswahl schwer. Mit neuer Energie setzten wir unseren Spaziergang fort.

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Marktplatz mit Töpfermarkt

Dann ging es zurück zum Schloss und durch den Park wieder zum Fahrzeug.

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Beim Abendspaziergang mit Jana lief ich auf eine leichte Anhöhe hinter dem Stellplatz und hatte einen noch schöneren Blick zum Schloss hinüber.

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Der Besuch dieser sehenswerten Stadt war ein perfekter Abschluss des diesjährigen Urlaubs.

Am nächsten Morgen regnete es in Strömen. So fiel das Heimfahren nicht ganz so schwer 😉

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Dieser Stellplatz ist ein einfacher Parkplatz ohne V/E direkt hinter dem Schlosspark. Nachts ist er sehr ruhig. Durch den Park kommt man in kurzer Zeit zum Schloss und/oder in die Altstadt. Ausser uns übernachteten nur noch 3 weitere Wohnmobile. Der Preis von 10,– Euro/24 Stunden in der Nebensaison (wir waren gegen Ende September dort) ist ok. In der Hauptsaison zahlt man allerdings 30,– Euro/24h, das wäre uns zu teuer gewesen.

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Neuendorf am Saaler Bodden

Nach der Insel Poel wollten wir ursprünglich die vorletzte Nacht des Urlaubs fussläufig zu Ahrenshoop verbringen. Dieses Künstlerdorf interessiert mich, weil ich von meiner Tochter dieses Jahr zum Geburtstag die Bücher der Ostsee-Trilogie geschenkt bekommen hatte. Die sehr spannende Geschichte spielt grösstenteils in Ahrenshoop.

Aber schon bei der Durchfahrt sahen wir, dass Ort total überlaufen war und dafür 25,– Euro für eine Nacht bezahlen ohne Service war uns dann doch zuviel. Ahrenshoop werden wir uns mal in einer ruhigen Jahreszeit ansehen und dann dafür ausgiebig.

Nach Prerow und Zingst fuhren wir weiter in südlicher Richtung am Saaler Bodden entlang bis kurz vor Neuendorf. Dort fanden wir direkt am Hafen einen schönen Stellplatz auf einer Wiese. Auf einer Tafel stand, dass man sich einfach einen Platz suchen soll und am nächsten Tag bei Hafenmeister bezahlen. Dieser kommt in der Nachsaison vormittags für 2 Stunden vorbei.

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Wir hatten Glück, mit dem wirklich schön gelegenen Platz und dem Wetter. Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir draussen sitzen und einfach die Ruhe geniessen.

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Das daneben liegende kleine Restaurant mit Biergarten war gut besucht, auf dem Platz hörte man aber nichts davon.

Abends erlebten wir sogar einen schönen Sonnenuntergang. Es war erst der zweite in diesem Urlaub und würde auch der letzte sein. Um so mehr genossen wir ihn.

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Dieser Übernachtungsplatz war auch ein offizieller Wasserwanderrastplatz, der von zwei Faltbootfahrern angesteuert wurde. Das weckte positive Erinnerungen an die Zeit, als ich mit meinem früheren Partner die Flüsse, vor allem in Frankreich, mit Kanu oder Faltboot befahren hatte.

Nach einer sehr ruhigen Nacht hatte ich morgens beim Laufen mit Jana noch ein besonderes Erlebnis. Geräuschvoll zogen verschiedene Kranichzüge über mich hinweg. Das war sehr eindrucksvoll und berührend. Hatte das so noch nie erlebt.

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Nach dem Frühstück bezahlte ich beim sehr netten Hafenmeister im Büro und lief nochmal über den Steg, um mich von diesem wunderschönen Ort zu verabschieden. Auch hierhin würde ich irgendwann zurück kehren.

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Vielleicht war es ganz gut, dass es mit Ahrenshoop dieses Mal nicht geklappt hat. Sonst hätten wir diesen sehr schönen idyllischen Ort nicht kennengelernt.

