Kloster Mariastein

Nicht weit von uns entfernt, nur ca. 30 Minuten mit dem Auto, befindet sich in der Nordwestschweiz das Benediktinerkloster Mariastein. Von dem hatte ich schon viel gehört, u. a., dass es ein ganz besonderer Kraftort sei, war aber noch nie dort gewesen.

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Blick vom Tal

Letzten Sonntag nutzten wir das sonnige Wetter und fuhren in den Wallfahrtsort Mariastein gleich hinter der französischen Grenze im Leymental. Am Ortsrand parkierten wir auf dem erstaunlicherweise kostenlosen Parkplatz und liefen in wenigen Minuten zu der unter Denkmalschutz stehenden Klosteranlage.

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Zuerst besuchten wir die grosse Klosterkirche, deren Innenraum sehr beeindruckend war. Mir persönlich gefielen vor allem die Decken- und Wandgemälde.

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Das 1648 erbaute Kloster hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Die grosse Blütezeit der Wallfahrt und des Klosters wurde 1798 durch die französische Besetzung beendet, 1802 bekamen die Mönche das zerstörte Kloster zurück, die Klosterschule wurde wieder eröffnet. Knapp 70  Jahre später wurde das Kloster durch den Kulturkampf aufgehoben, die meisten Mönche wurden ausgewiesen und fanden in Frankreich vorübergehend eine neue Heimat. Wenige durften in Mariastein bleiben und die Wallfahrt aufrecht erhalten. 

Die Schweizer Mönche in Frankreich mussten 1906 das Land wieder verlassen und gründeten in Bregenz ein neues Kloster, das aber 1941 von den Nazis liquidiert wurde. Die Mönche wurden des Landes verwiesen und durften dank der Regierung des Kantons Solothurn im Kloster Mariastein Asyl nehmen. Durch eine kantonale Volksabstimmung im Jahr 1970 wurde das Kloster öffentlich-rechtlich wieder anerkannt. Danach konnte die Klosteranlage  saniert und erneuert werden.

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Das Besondere an der Klosteranlage ist aber die Gnadenkapelle, die man seitlich der Klosterkirche über 59 Stufen erreicht.

Deren Geschichte geht auf das Ende des 14. Jahrhunderts zurück. Laut Legende soll ein Kind über die Felsen in die Tiefe gefallen und von der Gottesmutter Maria gerettet worden sein. Als Dank wurde eine Naturhöhle in eine Kapelle umgewandelt.

Diese Höhlenkapelle liegt unterhalb der Klosterkirche. Auf dem Weg abwärts kommt man an vielen Dankestafeln vorbei, die zeigen, dass noch viele an Wunder durch Maria glauben.

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In der Kapelle suchen viele die Stille, um zur Ruhe zu kommen und die manchmal laute Welt für eine Weile hinter sich zu lassen. Viele Pilger aus aller Welt kommen heute noch hierher.

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rechts das Gnadenbild aus dem 17. Jahrhundert, links ein Sakramentsaltar von 1645

Auf dem Rückweg nach oben warfen wir noch einen Blick in die Siebenschmerzenkapelle, eine oberirdische Kapelle zwischen Gnadenkapelle und Klosterkirche, die im Gedenken an ein zweites Felsenwunder im Jahr 1541, errichtet worden war und…

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Decke der Siebenschmerzenkapelle

…in einen Teil der Gruft.

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Der Ausflug dorthin war wirklich sehenswert.
Und wieder einmal musste ich denken, dass die Ziele in der Nähe oft übersehen werden und das völlig zu unrecht !
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Dankeschön!

Herzlichen Dank an all meine Leser, die mich auch dieses Jahr so treu begleitet haben !

Wünsche allen eine entspannte Adventszeit, frohe Weihnachten und für das kommende Jahr alles Gute, vor allem aber Gesundheit !

