Schiffshebewerk Falkirk Wheel

Der Regentag eignete sich hervorragend für Besichtigungen. Von New Lanark aus fuhren wir direkt Richtung Falkirk und dort zu einem besonderen Schiffshebewerk, dem Falkirk Wheel. Die Konstruktion gleicht einem Riesenrad mit über 35 Metern Durchmesser.

Der Forth and Clyde Canal verbindet die Flüsse Forth und Clyde in West-Ost-Richtung. Bei Falkirk zweigt der höher gelegene Union Canal ab, dieser endet in Edinburgh. Ursprünglich wurde der Höhenunterschied der  Kanäle durch eine Schleusentreppe mit 11 Schleusen auf 1,5 Kilometer überwunden. Diese verfielen aber, weil das Kanalwesen durch Strasse und Schiene verdrängt worden war. In den 1990er Jahren wurde mit der Revitalisierung der Kanäle begonnen. Das Hebewerk, das die Kanäle wieder verbindet, wurde im Mai 2002 von Königin Elisabeth II. feierlich eröffnet.

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Die Kanäle haben nur noch wassersportliche und touristische Bedeutung und sind mit kleinen Schiffen, bzw. Narrowboats (kleine 2,20 Meter schmale Boote, die bis 22 Meter lang sein können) befahrbar. So könnte man von Glasgow nach Edinburgh gelangen.

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der unten liegende Kanal

Der Höhenunterschied zwischen den Gewässern beträgt 24 Meter. Die Boote fahren durch ein Klapptor in einen wassergefüllten Trog ein (es gibt 2 gegenüberliegende Tröge). Nachdem das Tor geschlossen ist werden die Tröge über eine Zahnradmechanik gedreht und behalten so während der Fahrt ihre horizontale Position. Die Drehung zum oberen Kanal dauert 4 Minuten.

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Einfahrt des Bootes rechts

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oben kann das Boot jetzt ausfahren

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Blick zurück auf das Verbindungsstück zum oberen Kanal

Es war sehr faszinierend das Schiffshebewerk in Aktion zu sehen und der Regen störte höchstens beim Fotografieren. 

 

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Falls of Clyde

Im Museumsdorf New Lanark entdeckten wir das Hinweisschild auf den Weg zu den Falls of Clyde. Das wäre doch eine gute Ergänzung des Dorfrundganges und Jana könnte sich so noch ein bisschen austoben.

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Der Weg begann hinter dem Dorf und führte uns flussaufwärts immer mit Blick auf das Wasser.

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Etwa in der Hälfte der Strecke führte der Weg weg vom Fluss, aber es gab eine Alternative über einen Steg. Wir wählten diese Variante und es war sehr idyllisch dort zu laufen.

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Nach ca. 20 Minuten erreichten wir die Fälle und von den verschiedenen kleinen Plattformen in unterschiedlichen Höhen boten sie jeweils etwas andere Perspektiven.

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Sie führten nicht viel Wasser, aber es hatte ja auch lange nicht geregnet. An diesem Tag hatten wir erst unseren 2. und gleichzeitig den letzten Regentag unseres insgesamt vierwöchigen Urlaubs. Dagegen lässt sich ja wirklich nichts sagen.

Dann ging es wieder den gleichen Weg zurück zu unserem Ausgangspunkt in New Lanark.

 

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Oberhalb des Dorfes befindet sich ein grosser terrassenförmig angelegter Parkplatz. Dort kann man mit dem Wohnmobil auch frei übernachten.

Wegen des Wetters und weil es erst kurz nach Mittag war fuhren wir jedoch weiter zu unserem nicht weit entfernten nächsten Ziel.

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New Lanark, im Gedenken an Robert Owen

Nur wenige Kilometer von Glasgow entfernt besuchten wir im Tal des River Clyde das Museumsdorf New Lanark World Heritage Village. Das war früher die grösste Baumwollspinnerei Schottlands.