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Dieser Stellplatz am Neuendorfer Hafen bietet Platz für ca. 20 Wohnmobile, auch für Dickschiffe. In der Gebühr von 15 Euro sind Strom und V/E enthalten, es gibt im Obergeschoss des Hafengebäudes sogar Duschen und Toiletten. Die 2,– Euro für den Hund brauchte ich nicht zahlen. Der Hafenmeister meinte, es wäre ja nicht mehr viel los.

Der Wohnmobilstellplatz ist ganzjährig nutzbar, V/E aber nur von Anfang April bis Ende Oktober. In der Hauptsaison kommt regelmässig ein Verkaufswagen mit Lebensmitteln, ausserhalb müsste man vorher einkaufen gehen.

Der Platz ist ideal für Naturfreunde. Er bietet eine absolut ruhige Lage.

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Timmendorf auf der Insel Poel

Die Insel Poel hatten wir auch noch nie besucht und von Wismar aus waren es keine 20 Kilometer bis dorthin. Wir fuhren über den befahrbaren Damm hinüber und genossen die schöne Natur und die sehenswerten Orte auf dem Weg nach Timmendorf.

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Dort gab es einen Leuchtturm und das war für mich persönlich fast ein Muss ;-). Dieser Leuchtturm markiert die Einfahrt in die Wismarer Bucht und ist einer der beiden grösseren Leuchttürme auf der Insel.

Vor dem Ortseingang lag links ein Parkplatz, auf dem auch Wohnmobile standen. Wir parkierten erst dort und sahen dann, dass Übernachten nicht erlaubt war. Aber wenige Meter weiter gab es einen offiziellen Stellplatz. Diesen fuhren wir dann auch an. Nach der Anmeldung machten wir uns gleich auf den Weg das autofreie Timmendorf zu erkunden. Auch hier waren die Strassen voller Menschen, aber trotzdem strahlte der Ort Ruhe aus.

Vom Leuchtturm aus, der inmitten des alten Lotsenhauses steht, konnte man entweder zur Steilküste laufen oder an den langen Sandstrand. Wir hatten Jana dabei und am Strand war Hundeverbot. Hunger hatten wir auch und deswegen gingen wir erst einmal in eines der netten kleinen Restaurants. Danach verweilten wir noch ein bisschen im kleinen Hafen, wo neben Sport- und Fischerbooten auch ein Lotsenboot lag.

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Am Nachmittag nutzte ich die Gelegenheit und besorgte die restlichen Mitbringsel. In einem Laden dort gab es die typischen Sanddorn Spezialitäten, die es bei uns in der Gegend ja nicht gibt. Natürlich kam ich nicht an der Bäckerei vorbei ohne für jeden ein Stück Sanddorntorte mitzunehmen. Die war echt lecker und schmeckte nach mehr.

Der Abendspaziergang führte, wie könnte es auch anders sein, zum Leuchtturm und ans Wasser. Die Tagestouristen waren nicht mehr da und man hatte den Ort fast für sich alleine. Timmendorf mit seinen reetgedeckten Häusern ist wirklich ein schöner idyllischer Ort.

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Dort könnte man mehrere Tage verweilen, aber irgendwann kommen wir wieder. Ich denke auf dieser Insel gibt es sicher noch mehr Schönes zu entdecken. Das war jetzt einfach ein kurzes Kennenlernen, das Lust auf mehr machte.