 

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Jana wartet auf den ersten Schnee 

 

 

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Rund um den Comer See – Menaggio

Wir fuhren weiter am See entlang Richtung Menaggio und genossen die wunderschönen Ausblicke.

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Blick hinüber nach Bellagio

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Menaggio liegt am Westufer des Comer Sees. Nicht weit davon treffen die beiden Seearme zusammen. Mit der Fähre kann man vom Hafen aus unter anderem nach Bellagio übersetzen. 

Wir wollten Menaggio ja zu Beginn unserer Rundreise besuchen, hatten das Vorhaben aber mangels Parkplatz auf deren Ende verschoben. Viel besser sah es auch an diesem Tag nicht aus, aber nach mehreren Runden fanden wir in der Nähe der Strandpromenade einen passenden Platz.

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Wir folgten der schön angelegten Uferpromenade mit mehreren Unterbrechungen, um über den See zu schauen. Wir konnten sogar einen Regenschauer auf der anderen Seeseite beobachten, während wir im strahlenden Sonnenschein standen.

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 Die Piazza Garibaldi strahlte viel Ruhe aus, so garnicht typisch italienisch. Wir bummelten durch die kleinen Gassen und gönnten uns zum Abschluss ein leckeres hausgemachtes Eis.

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Der Besuch von Menaggio war ein schöner Abschluss der Reise um den Comer See. Wir verliessen den Ort durch das Valle Menaggio, das die Verbindung ins schweizerische Lugano bildet.

Das Wetter war so schön, dass wir spontan für den Heimweg einen kleinen Umweg über den Lago Maggiore planten. Bei Luino konnten wir direkt am Ufer des Sees stehen und übernachten und das sogar kostenlos, weil ab 1. Oktober die Parkuhren ausser Betrieb waren.

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Das war unsere letzte Fahrt mit dem Wohnmobil für dieses Jahr. Wettermässig hatten wir das ganze Jahr 2019 Glück und auch sonst lief alles ohne Pannen. Jetzt freuen wir uns schon auf das nächste Jahr. 🙂

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Rund um den Comer See – Como

Der nächste Halt am Comer See, bzw. am Seearm Lago di Como, war Como an dessen südwestlichem Ende.

Schon lange vor Christus wurde diese Gegend von Kelten und Römern besiedelt. Im 15. Jahrhundert war Como einer der wichtigsten Standorte für Seidenraupenzucht, die Stadt wurde dadurch sehr wohlhabend. Davon zeugen heute noch viele  Gebäude im mittelalterlichen Stadtkern.

Auf einem öffentlichen Stellplatz in der Stadt konnten wir günstig parkieren und erreichten von dort aus zu Fuss nach kurzer Zeit die Altstadt von Como.

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Es war noch früh am Nachmittag und die Strassen und Gassen fast menschenleer. So konnten wir in Ruhe schauen und geniessen.

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Die Basilica di San Fedele und der Dom waren besonders beeindruckend.

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Basilica di San Fedele

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Dom

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Als wir in die Nähe des Sees kamen, wurden die Strässchen belebter und es gab auch mehr kleine, aber feine Läden.

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Chiesa san Ciacomo

Am See legten wir eine Pause ein und beobachteten die Seilbahn, die von Como nach Brunate hinauf fuhr. Von dort oben soll man einen wunderschönen Blick über den See und über die Alpen zum Monterosa Massiv und Matterhorn haben. 

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Dann ging es wieder zurück. Und auch dieser Teil der Altstadt war beeindruckend.

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Statue Alessandro Volta

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Porta Torre

Von Como war ich sehr positiv überrascht. So schön hatte ich mir den Stadtkern nicht vorgestellt.

Zurück am Fahrzeug fuhren wir raus aus der Stadt und fanden nach 5 Kilometern in  Como-Tavernola einen schönen ruhigen Übernachtungsplatz. Der offizielle Stellplatz war zwar bis auf den letzten Platz belegt, aber davor gab es eine Sportanlage und auf den dazu gehörigen Parkplätzen konnte man frei übernachten. Im Laufe des Abends füllten sich auch diese Plätze. Die Nacht verlief fast ruhig, nur das Hundegebell aus einem der nahe liegenden Gärten störte etwas.