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In diesem Dorf hatten bis zu 2500 Menschen gelebt und gearbeitet. Robert Owen, der Schwiegersohn des Gründers David Dale, verwirklichte dort von 1800 bis 1825 als Industrieller und Sozialreformer seine Vorstellungen von besseren Arbeits- und Lebensbedingungen. So wurde die Kinderarbeit unter 10 Jahren abgeschafft, es gab Kindergärten und Schulen und eine kostenlose Kranken- und Rentenversicherung. In den Arbeiterquartieren wurde für bessere hygienische Verhältnisse gesorgt und es gab einen Dorfladen, in dem günstig eingekauft werden konnte. Owen sorgte auch für die Anlegung von Spazierwegen am Fluss und den umliegenden Wäldern, damit die Bewohner sich in ihrer Freizeit an der frischen Luft erholen konnten. Robert Owen’s soziale Gedanken waren damals revolutionär. 

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Die Rekonstruktion der Gebäude war bei unserem Besuch fast abgeschlossen.

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In den fertigen Gebäuden waren unter anderem eine Jugendherberge und ein Hotel untergebracht, es gab einen Tea-room und Shops.

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Wir waren recht früh am Morgen dort und so war noch alles geschlossen. Aber durch das Dorf konnte man laufen und es war ein sehr interessanter Rundgang. 

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Tausche ihre Armut gegen Reichtum, ihre Unwissenheit gegen Wissen, ihre Wut gegen Freundlichkeit, ihre Uneinigkeit gegen Einigkeit‘

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in einem dieser Häuschen lebte Robert Owen

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Auf einer Lichtung im kleinen Wäldchen oberhalb des Dorfes entdeckte ich mehr durch Zufall ein paar alte Grabsteine.

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Das trübe Wetter passte irgendwie dazu. Fast konnte man die Anwesenheit der früheren Bewohner spüren. Es herrschte eine friedliche Stimmung dort, die einen innehalten liess.

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‚Krieg kann durch diejenigen verhindert werden, die die Prinzipien des Friedens annehmen, bereit sind Ungerechtigkeit und Unterdrückung zu widerstehen; und diese Vorbereitung kann durch kluge Vorkehrungen in der Erziehung der Jugend erfolgen‘

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Glasgow

Auf unserer diesjährigen Schottlandreise wollten wir auf dem Weg in den Süden auch Glasgow besuchen. Der Weg dorthin führte uns an verschiedenen schönen Seen vorbei.

Für die Übernachtung in Stadtnähe hatten wir einen freien Stellplatz am Castle Semple Loch am Ortsrand von Lochwinnoch, ca. 20 Kilometer südwestlich von Glasgow gewählt.

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Das schöne an diesem Ort war, ausser der Lage direkt am Wasser, dass man zu Fuss in 20 Minuten an der Schnellbahnstation war. Von dort fuhren halbstündlich Züge nach Paisley/Glasgow. So konnte Jana entspannt im Fahrzeug warten und wir machten uns noch am Nachmittag auf in die schottische Stadt.

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Glasgow liegt am Fluss Clyde und ist die grösste Stadt Schottlands, noch vor der Hauptstadt Edinburgh und gilt als ‚Arbeiterstadt‘. Vom 18. bis zum 20. Jahrhundert war die Stadt ein wohlhabendes Schiffsbau- und Handelszentrum. Aus der Zeit stammen auch die Gebäude im viktorianischen und Jugendstil.

Die Bahnhofshalle des Endbahnhofs war riesig und voller Leben, wies aber ein paar interessante Details auf.

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Draussen empfing uns Lärm, Hektik und viel Autoverkehr. Das krasse Gegenteil von Edinburgh, wo uns auch viele Menschen begegnet waren, aber es trotzdem ruhiger und gelassener zugegangen war. Dazu kam sicher, dass wir in der vergangenen Zeit meistens in der ruhigen Natur unterwegs gewesen waren und Grossstadtlärm einfach nicht mehr gewohnt waren.

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Am besten gefiel mir persönlich die Buchanan Street mit ihren schönen Gebäuden, den interessanten Geschäften und Pubs.

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Und dann standen wir wieder vor dem Bahnhof. Glasgow war eine interessante Stadt, aber mein persönlicher Favorit bleibt Edinburgh.

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Wir verlassen die Highlands

Die Ruthven Kaserne wurde nach dem Jakobiteraufstand von den Engländern gebaut, um für Recht und Ordnung zu sorgen. Die Ruine liegt in der Nähe von Kingussie, nicht weit vom Highland Folk Museum. Dort in der Nähe hatten wir einen ruhigen Übernachtungsplatz gefunden.