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Der offizielle Stellplatz in Timmendorf liegt direkt rechts am Ortseingang. Daneben gibt es auch noch einen grossen Campingplatz. Man steht auf Rasen und kann den Platz selbst wählen. Wir haben für eine Nacht 15,– Euro bezahlt (von 6 – 24 Uhr 5,– plus 24 – 6 Uhr 5,– und ab 6.00 nochmal 5,–). Inbegriffen ist V/E (recht schlammig nach Regen). Wasser kostet 0,50 Euro/50 Liter (im Winter anscheinend abgestellt) und Strom 1,– Euro/kWh. Die Gebühr zahlt man vor der Ausfahrt am Automaten. Nach der Ankunft sollte man sich im Laden nebenan anmelden und die Kurtaxe von 1,50 Euro pro Person und Nacht bezahlen. Ein wirklich guter Bäcker mit grosser Auswahl an Brot und Kuchen ist in 5 Minuten zu Fuss erreichbar,

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Wismar

Am frühen Nachmittag starteten wir in Lübeck und fuhren Richtung Osten. Vor 8 Jahren hatten wir die Ostsee von Travemünde bis zur polnischen Grenze erkundet, aber damals hatte ich nur 2 Wochen Urlaub und da hatten wir natürlich nicht alles gesehen. Jetzt wollten wir Neues entdecken in den wenigen Tagen die uns noch zur Verfügung standen.

Wir wählten die Strecke über Dassow und folgten der Erlebnisstrasse der Deutschen Einheit bis Wismar. Unterwegs legten wir bei Boltenhagen im Hafen eine Pause ein, die wir für einen Spaziergang mit Jana und leckeren Fischbrötchen aus dem dortigen Fischereihof nutzten. Im Hafen herrschte Aufbruchstimmung. Überall wurde abgebaut und zusammengeräumt. Die Saison war zu Ende.

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In Wismar wollten wir eigentlich auf den Wohnmobil-Stellplatz in der Nähe des Alten Hafens. Aber der war schon voll und es standen noch einige Fahrzeuge am Strassenrand. Wir fanden aber eine Alternative neben dem Erlebnisbad “ Wonnemar“. Als wir dort ankamen stand nur ein weiteres Wohnmobil dort, aber im Laufe des Nachmittags füllte sich der Platz.

Wismar ist nach Rostock die zweitgrösste Hafenstadt von Mecklenburg-Vorpommern. Die Stadt stand zwischen dem Ende des Dreissigjährigen Krieges bis 1803 unter schwedischer Herrschaft. Seit Mitte 2002 gehört die aufwendig sanierte historische Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe.

Am späten Nachmittag liefen wir durch die „Kuhweide“ Richtung Altstadt. Das Gebiet heisst so, weil es bis Mitte des 20. Jahrhunderts als Kuhweide genutzt wurde. Dort können viele Vogelarten beobachtet werden und auch Wildschweine leben im Schilfgürtel.

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Blick von der „Kuhweide“ auf Marienkirchturm und Georgenkirche

Die Altstadt gefiel mir auf Anhieb. Der Turm der Marienkirche überragte die sehr schönen Häuser. Das dazu gehörige Kirchenschiff wurde leider gesprengt, weil es durch den 2. Weltkrieg zu stark beschädigt wurde.

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Leider fing es wieder an zu regnen, aber das hielt uns (noch) nicht davon ab die Altstadt zu erkunden.

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Wir kamen auch an den relativ grossen Marktplatz mit seinen interessanten Gebäuden.

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rechts der „Alte Schwede“ aus dem Jahr 1380

Zum Abschluss wollten wir noch zum „Alten Hafen“. Aber der Regen wurde immer stärker. Deswegen verschoben wir das auf den nächsten Morgen in der Hoffnung auf besseres Wetter.

Nach einer ruhigen Nacht machten wir uns gleich nach dem Frühstück auf den Weg in den Hafen. Das Wetter meinte es gut mit uns. Man sah sogar ein bisschen blauen Himmel.

Dieses Mal wählten wir den Weg durch das bewohnte Gebiet. Im Westhafen sahen wir ein ehemaliges Kreuzfahrerschiff, das anscheinend seit 2019 als Wohnschiff für die Beschäftigten der Werften genutzt wird. Dazu wurde das Schiff an die Kläranlage angeschlossen und erhielt auch Landstrom.