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Rund um den Comer See – Bellagio

Bei strahlendem Sonnenschein und schon recht warmen Temperaturen fuhren wir entlang des Sees Richtung Bellagio. Dieses hübsche Städtchen liegt zwischen den beiden Seearmen Lago di Lecco und Lago di Como am Ausläufer des Monte San Primo.

Der Ort Bellagio ist römischen Ursprungs. Für die Bewohner Comos war er von jeher ein wichtiger Ort, auch Landwirtschaft und Fischerei blühten dort. Jetzt ist Bellagio ein bedeutender Ort des internationalen Tourismus.

Am Ortsrand konnten wir unser Wohnmobil auf einem öffentlichen Parkplatz ohne Platzprobleme abstellen und dort fiel uns eine Besonderheit auf. Das Parkieren war kostenlos und das, was ich anfangs für einen Parkscheinautomaten gehalten hatte, entpuppte sich als Getränkeautomat für Mineralwasser, wahlweise mit oder ohne Kohlensäure und das zum Minimalpreis von 5 Cent je Liter. Manche kamen mit dutzenden von leeren Flaschen und füllten sie dort auf. Sowas in der Art hatte ich bisher noch nie gesehen.

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Vom Parkplatz liefen wir in wenigen Minuten vorbei an beeindruckenden Häusern und Palazzos ins Zentrum Bellagios.

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Steile enge Gässchen führten hinunter zum See oder von dort hinauf. Edle Boutiquen wechselten sich ab mit teuren Restaurants. Schon für einen normalen Kaffee zahlte man das Doppelte wie andernorts. Aber das Bummeln durch die Strässchen mit ihrem besonderen Flair machte Spass.

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Zum Abschluss des Besuches liefen wir unten am See entlang. Der Schatten dort bot eine wohltuende Abkühlung an diesem inzwischen heissen Tag.

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Rund um den Comer See – Colico bis Lecco

Da das schöne spätsommerliche Wetter Ende September noch immer anhielt, entschieden wir uns kurzentschlossen eine Woche an den Comersee zu fahren und diesen zu umrunden. Bei mir waren es sicher 25 Jahre seitdem ich das letzte Mal dort war, damals auf einer Motorradtour.

Am frühen Nachmittag starteten wir entspannt Richtung Süden. Am St. Gotthard war wie immer Stau und so fuhren wir über den Pass.

Übernachten wollten wir auf dem offiziellen Stellplatz bei Airolo, dem ersten Ort im Tessin. Diesen kostenlosen Platz ohne Ver- oder Entsorgung gibt es noch nicht lange. Er wurde in der Nähe der Käserei von Airolo angelegt und bietet 3 terrassenförmig angelegte Flächen. Gleich daneben befindet sich die Talstation der Gondelbahn zum Pesciüm, einer Panoramaebene über dem Dorf.

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Blick hinüber zur Passstrasse St. Gotthard

Waren wir am Abend noch zu zweit, so entdeckte ich nach einer, im Nachhinein erstaunlich ruhigen Nacht, am Morgen beim Spaziergang mit Jana 14 ! weitere Wohnmobile auf der Ebene über uns.

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Nach dem Frühstück fuhren wir weiter bis Lugano, passierten später den kleinen Grenzübergang nach Italien und verliessen den Luganer See, um über die Berge zu unserer ersten geplanten Station am Comersee, Menaggio, zu gelangen. Der Stellplatz dort war leider überfüllt, deshalb beschlossen wir Menaggio als letzten Punkt der Seeumrundung anzusehen, denn hier kämen wir sicher wieder vorbei, bevor es zurück in die Schweiz ginge.