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Nach dem Frühstück fuhren wir zurück in den Westen der Highlands, vorbei am Loch Laggan und legten am Laggan Staudamm einen kleinen Fotostop ein. Mit dem knapp 50 Meter hohen Damm wurde 1934 der Fluss Spean gestaut und seit 1985 ist der Bau denkmalgeschützt.

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Auch dort beeindruckten mich die meterhohen wilden Rhododendren. 

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Nach Fort William folgten wir der Strasse ein Stück entlang Loch Linnhe und danach Richtung Süden Loch Leven, bis wir hinter Glencoe ins Glen Coe Tal kamen. Dieses Tal war leider im 17. Jahrhundert auch Schauplatz eines Massakers zwischen Schotten und Engländern.

Landschaftlich beeindruckte uns dieses Tal wieder sehr. Vor 5 Jahren hatten wir dort die Highlands ‚betreten‘ und dieses Mal verliessen wir sie auf diesem Weg.

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Wir wollten die Highlands nicht verlassen ohne vorher nochmal einen ausgiebigen Spaziergang zu machen. Das Schöne für Jana war, dass sie mal wieder ohne Leine frei umher springen konnte. Es waren keine Schafe und kein Wild in Sichtweite.

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das letzte Bild aus den Highlands

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Highland Folk Museum, Newtonmore

Unser nächstes Ziel war das Highland Folk Museum in Newtonmore, einem kleinen Ort am River Spey in den Grampian Mountains. Dazu machten wir einen Abstecher nach Osten ins Landesinnere. Ich muss vorweg nehmen, der Umweg dorthin hat sich echt gelohnt. Das ganze Freilichtmuseum wurde mit viel Liebe gestaltet. Auf 32 Hektar wurde das Leben in den Highlands von 1700 bis ca. 1930 gezeigt.

Am Eingang wurden wir von einer netten Dame sehr freundlich in Empfang genommen. Sie erklärte uns, dass das Museum in vier Bereiche aufgeteilt ist und wo diese sich jeweils befinden. Und das Unglaubliche war, dass man sich alles bei freiem Eintritt ansehen konnte. Wenn dem Besucher alles gefällt und er zufrieden ist, könne er beim wieder rausgehen eine kleine Spende in einem briefkastenähnlichen Behälter hinterlassen, aber das wäre völlig freiwillig betonte sie.

Wir begannen beim ersten Bereich, einem Bauernhof aus dem 19. Jahrhundert und diversen Nebengebäuden.

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Der nächste Bereich zeigte ein Dorf aus den 1930er Jahren mit Schule, Kirche und den Häusern der Handwerker.

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Der Wald zeigte den dritten Bereich. Dort war es an diesem sehr warmen Tag angenehm kühl. Es wurden u.a. Rastplätze der Fahrenden gezeigt, damit waren Handwerker gemeint, die mit ihren Familien von Ort zu Ort zogen und ihre Arbeit anboten.

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Auch eine Mühle mit hölzernen Wasserzuleitungen war detailgetreu errichtet worden und an einem kleinen See stand der Nachbau einer Hütte, in der sich im Winter früher die Menschen getroffen hatten, um Curling zu spielen.

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Der Wald war wirklich schön und es war sehr erholsam hindurch zu laufen.

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Beim vierten und letzten Bereich handelte es sich um eine Rekonstruktion von 7 Häusern eines Dorfes um 1700 aus dem obersten Tal des Flusses Spey. 

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Zum Abschluss des Rundganges besuchten wir noch das kleine Café und stärkten uns bei Scones und Tee. 

Ich konnte hier längst nicht alle gemachten Bilder reinstellen und die Auswahl fiel mir echt schwer. Aber ich kann jedem nur raten, sollte er in der Nähe sein, dieses Freilichtmuseum zu besuchen. Es lohnt sich wirklich! 

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Glenfinnan

An Glenfinnan konnten wir einfach nicht vorbei fahren. Es war sehr schwierig einen Parkplatz zu bekommen. Obwohl es  noch mitten im Vormittag war, waren beide gebührenpflichtigen Parkplätze voll, wie die ‚Besetzt‘ Schilder anzeigten. Wir fuhren die Strasse ein Stück weiter und entdeckten im Wald einen Abzweig, der im Bogen wieder zur Strasse zurück führte. Ein PKW stand schon dort und wir stellten uns dazu. Entlang der Strasse liefen wir dann zurück.