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Danach erreichten wir den alten Hafen. Er wurde Anfang des 13. Jahrhunderts angelegt und zeigte noch den Flair von früher. Es waren so früh am Vormittag nur wenige Menschen unterwegs und so konnte man die Atmosphäre ungestört auf sich wirken lassen.

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Thormann Speicher

Das Wassertor ist das letzte von ehemals fünf Stadttoren Wismars. Es ist gleichzeitig das einzige erhaltene Wassertor an der deutschen Ostseeküste.

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Viele Schiffe boten frischen und geräucherten Fisch an. Wir nahmen eine Auswahl vom geräucherten für das Mittagessen mit. Ab 11.00 Uhr strömten immer mehr Menschen in den Hafen. Viele standen auch an Kuttern an, die eine Fahrt durch die Wismarer Bucht zur Ostsee anboten. Es wurde dann noch richtig voll, aber wir machten  uns sowieso auf den Weg zurück zum Fahrzeug. Wir wollten noch zur nahen Insel Poel fahren.

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Stellplatz am Wonnemar: es handelt sich um einen einfachen Übernachtungsplatz ohne V/E, aber mit Abfallentsorgungsmöglichkeit. Er liegt direkt zwischen dem Erlebnisbad und einem Parkhaus. Gleich dahinter befindet sich das Biotop „Kuhweide“ durch das man in die Altstadt laufen oder mit dem Fahrrad fahren kann. Die Gebühr von 7,– Euro/24 Stunden bezahlt man zu den Öffnungszeiten des Bades an der dortigen Kasse.

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Schleswig-Holstein – Lübeck

In Lübeck fuhren wir direkt den Stellplatz am Rande der Altstadt an. Es gab sogar mehrere Plätze in der Nähe, auf denen auch Wohnmobile standen. Über den Preis weiss ich nichts, denn wir hatten das Glück, dass direkt nach unserer Ankunft eine Dame ans Fenster klopfte und uns ihr bis 14.00 Uhr gültiges Ticket anbot. Davon machten wir dankend Gebrauch, denn übernachten wollten wir dort sowieso nicht und bis 14.00 Uhr hatten wir 4 Stunden Zeit für die Erkundung der Altstadt.

Im Mittelalter war Lübeck die Hauptstadt der Hanse und aus dieser Zeit stammen auch die Gebäude im Stil der Backsteingotik. Ende 1987 wurde die Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.

Der Stellplatz lag direkt am Ufer der Trave und die Altstadt war auf der anderen Flussseite. Wir liefen über die Brücke beim Platz und dann gleich in eines der nächsten Gässchen hinein. Das sah schonmal richtig gut aus.

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Was ich bis dahin nicht wusste war, dass die Altstadt auf einer Insel inmitten der Trave liegt. So lernt man immer wieder dazu.

Beim Weiterbummel kamen wir auf den Marktplatz mit seinem sehenswerten Rathaus.

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Rathaus

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Langes Haus

 

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Hauptgebäude

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Es gab aber auch sonst viel Interessanten zu sehen, unter anderem entdeckten wir drei der fünf Kirchen in der Altstadt. 

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Im Hintergrund die Türme des Doms zu Lübeck

 

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St. Petri Kirche

 

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St. Aegidien

Ein Besuch des Marzipan-Speichers durfte natürlich nicht fehlen. Das Marzipan gibt es natürlich auch bei uns in der südwestdeutschen Ecke zu kaufen. Aber die besonderen Figuren wie zum Beispiel rosa Krabben oder braune Aale, die habe ich nur dort gesehen. Wir kauften ein paar Mitbringsel und natürlich auch ein bisschen was für uns selber.