Wir fuhren im Uhrzeigersinn um den See, immer mit Blick auf eine Übernachtungsmöglichkeit am See. Diese fanden wir kurz nach dem Mittag bei Colico am östlichen Ende des Sees. Dort gab es einen offiziellen, mit 25,– Euro nicht ganz billigen, Stellplatz direkt am See, der aber Strom und Ver-, bzw. Entsorgung bot. Tagsüber war die Wiese zwischen Platz und See sehr stark von Surfern frequentiert, aber am Abend war es ruhig und idyllisch.

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Am Morgen machten wir noch einen schönen Spaziergang am See entlang. Jana musste ich leider an der Leine lassen, weil Schüsse in der Umgebung auf eine Jagd schliessen liessen.

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Gegen Mittag fuhren wir weiter Richtung Westen. Es war Sonntag und auf der Seestrasse war eine lange Autokolonne, die wir in der Nachsaison so nicht erwartet hatten. Im Nachhinein erfuhren wir, dass in einem der kleinen Orte ein prominenter Schauspieler ein Haus hat und wohl gerade anwesend war. Unglaublich welche Menschenmassen sich dorthin bewegten. Autos wurden einfach am Strassenrand der eh schon engen Strasse abgestellt und es wurden sogar lange Fussmärsche in Angriff genommen, die teils durch die dunklen Strassentunnels führten. Ganz ungefährlich war das sicher nicht.

So kamen wir nur langsam vorwärts, keine Chance irgendwo einen Platz zum Bleiben zu finden. Beim Ort Lecco, der am Ende des einen Seearmes liegt, suchten wir einen Stellplatz ausserhalb des Städtchens auf, wo man auch übernachten und entsorgen könnte, der aber an einer vielbefahrenen Strasse lag. Wir stellten unser WOMO dort ab und liefen ca. 30 Minuten zurück in das Zentrum von Lecco. Der Weg war anfangs noch fast leer, aber je näher wir dem See kamen, umso voller wurde er. Fotografiert habe ich nur im Randbereich von Lecco, im Gewühle fehlte mir ehrlich gesagt die Lust dazu.

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Blick über den Seearm

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Im Ort selber dann tobte das Leben. Unzählige Menschen waren dort unterwegs und es herrschte ein sehr hoher Geräuschpegel. Gruppen, die laut miteinander diskutierten und Einzelpersonnen, die nicht weniger laut am Handy sprachen, dazu Motorradfahrer, die im Stand ihre Motoren hochtourig laufen liessen. Schade, so konnte man diesen an sich schönen Ort nicht geniessen und auch Jana war gestresst.

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So kehrten wir zum Fahrzeug zurück und beschlossen uns eine ruhigere Umgebung zum Übernachten zu suchen, wo Jana auch mal frei laufen könnte. Diese fanden wir nicht weit entfernt auf dem Berg Erni, einer Anhöhe über Lecco, auf dem Wanderparkplatz an einer Bergbahn.

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Dort war es herrlich ruhig und ausser uns standen nur zwei weitere Wohnmobile dort. Wir verbrachten einen entspannten Abend und eine ruhige Nacht dort oben.

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Blick hinunter auf Lecco

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Kurzreisen mit dem Wohnmobil – Graubünden

Mitte September fuhren wir für ein verlängertes Wochenende nach Graubünden und wollten bei der Gelegenheit auch Bekannte besuchen, die in Vella Lumnezia in Urlaub waren. 

Nach dem Mittag fuhren wir los und wählten den Anfahrtsweg über Luzern – Andermatt – Disentis. Gegen Abend kamen wir in Ilanz, einer kleinen Stadt am Vorderrhein an und fanden am Ortsrand auf einem grösseren Parkplatz einen ruhigen Platz zum Übernachten. Nachts stand man kostenfrei, ab 7.00 Uhr morgens musste man 0,50 Rappen/Stunde bezahlen.

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Nach einer sehr ruhigen Nacht starteten wir zu einer Tagestour in die nähere Umgebung. Ilanz selber hoben wir uns für den nächsten Tag auf.