Zuerst besichtigten wir das Glenfinnan Monument. 

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Das Glenfinnan Monument liegt am Ufer von Loch Shiel. An diesem Ort landete 1745 Charles Stuart, der Sohn von James VII., aus Frankreich, um in Schottland seinen Anspruch auf den Thron durchzusetzen. Damit begann die Jakobiterrebellion, die im April 1746 in der Schlacht bei Culloden niedergeschlagen wurde. Prinz Charles floh vor den Truppen der Regierung  und konnte sich an diesem Ort verstecken, bis ihn eine französische Fregatte aufnahm. Der 19. August, der Tag an dem Charles damals seine königliche Standarte gehisst hatte, wird an diesem Ort heute noch von den Jakobinern jedes Jahr gefeiert.

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Als nächstes liefen wir zum Aussichtspunkt auf der anderen Strassenseite hoch. Von dort aus sollte man eine gute Sicht auf das Monument und das, durch die Harry Potter Filme bekannte, Viadukt haben. Wie ich erst jetzt beim Schreiben des Berichtes erfahren habe, war auch Loch Shiel in diesen Filmen als ‚Hogwarts See‘ zu sehen.

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Das zwischen 1897 und 1898 erbaute Glenfinnan Viadukt gehört zur Bahnstrecke zwischen Mallaig und Fort William. Es ist 380 Meter lang und besteht aus 21 Pfeilern, die bis zu 30 Metern hoch sind.

Oben standen sehr viele Menschen mit dem Fotoapparat im Anschlag, um bereit zu sein, wenn der Touristenzug mit Dampflokomotive über das Viadukt fährt, in den Harry Potter Filmen als ‚Hogwarts Express‘ bekannt. Wir warteten auch eine ganze Weile, aber als nach einer halben Stunde noch kein Zug in Sicht war, gingen wir wieder nach unten. Deshalb gibt’s leider nur Fotos ohne Dampfzug 😉

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Insel Skye – Osten und Süden

Auf der östlichen Küstenstrasse der Skye-Halbinsel Trotternish kamen wir südlich von Staffin an weiteren Naturbesonderheiten vorbei.

Die erste war der Kilt Rock, eine Felswand am Meer und gleich danach die schöne Schlucht Lethallt. Dieser Punkt war gut besucht und wir fanden nur mit Glück einen Parkplatz. Aber der kurze Rundgang lohnte sich auf alle Fälle.

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Blick über den Sound of Raasay auf die Inseln

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Noch ein Stück weiter hatten wir den ersten Blick auf den Old Man of Storr. Dabei handelt sich um eine 48 Meter hohe Felsnadel. Diese Formation hat einen natürlichen Ursprung, auch wenn sie fast wie ein überdimensionierter Hinkelstein aussieht.

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Aber auch die Landschaft rundherum war sehenswert. Und dann sahen wir den Felsen nochmal beim Blick zurück.

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Eigentlich wollten wir uns noch den Küstenort Portree ansehen und gemütlich in einem der vielen Lokale zu Mittag essen, aber der grosse Parkplatz für längeren Aufenthalt war total überfüllt. Wir drehten noch ein paar Runden durch den Ort, in der Hoffnung einen anderen Parkplatz zu finden, aber wenn mal einer frei war, dann durfte man dort nur zwischen 15 und 30 Minuten parkieren. Nach einem letzten erfolglosen Versuch beim Long Stay Parkplatz gaben wir auf und fuhren weiter. Schade, war schon etwas enttäuscht.

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Blick u.a. auf die Insel Raasay

Kurz hinter Broadford, wo wir wie am Ankunftstag tanken und einkaufen gingen, folgten wir dem Abzweig Richtung Armadale. Dort wollten wir, statt über die Brücke Skye zu verlassen, uns mit der Fähre nach Mallaig übersetzen lassen. Aber die Überfahrt hatte Zeit bis zum nächsten Tag.

Erstmal wollten wir eine Picknickpause einlegen und einen längeren Spaziergang mit Jana machen. Die Gelegenheit dazu fanden wir im Kinloch Forest. Dort war es angenehm schattig und kühl.