Jetzt fehlte nur noch das Wahrzeichen der Stadt, das Holstentor. Dieses Tor wurde 1478 fertig gestellt und gehört zu den Resten der Stadtbefestigung. Bis ins 19. Jahrhundert gab es vier Stadttore, heute nur nur die Reste von zwei. Davon ist das Holstentor das bekannteste. Auf der Stadtseite der Trave fanden wir ein Modell des inneren Holstentores. Das war der älteste Teil der Holstentoranlage

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Das sehr gut erhaltene bekannte Holstentor befindet sich auf der anderen Seite der Trave und ist über die Holstenbrücke zu erreichen.

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Wir blieben dann auf dieser Flussseite und kehrten langsam zum Ausgangspunkt zurück. Auch über die Trave hinweg boten sich sehr schöne Eindrücke und wir legten den einen oder anderen Halt ein.

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In Lübeck endete unsere Rundfahrt durch Schleswig-Holstein, die wir in Friedrichstadt begonnen hatten. 

Damit war unser Urlaub aber noch nicht ganz zu Ende. Wir hatten noch ein paar Tage Zeit. Diese wollten wir nutzen, um vor der endgültigen Heimfahrt noch einen kleinen Umweg über Mecklenburg-Vorpommern zu machen. 

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Schleswig-Holstein – Niendorf (Hafen)

Nach der Übernachtung im Fährhafen von Puttgarden verliessen wir die Insel Fehmarn und fuhren Richtung Lübeck. Auch hierfür wählten wir die küstennahe Strecke und machten an schönen Stellen halt, um mit Jana zu laufen. Das Wetter zeigte sich ab dem Mittag wieder von seiner regnerischen Seite. Unterwegs schauten wir uns ein paar Stellplätze an, aber nach „Kuschelstehen“ war uns nicht und so kamen wir bis nach Niendorf.

Dort hatten wir Glück und fanden neben dem Parkplatz beim Vogelpark einen schönen Stellplatz, auf dem wir über Nacht bleiben wollten. 

Wir machten es uns im Wohnmobil gemütlich, in der Hoffnung, dass der Regen irgendwann mal aufhört. Gegen Abend war es soweit und wir konnten einen schönen Spaziergang zum Hafen machen.

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Dieser kleine Hafen gefiel mir auf den ersten Blick. Trotzdem fast alles schon geschlossen hatte, nachmittags muss vieles laut Öffnungszeiten noch offen gewesen sein, strahlte er viel Atmosphäre aus. Sogar eine kleine Kaffeerösterei gab es dort und eine Töpferei sowie viele Fischverkaufsstellen. Schade, hätte mich doch im Regen auf den Weg machen sollen. Aber so habe ich schon einen Grund Niendorf wieder einmal zu besuchen.

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Am nächsten Morgen war es noch trüb, aber trocken. Für den Frühspaziergang mit Jana wählte ich den Weg zum Vogelpark. Er war natürlich noch geschlossen. Die Umgebung dort erinnerte mich an die Petite Camargue gleich neben meinem Dorf  im Elsass.

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Nach dem Frühstück fuhren wir weiter nach Lübeck. Travemünde liessen wir aus, das hatten wir vor ein paar Jahren während des ersten Ostseeurlaubs besucht.

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Der Wohnmobilstellplatz beim Vogelpark Niendorf kostet 10,– Euro für 24 Stunden, länger ist nicht erlaubt. Bei uns wurde am Nachmittag und am folgenden Vormittag durch das Ordnungsamt kontrolliert. In der Saison kommen 3,– Euro Kurtaxe pro Person dazu. Parkscheine können am Automat gelöst werden. Im Preis enthalten sind V/E, Toiletten und Abfall. Strom kostet 1 Euro/kWh. Der Platz ist nachts beleuchtet.

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Schleswig-Holstein – Insel Fehmarn

Nach der schlaflosen Nacht an der Schleuse freuten wir uns auf eine ruhige Nacht irgendwo auf der Strecke. Wir fuhren küstennah Richtung Fehmarn und fanden in Hohwacht auf dem Stellplatz noch einen freien Platz am Rand. Dort konnten wir für 10,– Euro (Nebensaisonspreis) eine Nacht stehen, incl. V/E, die laut Aushang aber nur von April bis Oktober geöffnet hat. Strom steht ganzjährig zur Verfügung. Es war wirklich sehr ruhig dort und in wenigen Minuten waren wir zu Fuss an der Ostsee.