Unser erstes Ziel war der Caumasee bei Flims. Er liegt auf fast 1000 Meter Höhe. Vom Parkplatz am Ortsrand aus ging es auf einem schön angelegten Weg stetig bergab. Das letzte Stück konnte man mit einer extra deswegen angelegten Standseilbahn zurücklegen.

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Die Badesaison war vorbei und deshalb war der Rundweg um den See auch mit Hund frei zugänglich. Das Farbenspiel des Wassers war wunderschön und geheimnisvoll. 

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Vor der Weiterfahrt schauten wir uns noch ein wenig in dem kleinen etwas abseits liegenden Ortsteil um.

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Wappentier von Graubünden

Danach fuhren wir an den Brigelser See auf 1255 Meter Höhe. Selbst dort oben war es sehr warm. Wir überlegten uns erst dort zu übernachten, aber der Stellplatz war recht voll. Deshalb machten wir nur einen Spaziergang um den See und fuhren gegen Abend zurück nach Ilanz.

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Dort fanden wir am Rande des Sportgeländes einen noch besseren Platz zum Übernachten. Der Rhein war auch ganz in der Nähe und der Uferweg war ideal für den Abend- und Morgenspaziergang mit Jana.

Am nächsten Morgen erreichten wir von dort aus in wenigen Minuten zu Fuss das alte Zentrum von Ilanz. Zeit genug hatten wir, das Treffen in Vella sollte erst am Nachmittag stattfinden und es waren nur wenige Kilometer bis dorthin. So konnten wir uns in Ruhe umsehen und noch auf dem Bauernmarkt dort einkaufen gehen.

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Die Fahrt nach Vella führte durch das schöne Val Lumnezia.

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Der Ort selber war klein und verträumt. Die Gassen waren schmal, deshalb parkierten wir an der Hauptstrasse und liefen zu Fuss zum Hotel.

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Schloss de Mont

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Es wurde ein schöner Nachmittag und Abend. Nach dem gemeinsamen Essen fuhren wir zurück nach Ilanz, übernachteten dort am bekannten Platz am Rhein und fuhren am nächsten Morgen gemütlich nach Hause.

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Kurzreisen mit dem Wohnmobil – Oberalp und Furkapass

Ein weiteres Ziel im diesjährigen heissen Sommer war der Oberalppass in der Schweiz. Dieser verbindet die Kantone Uri und Graubünden miteinander. Wir fuhren am späten Nachmittag zuhause weg und waren 2 Stunden später dort. 

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Mit dem Wohnmobil kann man direkt auf der Passhöhe frei stehen und auch übernachten. Diese Idee hatten schon viele andere und es war überraschend voll. Trotzdem verteilte es sich gut und man stand nicht zu eng aufeinander.

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So idyllisch wie am Sankt Gotthard war es natürlich nicht, aber für eine Nacht ok. Leider zogen im Laufe des Abends Wolken auf und es begann zu regnen. Aber am nächsten Morgen lockerte es schon wieder auf.

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Der Leuchtturm steht symbolisch für die nahe Rheinquelle, da der Fluss ins Meer mündet

Nach einem ausgiebigen Spaziergang mit Jana und anschliessendem Frühstück fuhren wir zurück nach Andermatt und von dort aus Richtung Furkapass.

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See auf der Passhöhe Oberalp

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Blick hinunter auf Andermatt und das Urseren Tal

Die Fahrt hinauf zum Furkapass war etwas mühsam, weil auf der Strecke gerade ein Amateur Radrennen stattfand. Doch langsam, aber sicher kamen wir oben an.

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Auch dort oben könnte man frei übernachten. Auf der Passhöhe befindet sich die Kantonsgrenze zwischen Uri und dem Wallis.

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Kanton Uri

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Wallis

Zum Bleiben war uns zu viel los. Deshalb machten wir nur einen Spaziergang und genossen die Aussicht in die verschiedenen Täler.