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Am späten Nachmittag erreichten wir Armadale. Dort konnten wir auf dem Parkplatz im Hafen stehen und auch übernachten. Die Tickets für die erste Fähre am nächsten Morgen holten wir schonmal. Wir hätten auch gleich rüber können, aber ein entspannter Abend am Wasser hatte auch was und nach Abfahrt der letzten Fähre war es total ruhig dort.

 

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Am nächsten Morgen verliessen wir die Insel Skye. Die Fähre wurde von einzelnen Delfinen begleitet, aber ich war so fasziniert beim Beobachten, dass ich es verpasste sie zu fotografieren.

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wir verlassen den Hafen von Armadale

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Hafen von Mallaig

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Mallaig

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Insel Skye – Nordosten

Wir fuhren im Norden der Insel Skye nicht jede Stichstrasse ab, sondern folgten der gut ausgebauten Strasse, die uns erst durch eine sehr schöne Landschaft mit blühendem Ginster, Wald und Weiden und dann entlang der Meeresbucht Loch Snizort führte. 

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Je nördlicher wir kamen, umso einsamer wurde die Gegend. Die Strasse war auch wieder recht schmal geworden und führte auf der Höhe um die Halbinsel Trotternish herum.

Die Schafe sahen ganz anders aus als die bisher gesehenen. Diese Rasse gefiel mir fast noch besser.

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Es war zwar noch früh am Nachmittag, aber es war wieder sehr warm und wir wollten die Füsse hochlegen und entspannen für den Rest des Tages. Am fast nordöstlichsten Punkt der Insel entdeckten wir wenige hundert Meter abseits der Route an einem kleinen Strässchen beim Port Gobhlaig einen Picknickplatz neben einem Parkplatz. Dort wollten wir bis zum nächsten Morgen bleiben.

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Im Laufe des Nachmittags kamen nur 2 PKW mit Wanderern, ansonsten waren wir ganz alleine. Nur ein kleiner Vogel kam immer wieder vorbei.

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Die Aussicht über die Bucht war sehr malerisch. Auch Jana schien sie zu gefallen.

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Der Ort bot sich auch für schöne ruhige Spaziergänge durch die Umgebung an, nur die vielen Häschen sorgten bei Jana für etwas Aufregung. Aber ich liess sie an der langen Leine und da waren die Kleinen sicher.

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Am nächsten Morgen fuhren wir nach einem ausgiebigen Frühstück zurück auf die Hauptroute und dort immer an der Küste lang Richtung Süden.

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Blick auf die Strasse Richtung Süden vom Übernachtungsplatz aus

Die Strasse führte an einer imposanten Gebirgslandschaft vorbei, wo man sicher schön wandern könnte.

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Nach kurzer Fahrt bogen wir beim Ort Staffin links zur Küste ab, die Felsformationen dort verlockten einfach dazu.

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Diese Idee hatten nicht nur wir, das dort unten schon stehende Wohnmobil, in dem die Bewohner so langsam erwachten und die Jalousien hochzogen, zeigte uns, dass auch dort ein guter Übernachtungsplatz gewesen wäre.

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Wir liefen am Pier nach vorne zur Wasserkante und hielten Ausschau nach jagenden Robben, die auf einer Infotafel beschrieben waren, aber dieses Mal hatten wir kein Glück. Es war ausser Möwen und Wellen nichts zu sehen. 

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Diese zwei Lämmer entdeckte ich ganz in der Nähe in den Felsen. Erst befürchtete ich, dass sie sich verirrt hätten, aber dann sah ich das Mutterschaft auf einer versteckten, aber nahen Grasfläche. Das beruhigte mich.

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Insel Skye – Westen und Nordwesten

Dieses Mal wollten wir auch eine der Hebriden Inseln erkunden.  Wir entschieden uns für die größte Insel der Inneren Hebriden, nämlich Skye. 

Von Loch Carron herkommend unternahmen wir einen kurzen Abstecher zum Eilean-Donan-Castle….

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…bevor wir entlang des Meeresarmes Loch Alsh nach Kyle of Lochalsh fuhren, um dort über die Brücke nach Kyleakin auf Skye zu fahren.