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Es war trotz Sonnenschein kühl, dazu wehte ein starker Wind. Nach dem Spaziergang wärmten wir uns in einem Café bei einem Pharisäer auf. Auf dem Rückweg zum Platz kamen wir an einer Fischräucherei vorbei, die gerade geöffnet hatte. Dort holten wir uns das Abendessen und verbrachten einen gemütlichen Abend im Wohnmobil. Beim letzten Spaziergang mit Jana sah ich, dass in den beiden offenen Restaurants jeder Platz besetzt war.

Am nächsten Morgen fuhren wir nach dem Frühstück weiter nach Oldenburg (Holstein). Ich hatte Probleme mit dem Handy und wollte dort in einen Shop. Geparkt haben wir auf dem Parkplatz beim Wallmuseum. Dort hätte man auch übernachten können. 

Ein Fussweg durchs Grüne führte uns in einer Viertelstunde in den Ort.

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Marktplatz

Nach der Rückkehr zum Wohnmobil fuhren wir über die Brücke hinüber nach Fehmarn, der drittgrössten Insel Deutschlands.

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War es bisher schon überall sehr voll gewesen, so übertraf Fehmarn alles. Die Gehsteige in Burg waren dermassen überfüllt mit Menschen, dass die Leute, wenn überhaupt nur im Gänsemarsch vorwärts kamen. Wir fuhren zum Hafen Burgstaaken, um uns dort etwas umzuschauen. Der Stellplatz dort war so dicht zugeparkt, dass man froh sein konnte ohne Verrenkungen aussteigen zu können. Eine Übernachtung dort zogen wir nicht einmal ansatzweise in Betracht. 

Wir liefen eine Runde über das Gelände und da Mittagszeit war und wir Hunger hatten, holten wir uns ein Fischbrötchen. Die wurden frisch zubereitet und waren echt gut. Dieser kleine Hafen gefiel mir sehr gut.

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U-Boot Museum

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Weiter ging es auf der Tour rund um die Insel. Aber das Bild änderte sich kaum. Hotel-Hochhäuser standen hinter dem Strand, die schmalen Strassen waren voller Fahrräder. Viele endeten in einer Sackgasse.

Einen Übernachtsplatz fanden wir in Puttgarden auf dem Westmolen-Parkplatz (17,– Euro/24 Stunden, nur Abfallentsorgung). Er lag gegenüber von einem Bordershop am Fährhafen. Die Fähren verkehrten in kurzen Zeitabständen hinüber nach Dänemark.

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Neugierig statteten wir dem Bordershop einen Besuch ab. Wir dachten er hätte ähnlich günstige Preise wie im Duty free auf den Fähren nach Grossbritannien. Aber weit gefehlt, die hohen Preise erstaunten mich und noch mehr, dass die Kunden dort ihre Einkaufswagen gut gefüllt hatten. In jedem Supermarkt auf der Insel hätten sie die Waren günstiger bekommen.

Weit interessanter war es von der Kaimauer oder auch vom Deich aus den Fährbetrieb zu beobachten.

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im Hintergrund sieht man Dänemark

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Auf dem Deich konnte ich auch wunderschöne Spaziergänge mit Jana machen. Leider konnte ich sie nicht von der Leine lassen, zu viele Hasen lebten dort.

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Abendstimmung

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Wir verbrachten eine ruhige Nacht auf diesem Platz. Ausser uns übernachtete nur ein weiteres Wohnmobil, vielleicht wegen dem doch relativ hohen Preis für einen einfachen Parkplatz.

Was mir besonders gut gefiel, war die wunderschöne Blumenrabatte, die den Platz einrahmte.

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