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Danach ging es hinunter nach Gletsch. Auf dieser Strecke kamen wir am Rhonegletscher, bzw. an den Felsen, die einmal eisbedeckt waren, vorbei. Ich wusste zwar, dass der Gletscher ziemlich rapid zurückgegangen war, es aber dann mit eigenen Augen zu sehen war doch erschreckend. Vor ca. 20 Jahren hatten wir auf einer Motorradtour dort Halt gemacht. Der Gletscherrand reichte damals fast bis an die Strasse heran und wir hatten die Eisgrotte besucht. Jetzt war von Eis weit und breit keine Spur mehr.

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Das Bild oben zeigt den Blick von unserem Übernachtungsplatz, einem Parkplatz am Ortsrand, aus. Oben rechts sieht man die Serpentinen der Furkapassstrasse. Links davon befindet sich die Felslandschaft mit dem Flüsschen in der Mitte. Diese lag damals unter einer dicken Eisschicht, dem Rhonegletscher.

Dieser Eindruck ging mir noch lange nach.

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Kurzreisen mit dem Wohnmobil – St. Gotthard Pass

Wenn die Hitze bei uns in der Rheinebene zu gross wurde, flüchteten wir in die Schweizer Berge, zum Beispiel an den Sankt Gotthard Pass. Dort waren wir auf fast 2000 Meter Höhe und entlang der alten Passstrasse auf der Urner Seite gab es zahlreiche schöne Plätze, auf denen man frei stehen und übernachten konnte. Kantonsmässig gehört die alte Strasse schon zum Tessin.

Auf der Passhöhe oben am See hätte man zwar auch stehen können, aber dort standen die Wohnmobile dicht an dicht und Kuschelcampen ist nicht so unser Ding.

Ende Juni standen wir zuerst alleine auf einer schönen Wiesenfläche zwischen der alten Passstrasse und einem Bach. Jana konnte sogar frei laufen und jederzeit ins Wasser um sich abzukühlen.

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rechts die alte Passstrasse – links sieht man die ’neue‘ Strasse

Später kam noch ein VW-Bus mit einem älteren Ehepaar aus der Berner Gegend dazu. Auch sie richteten sich zum Übernachten ein. Am Abend gesellte sich noch ein Herr mit seinem PKW zu uns, der zum Schlafen ein Zelt aufbaute und am nächsten Morgen weiter fuhr.

Wir blieben 3 Tage und genossen die Ruhe dort oben, einfach nur faulenzen und lesen. Zum Wandern war es sogar auf dieser Höhe zu heiss und wir waren froh, dass uns die Markise etwas Schatten bot.

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kleiner See an der gegenüberliegenden Seite der alten Strasse

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Nachts wurde es recht kühl, am Morgen lag sogar Raureif auf der Wiese. Aber sobald die Sonne es über den Berg schaffte, konnte man dem Thermometer zuschauen wie die Temperaturen stiegen.

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frühmorgens – oben sieht man die ausgebaute Passstrasse

Am meisten beeindruckte mich die Pflanzenwelt. Um uns herum blühte unter anderem der Enzian. Das war richtig schön.

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Weiterer Ausflug Ende Juli

Im Juli wählten wir einen Platz auf der anderen Strassenseite etwas erhöht am Hang. Es gab zwar nur ein Rinnsal Wasser, dafür aber viele kleine Pfade, die wir zusammen mit Jana erkundeten. Auch dort konnte Jana sich frei bewegen und manchmal erinnerte sie mich an eine Bergziege, so kletterte und sprang sie den Berg hoch und runter.

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weitere mögliche Plätze zum Stehen, das asphaltierte ist der Zufahrtsweg und eine Sackgasse

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Von unserem erhöhten Standort aus konnten wir sogar die vorbeiziehende Postkutsche beobachten. Mit ihr kann man sich von Andermatt (Uri) über den Pass nach Airolo (Tessin) fahren lassen.