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Seit 1995 wird die frühere Fähre durch die Skye Bridge ersetzt, die, wenn man von Norden her kommt, eine schnelle Verbindung auf die Insel ist.

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Blick von der Brücke aus

In Broadford, der Inselhauptstadt, füllten wir erstmal unsere Vorräte auf, bevor wir erst der östlichen Küstenstrasse nach Norden und dann dem Abzweig nach Carbost folgten. Dort wollten wir die Talisker Distillery besichtigen. 

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Bis zur nächsten Führung war noch 1 Stunde Zeit und die nutzten wir für einen Spaziergang am kleinen Hafen von Carbost.

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Meeresbucht Loch Harport

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In der Talisker Distillery wird Single Malt Scotch Whisky mit kräftigem Torf-Aroma gebrannt. Die ganze Anlage der ältesten Distillerie auf Skye war viel kleiner wie die, die wir damals in Dufftown besichtigt hatten, aber nicht weniger interessant.

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Nach der 45-minütigen Führung konnten wir zwei unterschiedlich alte Whisky probieren. Gekauft haben wir keinen, die Erfahrung hatte uns gelehrt, dass er hier bei uns daheim  günstiger angeboten wird wie am Herstellungsort.

So langsam wurde es wieder Zeit einen Platz zum Übernachten ausfindig zu machen. Wir fuhren das Stück bis zur westlichen Küstenstrasse zurück und dort Richtung Norden. Unterhalb von Dun Beag, einem kleinen ehemaligen Fort, konnten wir auf einem Picknickplatz einen entspannten Abend und eine ruhige Nacht verbringen.

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Am nächsten Morgen fuhren wir recht früh weiter. Es ging durch eine reizvolle Landschaft vorbei am Loch Bracadale.

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Geplant war ein Abstecher zum Neist Point. Auf einer schmalen Strasse ging es hoch zum Kap am westlichsten Punkt von Skye. Waren wir bis dahin fast alleine auf der Strasse unterwegs, überraschte uns oben eine grosse Anzahl von Wohnmobilen. Sicher hatte der eine oder andere dort auch übernachtet. 

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Dort oben wehte ein sehr starker Wind. Von der Kante aus (unteres Bild) hätte man den Leuchtturm an der Spitze der Landzunge unten sehen können, aber ich verzichtete unter den gegebenen Bedingungen auf  dieses Wagnis. Es war so schon schwierig genug sich aufrecht zu halten.

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Auf der Stichstrasse zurück legten wir noch zwei Fotostopps ein.

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Blick auf Loch Dunvegan von Westen

Unser nächstes Ziel war der Korallenstrand bei Claigan am Loch Dunvegan. Auch dorthin führte eine Stichstrasse.

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Blick von Osten auf Loch Dunvegan

Wir fanden gerade noch einen freien Parkplatz. Der Fussweg führte über eine Kuhweide bis hin zu dem schneeweissen Strand. Er bestand nicht aus Sandkörnern, sondern sah aus wie Korallenbruch. Hatte so ein Naturphänomen noch nie gesehen, war echt beeindruckend.

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Auf dem Rückweg zum Fahrzeug gab es noch eine Schreckminute. In ca. 20 Meter Entfernung vom Weg standen ein paar Kühe mit ihren Kälbern ruhig beieinander. Plötzlich nahm uns eine Kuh ins Visier und kam herübergerannt. Ich hielt Jana ganz kurz an der Leine und blieb stehen. Die Kuh lief hinter uns durch, blieb in der Nähe stehen und beobachtete uns. Zum Glück waren es nur noch wenige Meter bis zum Gatter. Augen zu und durch. Mir war gar nicht wohl dabei gewesen und im Hinblick darauf, dass man jetzt öfter über Todesfälle auf der Weide im Allgäu oder der Schweiz liest, weiss ich nicht, ob ich bei einer Wanderung in den Bergen je wieder unbelastet über eine Weide laufen könnte.

Auf der Fahrt zurück zur Hauptstrasse hatten wir Blick auf Dunvegan Castle, eines der letzten ständig bewohnten Clan-Stammsitze. 

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Leider ist die Bildqualität aufgrund der Mittagssonne ziemlich schlecht. Dafür bekam ich aber beim Fotografieren angenehme Gesellschaft 😉

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