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Die Vegetation hatte sich in dem einen Monat seit dem letzten Besuch total verändert. Statt Enzian sah man die Alpenrosen blühen und vieles mehr.

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Das Freistehen und Übernachten auf beiden Seiten der alten Passstrasse ist kein Problem. Nur wenn später im Sommer die Kühe dort weiden sollten, fallen ein paar Plätze weg.

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Was mir sehr positiv auffiel war, dass nirgends Abfall herum lag, obwohl es dort keine Behälter zur Entsorgung gab. 

 

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Unterwegs im Schwarzatal

Auch dieses Jahr besuchten Jana und ich wieder unsere Freunde in Thüringen. Weil wir erst Ende Mai von Schottland zurück kamen, klappte die Fahrt dorthin erst Mitte Juni.

Die Tage waren schon ziemlich heiss, deswegen beschränkten wir uns dieses Mal, auch der Hunde wegen, auf nur einen Ganztagesausflug. Aber auch so waren die Tage wieder wunderschön.

Wir machten jeweils am frühen Vormittag einen ausgiebigen Waldspaziergang und anschliessend sassen wir im Garten auf der Schweizerhöhe oberhalb Jena’s gemütlich zusammen. Für die Hunde stand ein Wasserbecken bereit und sogar beim Grillen wurden sie nicht vergessen, jeder von ihnen bekam eine Portion Fleisch gebraten.

Das Ausflugsziel für die Tagestour war dieses Jahr das Schwarzatal. Nach dem Frühstück starteten wir und fuhren durch die sehr schöne Landschaft, Erzählungen und Erklärungen der verschiedenen Gegebenheiten natürlich inbegriffen. 

Von einem Parkplatz oberhalb des Ortes Schwarzburg aus wanderten wir vorbei an einer alten Fasanerie, über Wiesen und durch Wälder dem Aussichtspunkt Trippstein entgegen.

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Wir waren für den Moment die Einzigen dort und so konnten meine Freunde mir alles in Ruhe erklären und zeigen.

Auf einem Felsplateau über dem 500 Meter hohen Quarzit-Tonschieferfelsen hatte Georg Heinrich Macheleit, der im Jahr 1790 das Thüringer Porzellan erfand, an der steilen Hangkante zum Schwarzatal wegen der tollen Aussicht auf seinen Heimatort Schwarzburg sein Borkenhaus erbaut. Dieser Aussichtspunkt wird Trippstein genannt.

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Anscheinend hatte schon 1819 Hesse über diesen Ort geschreiben und u. a. sollen auch Goethe und Schiller dort gewesen sein und über den Ausblick aufs Schwarzatal geschwärmt haben.

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im Borkenhaus

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Auch wir genossen die wunderschöne Aussicht hinunter auf Schwarzburg und das Schwarzatal.

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Zurück am Auto fuhren wir nach Schwarzburg hinunter und entdeckten etwas ausserhalb einen urgemütlichen Landgasthof, wo wir uns ein sehr gutes spätes Mittagessen schmecken liessen.

Für den Rückweg Richtung Jena wählten wir eine andere Strecke und fuhren entlang der Schwarza. Nach wenigen Kilometern parkierten wir am Fluss und liefen mit den Hunden entlang des Ufers bis zu einem einsamen Badeplatz für sie. Dort konnten sie sich an diesem heissen Tag abkühlen.

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Auch uns tat die Abkühlung gut. Wir badeten zwar nur die Füsse in der Schwarza, aber das war so richtig erfrischend.

Auf dem Rückweg zum Auto bewunderte ich einmal mehr die wirklich schönen Wälder Thüringens. Schon mein Vater hatte mir immer davon vorgeschwärmt.

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Am nächsten Tag stand leider schon wieder die Heimfahrt an. Die Zeit war wiedereinmal viel zu kurz. Aber im nächsten Jahr sehen wir uns wieder und darauf freue ich mich.

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